FES | Forum Politik und Gesellschaft | Veranstaltungen aktuell

Aktuelle Veranstaltungen

3. Gender Studies Tagung von DIW und FES:

Arbeit 4.0 - Blind Spot Gender

22.09.2016, Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, Berlin

Die Diskussion um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt ist in vollem Gange. Die Geschlechterperspektive bleibt allerdings meist noch ausgeklammert, ein "Blind Spot". Dabei ist es immens wichtig, die Auswirkungen der Digitalisierung auch in Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter zu analysieren. Ein Beispiel: Bereits heute verdienen Frauen - bezogen auf den durchschnittlichen Bruttostundenlohn - gut ein Fünftel weniger als Männer. Dass diese Lohnungerechtigkeit durch die Digitalisierung abnimmt, ist keinesfalls selbstverständlich. Studien belegen, dass die Lohnlücke bspw. in der Berliner Startup-Szene noch höher ausfällt.

Durch die Digitalisierung sind nicht nur (männlich geprägte) Industriezweige betroffen - Stichwort: Industrie 4.0 -, sondern auch weiblich dominierte Branchen. Plattformen wie Helpling und andere verändern beispielsweise die Arbeitsverhältnisse im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig wandeln sich Unternehmensstrukturen und -kulturen, wodurch Geschlechterklischees in der Arbeitswelt aufgebrochen werden könnten.

Wir wollen im Rahmen der 3. Gender Studies Tagung von DIW Berlin und Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) die Diskussionen über die geschlechterpolitischen Herausforderungen der Digitalisierung anstoßen und Impulse für die weitere Debatte setzen. Wir gehen unter anderem den Fragen nach: Inwiefern reproduzieren neue Wirtschaftsformen die Geschlechterverhältnisse? Wie wirken sie sich auf die gesellschaftliche Ungleichheit aus? Und: Unter welchen Bedingungen eröffnen sich Chancen, Stereotype zu durchbrechen und mehr Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen?

Für ein detailliertes Programm und die Online-Anmeldung folgen Sie bitte diesem Link.

Eine Anmeldung per E-Mail an gendertagung-diw@fes.de ist ebenfalls möglich

Ansprechpartner_innen

Jonathan Menge

Doreen Mitzlaff

Frauen nur als Deko - Sexismus in den Medien

28.09.2016, Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28, Berlin

Die Werbeindustrie, Print- und Onlinemedien stehen immer häufiger in der Kritik, sexistische Inhalte zu verbreiten. Wenig Vielfalt und limitierte Geschlechterrollen sind das Ergebnis.

Am 28. September 2016 wollen wir der Sache auf den Grund gehen: Welche Strukturen führen dazu, dass Medienschaffende an Stereotypen festhalten? Wie geht es anders und was können gute Beispiele bewirken? Wir möchten Sie einladen mit uns zu diskutieren und in einen Austausch darüber zu treten, wie wir uns eine gerechte Medienlandschaft in der Zukunft vorstellen.

Für ein detailliertes Programm und die Online-Anmeldung folgen Sie bitte diesem Link.

Ansprechpartner_innen

Sarah Vespermann

Doreen Mitzlaff

Feminismus in der islamischen Welt

05.10.2016, Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, Berlin

Die Anfänge des Arabischen Frühlings vor mehr als fünf Jahren und die darauffolgenden Ereignisse haben das Leben in den
Ländern Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens verändert – politisch, wirtschaftlich und geostrategisch. Revolutionäre Momente waren von Beginn an auch durch die Präsenz von Frauen geprägt, die als Akteurinnen im politischen Kampf sichtbar wurden. Viele von ihnen forderten mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit – und engagieren sich für die Rechte von Frauen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts treten Feministinnen in islamischen Ländern für ihre Themen ein. Nun hat der Arabische Frühling durch eine neue Generation von Aktivistinnen eine Weiterentwicklung feministischer Forderungen eingeleitet.
Am 5. Oktober 2016 möchten wir gemeinsam mit Frauen aus Ägypten, Jordanien, Palästina und Tunesien generationenübergreifend über Erfahrungen und Zukunftsvisionen feministischer Ausprägungen in der islamischen Welt diskutieren. Welche Entwicklungen gibt es in den Ländern? Und wie hat der Arabische Frühling die Debatten beeinflusst und verändert?
Nachdem wir im Februar und Mai 2016 den Blick nach Deutschland, Belgien, Frankreich und in die USA gerichtet haben, wollen wir den Austausch mit Vertreterinnen aus dem arabischen Raum fortführen. Wir laden Sie sehr herzlich dazu ein.

Für ein detailliertes Programm und die Online-Anmeldung folgen Sie bitte diesem Link.

Ansprechpartner_innen

Dr. Friederike Stolleis (Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika)

Dr. Dietmar Molthagen (Forum Berlin)

Sarah Vespermann (Forum Politik und Gesellschaft)

Organisation:

Constanze Yakar (Forum Berlin)

Angebote für Schulklassen und Schülervertreter_innen 2016

Broschüre zum Download: Lehrer_innenbrief 2016 (2. Halbjahr)

Ansprechpartner_innen:

Yvonne Lehmann

Florian Dähne

Nilüfer Gülcin

Sarah-Lisa Lorenz

Inter...Was? - Praxisworkshop

Diskriminierung erkennen, Widerstand verstehen und eigenes Handeln verändern

26. - 27.11.2016, Berlin

Wer profitiert von bestehenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und wer nicht? Wer ist in Öffentlichkeit und in den
Medien sichtbar? Und wer wird unsichtbar gemacht? Wer hat Zugang zu wichtigen Institutionen und wer nicht? Intersektionalität klingt nicht nur kompliziert, sondern beschreibt auch ein komplexes Phänomen: Weil Menschen und ihre Identitäten vielschichtig und mitunter widersprüchlich sind, sind auch ihre Diskriminierungserfahrungen ganz unterschiedlich. Intersektionalität richtet den Blick auf das Zusammenwirken verschiedener Formen von Diskriminierung und erfordert – im Sinne der Schwarzen Frauenbewegung – die Unterschiedlichkeit von Identitäten und die damit zusammenhängenden Machtverhältnisse anzuerkennen.
Doch Intersektionalität bedeutet nicht nur die Addierung von verschiedenen Diskriminierungen. Menschen werden aufgrund ihrer (vermeintlichen) Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen sowohl benachteiligt, als auch bevorzugt. Kimberlé Crenshaws Konzept der Intersektionalität bietet die Möglichkeit, die Komplexität und Dynamik menschlicher Interaktionen abzubilden. Rassismus, Sexismus und Klassismus bilden dabei lediglich drei Formen der Diskriminierung neben anderen, die sich alle gegenseitig beeinflussen und verstärken. Der Workshop nimmt vor allem diese drei Diskriminierungsachsen in den Blick und eröffnet den Teilnehmer_innen einen Raum zur Reflexion der eigenen Identität und der Strukturen (in der Gesellschaft, der Arbeitswelt, der Politik etc.), die Diskriminierung befördern bzw. abbauen. Der Workshop richtet sich an Personen, die ihr (Arbeits-)Umfeld aktiv mitgestalten und dazu beitragen möchten, Diskriminierung abzubauen. Methodisch kommen verschiedene Elemente zum Einsatz: u. a. Biografiearbeit, kreatives Schreiben, Filmanalysen und Achtsamkeitsübungen.

Das Anmeldeverfahren wird ab Oktober hier freigeschaltet.

Ansprechpartner_innen

Sarah Vespermann

Birte Gerstenkorn


web-Redaktion:  BG