FEShistory - Newsletter des Archivs der sozialen Demokratie (AdsD) Juli 2025

 
 
 
 
Blick in den Ausstellungsbereich der Darchinger-Ausstellung. Auf einer großen weißen Wand steht der Name "Jupp Darchinger"
von FES

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wie kein zweiter Bildjournalist hat Jupp Darchinger Akteur_innen und gesellschaftliche Entwicklungen der Bonner Republik begleitet. Seine Aufnahmen prägen bis heute das visuelle Gedächtnis vieler – vom Wirtschaftswunder der 1950er-Jahre bis zur Wiedervereinigung. Bis zum 14. September zeigt das LVR-Landesmuseum Bonn die Ausstellung "Jupp Darchinger. Das Auge der Republik", die in Kooperation mit dem Archiv der sozialen Demokratie entstanden ist. Mehr zur Ausstellung erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

Weiterhin möchten wir Sie insbesondere auf den Sammelband zur Geschichte der Gewalt am Arbeitsplatz und unsere Beiträge zur Gründungsgeschichte der NATO und einem Vergleich der Erinnerungskulturen an stalinistische Verbrechen zwischen der Ukraine und Kasachstan aufmerksam machen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Herzliche Grüße
vom Team FEShistory


Neue Publikationen


Cover der Publikation mit einem Bild eines Demonstrationsschilds. Auf diesem steht "Schutz vor Gewalt am Arbeitsplatz"
von J.H.W. Dietz Nachf.
 

Gewalt am Arbeitsplatz war und ist allgegenwärtig, blieb aber häufig hinter Fabriktoren, Bürotüren oder in Haushalten unsichtbar, wurde tabuisiert und verharmlost. Der Sammelband gibt einen Einblick in Wandel und Kontinuitäten seit dem 19. Jahrhundert. Die Autor_innen fragen nach Akteur_innen und gesellschaftlichen Verhältnissen, die die Gewalt ermöglichten, analysieren aber auch die Reaktionen der Betroffenen.

Mareen Heying, Alexandra Jaeger, Nina Kleinöder, Sebastian Knoll-Jung, Sebastian Voigt (Hg.): Verschwiegener Alltag. Gewalt am Arbeitsplatz seit dem 19. Jahrhundert (Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Bd. 115), Bonn 2025, 240 Seiten, ISBN: 978-3-8012-4298-5.

Hier erfahren Sie mehr.


Logo des AfS
von AfS / FES
 

Rezensionen des Archiv für Sozialgeschichte

Unsere Zeitschrift Archiv für Sozialgeschichte (AfS) veröffentlicht regelmäßig online Fachrezensionen zu Buchneuerscheinungen auf dem Gebiet der Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts. Alle Rezensionen stehen Ihnen auf unserer Website kostenlos zur Verfügung.

Aus der aktuellen Folge möchten wir Sie gerne besonders auf das Buch von Yaroslav Hrytsak, „Ukraine. Biographie einer bedrängten Nation“, aufmerksam machen. Franziska Davies gelangt zum Fazit, dass die Geschichte der Ukraine in der öffentlichen Aufmerksamkeit viel zu lang im Schatten Russlands stand. Ihre Rezension finden Sie hier.


Künstlerische Porträts der Vordenker:innen
von FES
 

Vordenkerinnen und Vordenker der Sozialen Demokratie

Politische Konzepte und Ideen sind nicht nur von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit geprägt. Sie sind oft auch aufs Engste mit einzelnen Personen verbunden.

Mit den Vordenker_innen der Sozialen Demokratie stellen wir 49 Persönlichkeiten vor, die die Theorie und Praxis der Sozialen Demokratie geprägt haben: Von Wolfgang Abendroth, Vordenker für eine moderne Verfassung, bis Otto Wels, dem wortgewaltigen Parlamentarier gegen die NS-Herrschaft.

Erfahren Sie hier mehr.


Neues aus dem Blog #feshistory


Minister veranstalten eine Kabinettssitzung im Garten
von J. H. Darchinger / FES | 6/FJHD005114
 

Jupp Darchinger - Das Auge der Republik

Geht es um die „Bonner Republik“, stößt man unweigerlich auf Jupp Darchingers Fotografien – ganz besonders in diesem Blog. Eine Ausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn zeigt zum 100. Geburtstag des bedeutenden Fotojournalisten Bilder aus seinem Lebenswerk, das seit 2008 im AdsD bewahrt wird.


Wolodymyr Selenskyj und seine Frau beim Niederlegen von Weizenähren an der Statue "Bittere Erinnerung an die Kindheit", die ein abgemagertes junges Mädchen zeigt, darum Kerzen und Rosen
von picture alliance / ZUMAPRESS.com / Ukraine Presidency/Ukrainian Pre
 

Die Augen des Hungers. Hungersnot und Erinnerung in der Ukraine und Kasachstan

Am 31. Mai gedenkt man in Kasachstan der Opfer der Hungersnot und der politischen Repressionen unter sowjetischer Herrschaft. Doch außerhalb des Landes ist dieser Gedenktag kaum bekannt. Hera Shokohi vergleicht die kasachstanische und ukrainische Erinnerungskultur und findet dabei Antworten auf die Frage, warum die Hungersnot in Kasachstan in Vergessenheit geraten ist.


Vor 150 Jahren endete auf dem Gothaer Parteitag eine langjährige Konfrontation zweier sozialdemokratischer Arbeiterbewegungen. Jürgen Schmidt beschreibt die teils handgreiflichen Auseinandersetzungen und die für den späteren Erfolg der SPD wichtige inhaltliche Fokussierung hier.

Kürzlich haben wir die Erschließung des Bestands der Grundwertekommission beim SPD-Parteivorstand abgeschlossen. In unserem Blogbeitrag geben wir nicht nur einen Überblick über die Arbeit der Kommission und ihrer Bedeutung, sondern erklären auch, wie der Bestand genutzt werden kann.

Weitere Blogbeiträge finden Sie hier.


Frau mit Kind gehen über die Straße. Vor einem zerstörten Gebäude hängt ein Plakat, das an das 10-jährige Jubiläum der NATO erinnert.
von J. H. Darchinger / FES | 6/FJHD003225
 

Die NATO – eine sozialdemokratische Idee?

Wie sozialdemokratisch ist die NATO? Stefan Müller blickt zurück auf die Gründung und die ersten Jahre des Verteidigungsbündnisses. Dabei zeigen sich sowohl überraschende Ursprünge als auch ungewohnte Allianzen.


Carl Severing sitzt an einem Schreibtisch und telefoniert.
von Unbekannt | 6/FOTA009099
 

Carl Severing (1875-1952): Kämpfer für eine standhafte Demokratie

Am 1. Juni wäre Carl Severing 150 Jahre alt geworden. Wir widmen dem aus einfachen Verhältnissen zum preußischen Innenminister und später Reichsinnenminister aufgestiegenem Westfalen eine eigene Seite.


Veranstaltungen des Archivs der sozialen Demokratie


Menschenmenge in Paris, die den ankommenden französischen Soldaten nach dem Sieg über Deutschland zujubeln
von Wiki Commons
 

Did the war ever end? A transnational conversation about 1945

Gemeinsam mit dem Prager Büro der FES veranstalten wir am 15. Juli um 13:30 Uhr im Rahmen der 9. Konferenz der Memory Studies Association in Prag eine Podiumsdiskussion über das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Die Historiker_innen Raphael Utz und Hanna Kubatova diskutieren mit der Aktivistin und Kuratorin Aleksandra Janus über Verbrechen und Zerstörungen des Weltkriegs und der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft, welche die europäischen Nachkriegsgesellschaften unterschiedlich geprägt haben und noch heute prägen.

Interessierte können sich per Mail an pragueconference@memorystudiesassociation.org anmelden.


Demonstration für Mitbestimmung in der Wirtschaft
von Unbekannt | 6/FOTB007833
 

Wirtschaftsdemokratie. Machtkonflikte um Demokratie und Arbeit nach 1945

Am 17. September veranstalten wir im Rahmen des Historikertags mit der Hans-Böckler-Stiftung eine Podiumsdiskussion mit Keynote von Stefan Berger. Wirtschaftsdemokratie gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den zentralen gewerkschaftlichen Konzepten, um die Macht der Unternehmer_innen einzugrenzen und war bis in konservative Kreise hinein mehrheitsfähig. Für viele gilt sie nicht nur als Garant des wirtschaftlichen Erfolgs der Bundesrepublik. Wir diskutieren, inwieweit die Ausweitung der Einflusszonen von Gewerkschaften zur gesellschaftlichen Stabilität beitrugen und – angesichts der Bedrohung für die Demokratie – beitragen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung. Wir bitten um Anmeldung per Mail an public.history@fes.de.


Veranstaltungen der FES zu historischen Themen


Friedrich Ebert und die Verteidigung der Demokratie: Damals und heute

Dikussion mit u.a. Kurt Beck, Ronja Endres und Bernhard Stiedl am Freitag, 4. Juli 2025 um 17 Uhr in der Lutherschule in Coburg. Die Verastaltung findet im Rahmen der Pop-Up-Lounge-Tour der FES statt. In Coburg steht die Pop-Up-Lounge bis zum 5. Juli.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist unter diesem Link möglich.


Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen. Ausstellung in München

Die Ausstellung setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 1999 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe im November 2011 auseinander. Sie wurde von Birgit Mayr 2012 bis 2013 entwickelt und 2021 aktualisiert. Die Kuratorin bietet am Donnerstag 17.07.2025 von 11.00-12.30 Uhr eine Einführung für Schulklassen an. Vom 08.07.-15.07. und vom 18.07.-31.07.2025 ist die Ausstellung ohne Anmeldung zu sehen.

Mehr Informationen, auch zur Anmeldung für die Einführung durch Birgit Mayr, finden Sie hier.


Die Unbeugsamen 2 - Guten Morgen, Ihr Schönen! Filmvorführung am 15. Juli um 18 Uhr

Nach seinem Dokumentarfilm-Hit "Die Unbeugsamen" über die Politikerinnen der Bonner Republik zeichnet Regisseur Torsten Körner nun ein lebendiges Gruppenporträt ostdeutscher Frauen aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen der DDR. 15 selbstbewusste Frauen erzählen, wie auch im Land der staatlich verordneten Gleichberechtigung trotzdem das Patriarchat regierte. Der Film wird im Kino "CineMotion" in Brandenburg an der Havel gezeigt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist hier möglich.


Jugendstrafvollzug in der DDR. Sonderausstellung in Gera

Die Sonderausstellung wird mit einem Vortrag und einer Kuratorenführung durch Dr. Udo Grashoff am 15. August eröffnet. Über das Geschehen hinter den Gefängnismauern und enen Einblick in den Haftalltag im „Jugendhaus Halle“informiert die Ausstellung eindrücklich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Amthordurchgang statt. Mehr Informationen, auch zur Anmeldung, folgen in Kürze hier.

 

Alle Veranstaltungen der FES mit der Möglichkeit, diese nach Themen zu durchsuchen, finden Sie hier.


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