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Veranstaltungsnummer: 290516 – als .ics herunterladen
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Wirtschaftliche Strukturen sind eng mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Teilhabe und nachhaltiger Entwicklung verbunden. Gleichzeitig bleiben zentrale Aspekte wie Sorgearbeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit sowie alternative Wirtschaftsmodelle in politischen und wirtschaftlichen Debatten oft unterbelichtet. Doch wie können Märkte und Wirtschaftsbeziehungen gerechter gestaltet werden? Anhand von Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis sowie Beispielen aus Lateinamerika diskutieren wir, welche Ansätze zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltigem Wirtschaften beitragen können und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Referentinnen: Prof. Daniela Gottschlich ist Professorin für Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis nachhaltiger Entwicklung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Politischen Ökologie, Feministischen Ökonomik sowie der Verbindung von sozialer und ökologischer Gerechtigkeit und der Stärkung neuer Wirtschaftsmodelle. Sarah Herold ist Projektleiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Chile und arbeitet seit vielen Jahren zu feministischer Wirtschafts- und Fiskalpolitik sowie Care-Arbeit in Lateinamerika und koordiniert hierzu regionale Projekte, Forschungsarbeiten und Netzwerke. In ihrem Vortrag gibt sie Einblicke in aktuelle politische Entwicklungen und erfolgreiche Praxisbeispiele aus der Region. Moderation: Dr. Friederike Beier ist Politikwissenschaftler*in und wissenschaftliche Mitarbeiter*in (Postdoc) am Margherita-von-Brentano Zentrum für Geschlechterforschung. Zuständigkeiten sind die Forschungskoordination der Geschlechterforschung der FU Berlin und die Koordination des Masterstudiengangs Gender, Intersektionalität und Politik. Friederike Beier habilitiert zu Theorien und Politiken der Zeit aus einer intersektionaler Geschlechterperspektive.Weitere Termine der Reihe: Mittwoch, 4.11.2026, 16:30-18:00 UhrGleichberechtigung unter Druck – Globale Entwicklungen und ihre FolgenDonnerstag, 19.11.2026, 12:00-13:30 UhrFrauen, Frieden, Sicherheit: Die UN-Resolution 1325 und die Bedeutung von Geschlechterperspektiven in Krisen und KriegenDie Online-Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global rückt globale Entwicklungen in den Fokus, die eines deutlich machen: Geschlechtergerechtigkeit ist kein Randthema, sondern eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, Frieden und wirtschaftliche Stabilität. Auch der aktuelle Reformplan des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bekräftigt die feministische Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik. Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung wurden und werden vielerorts durch das Engagement von Frauen, feministischen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erkämpft. Gleichzeitig geraten diese Errungenschaften weltweit durch zunehmende antifeministische und autoritäre Gegenbewegungen unter Druck.In drei Online-Veranstaltungen beleuchten wir Machtverhältnisse und Verantwortlichkeiten in unterschiedlichen Handlungsfeldern: von globalen Wirtschaftsstrukturen über den Zugang zu sexuellen und reproduktiven Rechten bis hin zu sicherheitspolitischen Fragen und Friedensprozessen in Konfliktregionen. Die Reihe verbindet Impulse aus Wissenschaft und Praxis mit moderierten Gesprächen und eröffnet Raum für neue Perspektiven. Welche Hebel stehen für mehr globale Gerechtigkeit zur Verfügung? Wie greifen Entwicklungs-, Gesundheits- und Sicherheitspolitik ineinander? Und was braucht es, damit Geschlechtergerechtigkeit nicht nur politisches Leitbild bleibt, sondern gelebte Realität wird?
Tuesday, 20 October 202618:00 to 19:30
Registration open to Tuesday, 20 October 2026
Attendance fee keine
digital
Nicola Roth nicola.roth@fes.de
Contact address
Friedrich-Ebert-StiftungLandesbüro Baden-Württemberg Werastr. 2470182 StuttgartTel. 0711-248394-40www.fes.de/landesbuero-bawue