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gegenwärtig werden die Länge der Arbeitstage, die Zahl der Wochenstunden sowie die Lebensarbeitszeit wieder kontrovers verhandelt. Unsere neue Ausstellung Umkämpfte Zeit – Die Geschichte vom Achtstundentag beschäftigt sich historisch mit den Auseinandersetzungen um Arbeitszeit vom 19. Jahrhundert bis heute. Sie besteht aus sechs Roll-Ups und kann bei uns entliehen werden.
In einem Blogbeitrag Vom Achtstundentag zur 40-Stunden-Woche haben wir zudem Beispiele für die internationale Dimension dieser Debatte zusammengetragen und mit vielen Abbildungen illustriert. Und falls Sie tiefer in die Thematik einsteigen wollen: Im Rahmen unserer monatlichen AfS-Rezensionen haben wir im April einen wissenschaftlichen Sammelband zur Geschichte (und Aktualität) des Kampfs um Arbeitszeiten besprochen.
Wir wünschen eine anregende Lektüre und freuen uns über Rückmeldungen.
Herzliche Grüße
vom Team FEShistory
Weitere Blogbeiträge finden Sie hier.
Unsere Zeitschrift Archiv für Sozialgeschichte (AfS) veröffentlicht regelmäßig online Fachrezensionen zu Buchneuerscheinungen auf dem Gebiet der Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts.
Aus der aktuellen Folge möchten wir Sie besonders auf die Rezension des neuen Buchs von Götz Aly, „Wie konnte das geschehen?“, hinweisen. Unser Autor Michael Schneider kritisiert detailliert Alys allzu pauschale Urteile zur Geschichte der NS-Diktatur von 1933 bis 1945.
Der Literaturwissenschaftler Ibou Diop thematisiert in seinem Vortrag, wie eine Gesellschaft an verdrängte Vergangenheit erinnern kann, und zeigt, dass Erinnerung stets von Machtverhältnissen geprägt ist. Am Beispiel des Berliner Konzepts zur Kolonialgeschichte wird argumentiert, dass Kolonialismus als zentraler Bestandteil deutscher Geschichte neu gelesen werden muss.
Dieser Vortrag ist der vom AdsD organisierte Beitrag der Ringvorlesung Was uns prägt: Identité(s) en mutation des CERC an der Universität Bonn.
Das Kolloquium diskutiert aktuelle Forschungsprojekte der Labour History.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung trauert um den ehemaligen Leiter des Karl-Marx-Hauses in Trier, der am 8. März 2026 verstarb.
Im April dieses Jahres jährte sich die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zum 80. Mal. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur präsentiert aus diesem Anlass die Ausstellung „Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR“. Der Verein Volkspark Halle e.V. hat diese Posterausstellung in sein geschichtsträchtiges Haus geholt. Wir wollen wir mit Ihnen die Ausstellung eröffnen und ins Gespräch kommen: Welche Erinnerungen verbinden Sie mit der SED, welche Widersprüche im Leben der DDR haben Sie erlebt und was können wir für die aktuelle politische Situation in Sachsen-Anhalt aus der Geschichte lernen?
Georg-August Zinn war von 1950 bis 1969 Ministerpräsident in Hessen. Er prägte das Bundesland wie kaum ein anderer. Der Wiederaufbau der kriegszerrütteten Region und die Integration von Vertriebenen und Flüchtlingen waren Mammutaufgaben, derer sich der Sozialdemokrat und einer der „Väter“ des Grundgesetzes annahm – und die er bewältigte. Das Jahr 2026 markiert gleich mehrere Jubiläen, die Anlass geben, an Zinn zu erinnern. Seinen 125. Geburtstag, seinen 50. Todestag und den 75. Jahrestag des Beginns seiner Amtszeit als Ministerpräsident im Januar 1951. Grund genug, ihn als herausragende Persönlichkeit der hessischen Geschichte und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Wiesbaden zu würdigen.
Am 18. Mai 2026 jährt sich der 150. Geburtstag von Hermann Müller, dem letzten Reichskanzler der Weimarer Republik, der noch mit einer parlamentarischen Mehrheit regierte. Müller stand für den Versuch, Demokratie durch Ausgleich und Kompromiss zu stabilisieren. Doch er verlor in einem entscheidenden Augenblick die Rückendeckung seiner eigenen Partei. Prof. Dr. Walter Mühlhausen, ehemaliger Geschäftsführer der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert Gedenkstätte Heidelberg, präsentiert sein Leben in einem Vortrag.