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am 3. Februar wäre Hans-Jochen Vogel 100 Jahre alt geworden. Als junger Oberbürgermeister holte er die Olympischen Spiele nach München und ebnete München den Weg zu einer modernen europäischen Metropole. Später prägte er in zahlreichen Ämtern und Funktionen, darunter als Bundesjustizminister sowie als Partei- und Fraktionsvorsitzender der SPD, die Geschichte und Entwicklung Deutschlands und der Sozialdemokratie entscheidend mit. Martin Schulz würdigt Vogel in einer Videobotschaft.
Der fast vergessene sozialdemokratische Jurist Georg Flatow schuf mit dem Betriebsrätegesetz 1920 die rechtlichen Grundlagen für die Arbeitnehmermitbestimmung und förderte mit seinem Kommentar die Durchsetzung der Betriebsdemokratie in der Praxis. Unsere jüngst erschienene Publikation zeichnet durch intensive Quellenrecherchen seine Herkunft, Sozialisation und sein arbeitsrechtliches Wirken, das mit dem Nationalsozialismus jäh endete, nach.
Weiterhin möchten wir Sie auf zahlreiche interessante Veranstaltungen und unsere Rezensionen sowie Blogbeiträge aufmerksam machen.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!
Herzliche Grüße
vom Team FEShistory
Weitere Blogbeiträge finden Sie hier.
Extraführungen im Archiv der sozialen Demokratie
Am Tag der Archive (6. März) und am Tag der Demokratie (18. März) bietet das AdsD thematische Führungen. Der Tag der Archive steht unter dem Motto „Alte Heimat, neue Heimat“ und in der Führung geht es um Menschen, die wegen ihrer demokratischen Überzeugungen verfolgt wurden und fliehen mussten – und trotzdem nicht aufgegeben haben. Am Tag der Demokratiegeschichte zeigen wir anhand von Originaldokumenten der Arbeiter:innenbewegung, wie für demokratische Rechte, soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung gestritten wurde. Bei Interesse melden Sie sich hier an.
Am 26./27. März 2026 ist die Universität Halle Gastgeberin des diesjährigen Netzwerktreffens Oral History. Das Netzwerk bringt Forschende und Interessierte zusammen, um aktuelle Ansätze, Methoden und Themen der Oral History zu diskutieren. Seit 2014 organisiert die FES das Netzwerk gemeinsam mit der Werkstatt der Erinnerung an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.
Der Autor viel beachteter Bücher und langjährige Feuilletonredakteur der “SZ” Jens Bisky erzählt, wie die Weimarer Republik in einem Wirbel aus Not und Erbitterung zerstört wurde. Es kommen Politiker:innen und Journalist:innen der Zeit zu Wort, erschöpfte Sozialdemokrat:innen, ratlose Liberale, nationalistische Desperados, Literat:innen, Jurist:innen, Offiziere. Wie nahmen sie die Situation wahr? Welche Möglichkeiten hatten sie? – Das große Panorama einer extremen Zeit, die noch immer ihre Schatten auf die Gegenwart wirft.
Der DEFA-Film aus dem Jahr 1982 handelt von der Rivalität zwischen dem illusionslosen und affirmativ schreibendem Professor Menzel und dem träumerischen Landlehrer und Freizeitforscher Pötsch. Regisseur Roland Gräf thematisiert Autoritäten, prangert Opportunismus und politische Manipulation an. Der geistvoll psychologisch genau gezeichnete Film wird zur Parabel auf die DDR, in der Resignation, Unterwürfigkeit und Feigheit gegenüber den Mächtigeren zum Leben gehörten. Anschließend findet ein Gespräch mit der Schauspielerin Jutta Wachowiak und dem Schauspieler Hermann Beyer statt.
Die vielfach ausgezeichnete Historikerin, Schriftstellerin und Aktivistin Irina Scherbakowa erzählt in ihrem neuen Buch von den kurzen Jahren der Perestroika. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Ihre beeindruckenden Moskauer Erinnerungen sind dicht verwoben mit der Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und ihrem lebenslangen Kampf gegen Staatsterror und für die Erinnerung. Das an die Lesung anschließende Gespräch wird von Margarete von Schwarzkopf moderiert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Erfurter Verein Herbstlese e.V. statt.
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