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Inter...Was? - Praxisworkshop

Diskriminierung erkennen, Widerstand verstehen und eigenes Handeln verändern

10.09.-11.09.2016

Wer profitiert von bestehenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und wer nicht? Wer ist in Öffentlichkeit und in den
Medien sichtbar? Und wer wird unsichtbar gemacht? Wer hat Zugang zu wichtigen Institutionen und wer nicht? Intersektionalität klingt nicht nur kompliziert, sondern beschreibt auch ein komplexes Phänomen: Weil Menschen und ihre Identitäten vielschichtig und mitunter widersprüchlich sind, sind auch ihre Diskriminierungserfahrungen ganz unterschiedlich. Intersektionalität richtet den Blick auf das Zusammenwirken verschiedener Formen von Diskriminierung und erfordert – im Sinne der Schwarzen Frauenbewegung – die Unterschiedlichkeit von Identitäten und die damit zusammenhängenden Machtverhältnisse anzuerkennen.
Doch Intersektionalität bedeutet nicht nur die Addierung von verschiedenen Diskriminierungen. Menschen werden aufgrund ihrer (vermeintlichen) Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen sowohl benachteiligt, als auch bevorzugt. Kimberlé Crenshaws Konzept der Intersektionalität bietet die Möglichkeit, die Komplexität und Dynamik menschlicher Interaktionen abzubilden. Rassismus, Sexismus und Klassismus bilden dabei lediglich drei Formen der Diskriminierung neben anderen, die sich alle gegenseitig beeinflussen und verstärken. Der Workshop nimmt vor allem diese drei Diskriminierungsachsen in den Blick und eröffnet den Teilnehmer_innen einen Raum zur Reflexion der eigenen Identität und der Strukturen (in der Gesellschaft, der Arbeitswelt, der Politik etc.), die Diskriminierung befördern bzw. abbauen. Der Workshop richtet sich an Personen, die ihr (Arbeits-)Umfeld aktiv mitgestalten und dazu beitragen möchten, Diskriminierung abzubauen. Methodisch kommen verschiedene Elemente zum Einsatz: u. a. Biografiearbeit, kreatives Schreiben, Filmanalysen und Achtsamkeitsübungen.

Ansprechpartnerin:

Birte Gerstenkorn

 

3. Gender Studies Tagung von DIW und FES:

Arbeit 4.0 - Blind Spot Gender

22.09.2016, FES Berlin

Die Diskussion um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt ist in vollem Gange. Die Geschlechterperspektive bleibt allerdings meist noch ausgeklammert, ein "Blind Spot". Dabei ist es immens wichtig, die Auswirkungen der Digitalisierung auch in Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter zu analysieren. Ein Beispiel: Bereits heute verdienen Frauen - bezogen auf den durchschnittlichen Bruttostundenlohn - gut ein Fünftel weniger als Männer. Dass diese Lohnungerechtigkeit durch die Digitalisierung abnimmt, ist keinesfalls selbstverständlich. Studien belegen, dass die Lohnlücke bspw. in der Berliner Startup-Szene noch höher ausfällt.

Durch die Digitalisierung sind nicht nur (männlich geprägte) Industriezweige betroffen - Stichwort: Industrie 4.0 -, sondern auch weiblich dominierte Branchen. Plattformen wie Helpling und andere verändern beispielsweise die Arbeitsverhältnisse im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig wandeln sich Unternehmensstrukturen und -kulturen, wodurch Geschlechterklischees in der Arbeitswelt aufgebrochen werden könnten.

Wir wollen im Rahmen der 3. Gender Studies Tagung von DIW Berlin und Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) die Diskussionen über die geschlechterpolitischen Herausforderungen der Digitalisierung anstoßen und Impulse für die weitere Debatte setzen. Wir gehen unter anderem den Fragen nach: Inwiefern reproduzieren neue Wirtschaftsformen die Geschlechterverhältnisse? Wie wirken sie sich auf die gesellschaftliche Ungleichheit aus? Und: Unter welchen Bedingungen eröffnen sich Chancen, Stereotype zu durchbrechen und mehr Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen?

Ein detailliertes Programm sowie ein Anmeldelink folgen in Kürze.

Ansprechpartnerin

Doreen Mitzlaff

   

Angebote für Schulklassen und Schülervertreter_innen 2016

Broschüre zum Download: Lehrer_innenbrief 2016

Ansprechpartner_innen:

Yvonne Lehmann

Florian Dähne

Nilüfer Gülcin

Sarah-Lisa Lorenz


web-Redaktion:  BG