FEShistory - Newsletter des Archivs der sozialen Demokratie (AdsD) Oktober 2025

 
 
 
 
Zeichnung einer Versammlung, bei der Menschen miteinander diskutieren
von AdsD | Frauenversammlung in einem Lokal vor 1900

%Anrede%,

am 28. Oktober geht es um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Dieser wurde nach dem Nationalsozialismus von den westlichen Alliierten gegründet, um die freie Meinungsbildung abzusichern und die demokratische Entwicklung zu fördern. Wir blicken in einer Buchpräsentation auf seine Geschichte und auf aktuelle Herausforderungen.

Regine Hildebrandt, die „Mutter Courage des Ostens", gehörte zu den beliebtesten SPD-Politikerinnen nach der Wiedervereinigung. Ihr Nachlass im AdsD steht nun der Forschung zur Verfügung und wird in einem Blogbeitrag dargestellt.

Auch erscheint in diesem Monat der neueste Band des Archivs für Sozialgeschichte unter dem Titel: Partizipation und Repräsentation. Eine demokratische Liebesgeschichte?

Weiterhin möchten wir Sie auf den Call for Papers zum Thema „Gewerkschaften, die extreme Rechte und der Kampf um die Arbeiterklasse. Perspektiven aus Europa und Nordamerika seit 1945" aufmerksam machen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Herzliche Grüße
vom Team FEShistory


Neue Publikationen


Zeichnung einer Versammlung, bei der Menschen miteinander diskutieren
von AdsD | Frauenversammlung in einem Lokal vor 1900
 

Archiv für Sozialgeschichte, Band 65: Partizipation und Repräsentation. Eine demokratische Liebesgeschichte?

Vor dem Hintergrund der Kontroversen über Zustand und Zukunftsfähigkeit der Demokratie analysieren die Beiträge das Spannungsverhältnis zwischen Partizipation und Repräsentation im 19. und 20. Jahrhundert. Inwiefern unterschied sich demokratische Beteiligung von Formen der Delegation und Einbeziehung in autoritären Gesellschaften und Monarchien? Wie wandelten sich Selbstverständnis, Regierungspraxis und Legitimation der gewählten Gremien? Welche sozialen Schichten partizipierten in besonderem Maße, wer wurde ausgeschlossen?

Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.): Partizipation und Repräsentation. Eine demokratische Liebesgeschichte? (Archiv für Sozialgeschichte, Bd. 65), Bonn 2025, 624 Seiten, ISBN: 978-3-8012-4301-2.

Hier erfahren Sie mehr.


Logo des AfS
von AfS / FES
 

Rezensionen des Archivs für Sozialgeschichte

Unsere Zeitschrift Archiv für Sozialgeschichte (AfS) veröffentlicht regelmäßig online Fachrezensionen zu Buchneuerscheinungen auf dem Gebiet der Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts. Alle Rezensionen stehen Ihnen auf unserer Webseite kostenlos zur Verfügung.

Aus der aktuellen Folge möchten wir Sie besonders auf die Doppelrezension von Knud Andresen zur Geschichte der Betriebsräte in Deutschland von der Weimarer Republik bis heute hinweisen. Die Besprechung zeigt eindrücklich die Erfolgsbilanz der institutionalisierten Mitbestimmung, weist aber auch auf ihre heutige Gefährdung hin. Insgesamt, so resümiert Andresen, sei „eine umfassende Demokratisierung von Arbeitsbeziehungen weiterhin unabgegolten“. Die Besprechung finden Sie hier.


Neues aus dem Blog #feshistory


Otto Hörsing hält eine Rede bei einer Versammlung des Reichsbanners
von AdsD | 6/FOTA016122
 

Otto Hörsing: Ein Sozialdemokrat im Kampf für die Weimarer Republik

Der Sozialdemokrat Otto Hörsing gründete 1924 das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, das sich binnen kurzer Zeit zur größten der SPD nahestehenden Massenorganisation entwickelte. Benjamin Zieman geht der Frage nach, warum Hörsing heute dennoch weitgehend vergessen ist.


Denkmal zu Ehren des Aktes der Vereinigung der Ukrainischen Volksrepublik und der Westukrainischen Volksrepublik am 22. Januar 1919 (Dnipro), 2017
von Yuri I. SMOLA lizenziert unter CC BY-SA 4.0
 

Revolution in der Westukraine 1918: Eine demokratische Republik zwischen aufmarschierenden Armeen

In Fortsetzung eines früheren Beitrags über die Ukrainische Volksrepublik 1917-21 befasst sich Vladislav Starodubtsev in diesem Blogbeitrag mit der Revolution in der Westukraine.


Porträt Regine Hildebrandt
von J.H. Darchinger / FES
 

Zeitreise in die deutsche Wiedervereinigung: Regine Hildebrandts Nachlass im AdsD

Sie war eine der beliebtesten SPD-Politikerinnen, die „Mutter Courage des Ostens“. Nun konnte ihr Nachlass für Forschung und interessierte Öffentlichkeit erschlossen werden.


Weitere Blogbeiträge finden Sie hier.


Veranstaltungen des Archivs der sozialen Demokratie


Zerstreute Papiere fliegen aus den Fenstern des Leipziger Gewerkschaftshauses
von AdsD | 6/FOTB015309
 

Provenienzforschung und Arbeiterbewegungsgeschichte

Seit 2020 untersucht die Bibliothek im Archiv der sozialen Demokratie ihren sog. Gründungsbestand systematisch auf NS-Raubgut. In einer Tagung am 15. und 16. Oktober in Bonn stellen wir die Forschungsergebnisse vor und diskutieren, auch im Rahmen einer Abendveranstaltung mit Podiumsdiskussion, über die gesellschaftspolitische Relevanz von Provenienzforschung und Restitutionen sowie aktuelle Herausforderungen im Kulturgutschutz.


Cover der Publikation mit einer verschwommen dargestellten Person
von C.H. Beck
 

„Sendestörung" im öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Buchvorstellung und Gespräch über eine kritische Infrastruktur

Am 28. Oktober stellt Karsten Rudolph in Bonn sein Buch zur Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor. Wir diskutieren mit ihm, Tom Buhrow und Ellen Heinrichs über Krise, Stärken und Perspektiven des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.


Zeichnerische dargestellte Arbeit von Menschen mit verschiedenen Ideen
von HBS
 

Kopfarbeit. Geschichtliche Blicke auf die „andere Seite" der Arbeit

Am 13. und 14. November findet die nächste Tagung in der Reihe Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte in Düsseldorf statt. Wir fragen danach, was Kopfarbeit war und wie sie die Geschichte der Arbeit in der Industriemoderne prägte. Welche Ideen, Erfahrungen und Erwartungen verbanden sich mit dem Konzept und welches Selbstverständnis ihrer Tätigkeit artikulierten Kopfarbeiter_innen im historischen Wandel der Arbeitswelt?


Veranstaltungen der FES zu historischen Themen


Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust - 3. November Dresden

Es existieren unzählige Berichte über aktives Handeln, über Selbsthilfe, Rettung und Widerstand. Wahrgenommen aber werden die wenigsten dieser kleinen und großen Heldentaten. Deshalb nimmt Dr. Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien Touro University Berlin, in seinem neuesten Buch die Geschichte des jüdischen Widerstands in den Blick. Er stellt sein Buch vor und diskutiert mit Dr. Gunda Ulbricht im Zentralwerk Dresden.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist unter diesem Link möglich.


Zeugin ihrer Zeit. Online-Gespräch für Schulklassen mit Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch - 20. November

Charlotte Knobloch war sechs Jahre alt, als sie die Pogromnacht 1938 miterlebte. Den Holocaust überlebte sie unter falschem Namen bei der Familie einer ehemaligen Hausangestellten ihres Onkels. Nach dem Krieg blieb Charlotte Knobloch in Deutschland. Seit 1985 ist sie die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und von 2006 bis 2010 war sie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Moderiert wird das Gespräch von Simone Reperger, Leiterin der FES Bayern.

Sie sind herzlich eingeladen, bereits vorab Fragen Ihrer Schüler_innen zu sammeln und bis zum 12.11.2025 an heike.stuckert(at)fes.de zu schicken. Einen Leitfaden zur Unterrichtsvorbereitung und weitere Zeitzeug_innengespräche finden Sie unter Zeitzeug_innengespräche.

Mehr Informationen, auch zur Anmeldung, finden Sie hier.

 

Alle Veranstaltungen der FES mit der Möglichkeit, diese nach Themen zu durchsuchen, finden Sie hier.



Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an public.history@fes.de.