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Vor 65 Jahren, am 30.10.1961, wurde das deutsch-türkische Anwerbeabkommen beschlossen. Als zeitlich begrenzte Anwerbung von Arbeitskräften gedacht, veränderte das Abkommen die Berliner Stadtgesellschaft und die deutsche Bevölkerung nachhaltig. Im Zuge des Abkommens kamen über 800.000 Menschen nach Deutschland; in Berlin intensivierte sich der Zuzug ab 1968. Die Menschen arbeiteten hier, gründeten Familien und bauten sich ein neues Leben auf. Ihre Geschichten und Erfahrungen haben Deutschland und Berlin geprägt und sind fester Teil unserer Geschichte.65 Jahre später möchten wir diese Geschichte aus der Perspektive der Menschen nachvollziehen, die sie erlebt und mitgestaltet haben. Im Mittelpunkt stehen ihre Erfahrungen und Erinnerungen sowie die Frage, wie diese sich über die Generationen hinweg verändert haben. Was bedeutete das Ankommen für die erste Generation der hierher Gezogenen? Wie haben ihre Kinder und Enkel Deutschland, Berlin und ihre Zugehörigkeit zur Gesellschaft erlebt?Der Blick in die Vergangenheit eröffnet eine Perspektive auf die heutige Gesellschaft und die Zukunft. Welche gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen haben Integration verhindert oder ermöglicht, und wo bestehen bis heute Barrieren? Was können wir aus den Erfahrungen vergangener Generationen mitnehmen? Was ist in Berlin gut gelungen, wo muss die Stadt bei der Integration besser werden? Wie gestalten wir eine Stadt, in der der Gemeinsinn zählt und in der alle gleichberechtigter Teil der Gesellschaft sind?Im Rahmen eines bunten Programms aus Erinnerungen, Gesang und Gesprächen diskutieren Barbara John, ehemalige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats und Ehrenvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, Suat Özkan, Generalsekretär der Türkischen Gemeinde zu Berlin (TGB) und Initiator des Deutschen Museums für Immigration, Stefan Zeppenfeld, Historiker und Ilke Gökdemir, wissenschaftliche Mitarbeiterin FES Büro Istanbul.Programm 17.30 UhrEinlass & Ankommen18.00 UhrEröffnung & BegrüßungSuat Özkan, Generalsekretär der TGBChristian Testorf, Landesbüro Berlin der FES18.10 UhrImpuls von Siebrand Rehberg, Fotograf18.15 UhrZeitzeugengespräch18.25 UhrImpuls: Migrantische Lebens- und Arbeitswelten in Berlin Stefan Zeppenfeld, Historiker, Ruhr-Universität Bochum 18.35 UhrGesang Zeynep Avci, Sängerin 18.40 UhrPodiumsgespräch: Ankommen und Bleiben im Lauf der ZeitBarbara John, ehemalige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Ehrenvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands BerlinSuat ÖzkanStefan ZeppenfeldIlke Gökdemir, wissenschaftliche Mitarbeiterin FES Büro Istanbul19.30 UhrBlick nach vorn: Das Deutsche Museum für Immigration 19.40 UhrBleibt Berlin die Stadt des Ankommens und Bleibens? Gespräch mit Sevim Aydin, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Initiatorin für ein Gast- und Vertragsarbeiterdenkmal in Berlin19.50 UhrGesang Zeynep Avci, Sängerin20.00 UhrNetworking20.30 UhrFührung durch die Fotoausstellung durch Siebrand Rehberg21.15 UhrFührung durch die Fotoausstellung durch Siebrand Rehberg22.00 UhrEndeGesamtmoderation: Ebru Tasdemir, Journalistin
Thursday, 5 November 202617:30 to 22:00
Registration open to Thursday, 5 November 2026
Attendance fee free of charge
Hiroshimastraße 2810785 Berlin
Cagava, Sofjana Sofjana.Cagava@fes.de
Contact address
Friedrich-Ebert-StiftungLandesbüro BerlinNürnberger Straße 4910789 Berlin