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Veranstaltungsnummer: 289699 – als .ics herunterladen
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Der Schriftsteller Stefan Zweig (1881-1942) beschrieb den Verlust einer alten Welt in seinem Buch "Die Welt von gestern". Im Vorwort spricht er von "vulkanischen Erschütterungen" durch das Exil. Stets ging es um existentielle Fragen.Der Vortrag von Prof. Dr. Michael Jäckel beschreibt "Exil"-Erfahrungen nicht aus der Perspektive der Literatur. Aber diese ist hilfreich, um sich ein Bild von den Verwerfungen und Herausforderungen zu machen, die mit "Wissenschaft im Exil", vor allem während der Zeit zwischen 1933 und 1945, einhergingen – hier mit einer Schwerpunktsetzung in der Soziologie. „University in Exile“ steht nicht nur für die konkrete Chance, an einer Institution gleichen Namens in den USA als Emigrant eine Wirkungsstätte zu finden, sondern vor allem für die Erfahrungen und Aneignungen einer Wissenschaftskultur, die nicht den bisherigen akademischen Werdegang bestimmte.Zur Exil-Erfahrung gehört zudem das Schwanken zwischen Bleiben und Gehen. So wirkte sich die Rückkehr an die Wirkungsstätte der Vergangenheit auch als Kompass für die Zukunft einer Disziplin aus. Das wird am Wiederaufbau der Soziologie nach 1945 gezeigt.Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel war von 2011 bis 2023 Präsident der Universität Trier. Er ist Professor für Soziologie an der Universität Trier.Dr. Gerrit Fröhlich hat an der Universität Trier im Fach Soziologie über Mediengeschichte und digitale Kulturen gelehrt und geforscht. Seit 2023 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Psychologie (ZPID).Programm18:00 Begrüßung durch Dr. Jürgen Schmidt, Karl-Marx-Haus18:05 Michael Jäckel: „University in Exile“ – (Sozial-)Wissenschaft auf der Flucht18:50 Diskussion und Gespräch mit Gerrit Fröhlich und dem Publikum
Wednesday, 17 June 202618:00 to 19:30
Registration open from Tuesday, 21 April 2026 to Wednesday, 17 June 2026
Attendance fee keine
Brückenstraße 554290 Trier
Jürgen Schmidt Juergen.Schmidt@fes.de