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FAQs

Fragen und Antworten rund die Bewerbung

 

 

VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE BEWERBUNG

Was bedeutet gesellschaftliches Engagement im Sinne der Sozialen Demokratie?
Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) erwartet ein den Werten der Sozialen Demokratie entsprechendes Engagement, z. B. Tätigkeit als Schulsprecher_in, Mitarbeit in der Fachschaft, Jugendarbeit, Mitwirkung in Verbänden, Gewerkschaften und NGOs. Im Sinne der Sozialen Demokratie bedeutet, dass die Organisation selbst zum Umfeld der FES passt (z. B. JUSOS, SPD, Falken, Gewerkschaften) und/oder die Motivation, die Sie zu Ihrem Engagement antreibt, die Werte der Sozialen Demokratie widerspiegelt.

Muss ich SPD-Mitglied sein, um ein FES-Stipendium zu bekommen?
Nein. Wichtig ist der FES, dass Sie sich der Sozialen Demokratie verbunden fühlen und Sie ihre Werte – Gerechtigkeit, Solidarität und Freiheit – teilen.

Welchen Stellenwert hat gesellschaftspolitisches Engagement für die Bewerbung?
Einen sehr großen, sowohl bei Deutschen und Bildungsinländer_innen als auch bei ausländischen Bewerber_innen.

Was heißt eigentlich Deutsche und Bildungsinländer_innen?
Die Definition hierzu findet sich im BAFöG-Gesetz §8.

Ich habe mich noch für ein anderes Stipendium beworben. Kann ich mich bei der FES trotzdem noch für das Programm für Deutsche und Bildungsinländer_innen bewerben?
Nur in bestimmten Fällen, wenn es sich um keine Förderung aus öffentlichen Mitteln handelt, z. B. e-fellows.net und FES. Eine Doppelförderung durch zwei Begabtenförderungswerke – wie z. B. Studienstiftung und FES – ist hingegen nicht möglich. Die FES gehört zu den 13 Begabtenförderungswerken, die sich an die Richtlinien des Zuwendungsgebers, d.h. des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, halten: In den zusätzlichen Nebenbestimmungen des Ministeriums heißt es zu dieser Frage: "Die Gewährung eines Grundstipendiums [...] und eine andere Studienförderung aus öffentlichen Mitteln schließen sich gegenseitig aus. Eine Studienförderung aus Mitteln privater Träger ist als Einkommen auf das Grundstipendium anzurechnen, regelmäßig gewährte Sachmittel auf das Büchergeld [bzw. die Studienkostenpauschale]. Eine materielle Förderung nach diesen Richtlinien kann nicht erhalten, wer eine Förderung nach dem Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms (StipG) erhält." (BMBF-Richtlinie, dort 2.8) Laut diesen Bestimmungen ist eine Doppelförderung durch Deutschlandstipendium und FES-Stipendium (BMBF finanziert) möglich, wenn das Begabtenförderungswerk sich auf die rein ideelle Förderung beschränkt. Da die FES allerdings keine rein ideelle Förderung anbieten will, ist eine Doppelförderung von Deutschlandstipendium und FES-Stipendium ausgeschlossen. Sämtliche FES-Stipendienprogramme umfassen immer finanzielle Leistungen sowie die ideelle Förderung.

Was versteht die FES unter Studienanfänger_innen?

Studienanfänger_innen sind diejenigen, die zum ersten Mal in ihrem Leben ein Studium aufnehmen, d.h. sich im ersten Hochschulsemester befinden. Beginnt man z. B. ein Master-Studium ist man kein_e Studienanfänger_in mehr.  Entsprechend des FES-Gründungsauftrags fördern wir diejenigen Studienanfänger_innen, die eine finanzielle Unterstützung zur Aufnahme eines Studiums dringend benötigen. D. h., dass sich nur diejenigen bewerben können, die einen Anspruch auf den BAföG-Höchstsatz haben (nicht zu Hause wohnend 649 Euro, zu Hause wohnend 451 Euro). Studienanfänger_innen müssen zudem eine Abiturnote bzw. eine Fachhochschulreife von 2,0 oder besser mitbringen. Anders als die übrigen Bewerber_innen können sie sich mit Gutachten ihrer Lehrer_innen bewerben und müssen mit der Bewerbung keine Noten aus dem Studium einreichen. Ferner gibt es für Studienanfänger_innen terminliche Bewerbungsfristen. (Terminfristen gibt es übrigens auch für deutsche und ausländische Studierende im ersten Semester eines Master- oder Aufbaustudiums.)

Wie ermittele ich als Studienanfänger_in die Höhe meines BAföG-Anspruch und wie weise ich diesen nach?

Um die Höhe des eigenen BAföG-Satzes zu ermitteln, können Sie auf folgende Website zurückgreifen, sofern Ihnen (noch) kein BAföG-Bescheid vorliegt: BAföG-Rechner  Sie belegen der FES durch den Ausdruck des ausgefüllten BAföG-Rechners oder (falls vorhanden) eines BAföG-Bescheids Ihr voraussichtliches Vollstipendium (nicht zu Hause wohnend 649 Euro, zu Hause wohnend 451 Euro). Die endgültige Förderzusage erfolgt dann nach der Stipendienberechnung durch die FES.

Bis zu welchem Alter kann ich mich als Studienanfänger_in bewerben?
In der FES-Förderung gibt es keine feste Altersgrenze. Wir prüfen jeden Antrag individuell und orientieren uns, ähnlich dem BAföG, am jeweiligen Bildungsweg. Sie können sich auch mit über 30 Jahren bewerben, wenn Sie z. B. über den 2. oder 3. Bildungsweg zum (Fach-)Hochschulstudium gekommen sind. Für die Förderung im Programm für Studienanfänger_innen ist es wichtig, dass Sie zuvor noch nie für ein (Fach-)Hochschulstudium eingeschrieben waren. Um Ihren BAföG-Anspruch zu ermitteln (Voraussetzung für Studienanfänger_innen), klicken Sie in diesem Fall beim BAföG-Rechner bitte "elternunabhängig" an und füllen ihn weiter aus, um z. B. Vermögen anzugeben.

Gibt es generell eine Altersgrenze für Bewerber_innen?
Bewerben kann sich jede_r. Anhand der Unterlagen wird dann entschieden, ob eine Förderung infrage kommt. Bei der FES gibt es keine festgelegte Altersobergrenze. Unter den FES-Stipendiat_innen finden sich auch Personen, die älter als 30 Jahre sind (auch in der Grundförderung). Allerdings ist die FES-Studienförderung laut Richtlinien auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ausgerichtet. Es handelt sich deshalb um Einzelfallentscheidungen unsererseits.

Ich studiere über den dritten Bildungsweg (ohne Abitur). Kann ich mich auf ein FES-Stipendium bewerben?
Ja, klar. Wenn Sie bereits eine Studienplatzzusage einer Hochschule besitzen, haben Sie die wichtigste formale Grundvoraussetzung für eine Bewerbung erfüllt. Befinden Sie sich bereits im Studium, bewerben Sie sich einfach mit Ihren Studienleistungen (also ab Ende des ersten Semesters) für die Grundförderung (nicht Studienanfänger_innen).

Haben Sie Ihr Studium noch nicht oder gerade erst begonnen hat, haben wir ein besonderes Programm, die Grundförderung für Studienanfänger_innen (Fristen sind: der 31.10. im WS und der 30.4. im SoSe). Hier gibt es neben der Studienzulassung zwei weitere formale Voraussetzungen: Sie müssen Anspruch auf den BAföG-Höchstsatz haben und Ihre (Fach-)Hochschulreife muss 2,0 oder besser sein. Da Letzteres für Sie nicht greift, wenden Sie sich vor dem Versenden der Onlinebewerbung an die/den jeweiligen Mitarbeiter_in in der Bewerber_innen-Vorauswahl, so dass diese_r informiert ist und im Fall der Erfüllung der anderen Bewerbunsgvoraussetzungen das  Bewerbungsverfahren ohne Beleg über eine Hochschulreife einleitet.

Ich studiere zurzeit wieder im ersten Fachsemester; davor habe ich allerdings ein anderes Fach studiert. Ist das ein Problem?
Nein, das ist kein Problem. Bei einem Studienfachwechsel bewirbt man sich dann jedoch nicht mehr als Studienanfänger_in mit der Abiturnote, sondern mit ersten benoteten Leistungsnachweisen des dann gewählten Studiums.

Ich will mich für das Programm für Deutsche und Bildungsinländer_innen bewerben. Brauche ich einen bestimmten Notendurchschnitt?
Studienanfänger_innen, die sich im ersten Hochschulsemester bewerben, müssen ein Abitur bzw. eine Fachhochschulreife von 2,0 oder besser nachweisen. Bei Bewerbungen in späteren Semestern ist dies nicht Voraussetzung. Dann müssen erste benotete Leistungsnachweise aus dem Studium vorgelegt werden, die eine überdurchschnittliche Leistung zeigen. Überdurchschnittlich nehmen wir wörtlich und meinen damit „über dem Durchschnitt“ des jeweiligen Studienfachs.

In meinem Medizin-Studiengang gibt es keine Physikumsprüfung mehr bzw. ich erhalte schon ab dem ersten Semester benotete Leistungsnachweise. Wann kann ich mich für das Programm für Deutsche und Bildungsinländer_innen bewerben?
Medizin-Studierende, die in ihrem Studiengang keine Physikumsprüfung schreiben, können sich nach dem vierten Semester mit ihren benoteten Leistungsnachweisen bewerben.

Müssen frühere Förderungen auf die Laufzeit des Stipendiums der Promotionsförderung angerechnet werden (im Programm für Deutsche und Bildungsinländer_innen)?

Ja, eine Anrechnung auf die Förderungshöchstdauer ist erforderlich, wenn Sie für denselben Zweck und den gleichen Zeitraum eine andere Förderung erhalten oder erhalten haben.

GEFÖRDERTE STUDIENGÄNGE

Ich mache ein duales Studium. Kann ich mich bewerben?
Ja, wenn es kein Teilzeitstudium ist. Bei dualen Studiengängen bitten wir deswegen um den Nachweis, dass es sich um ein Vollzeitstudium handelt.

Kann ich mich für einen kompletten Studiengang im Ausland bewerben?
Studiengänge im benachbarten europäischen Ausland können in Einzelfällen gefördert werden. Die Bewerber_innen sollten trotz der Entfernung am studienbegleitenden FES-Programm in Deutschland teilnehmen wollen und können. Sie sollten in besonderem Maße den Förderungskriterien (gesellschaftliches Engagement, überdurchschnittliche Leistungen, Persönlichkeit) entsprechen.

Ist eine Abschlussförderung möglich?
Nein. Voraussetzung ist, dass Stipendiaten und Stipendiatinnen mindestens ein Jahr am Förderprogramm teilnehmen können.

Wird Tiermedizin gefördert?
Ja, wir fördern Tiermedizin in der Grund- und Promotionsförderung.

Werden Auslandspraktika oder Einzelprojekte gefördert?
Nein, dies ist für Nicht-Stipendiaten_innen durch die Richtlinien unserer Zuwendungsgeber ausgeschlossen. Beim Stipendienlotsen  können Sie mit der Suchmaske die Stipendien-Suche eingrenzen (z. B. Praktikum im Ausland, Forschungsprojekte, Abschlussförderung) und passende andere Stipendien finden.

 

ZEITPUNKT FÜR DIE BEWERBUNG UND INFOS ZUM VERFAHREN

Wann ist für mich der beste Zeitpunkt der Bewerbung?
Idealerweise bewerben Sie sich, wenn Sie das Gefühl haben, ihr gewünschtes Niveau an fachlichen Leistungen und gesellschaftspolitischem Engagement erreicht zu haben, so können Sie den Auswahlausschuss am besten von sich überzeugen. Studienanfänger_innen empfehlen wir in ihrem Interesse, sich zu bewerben, wenn sie sich ihrer Studienfachwahl sicher sind, da sich ein Studiengangwechsel in der Bewerbungsphase ggf. nachteilig auswirken kann. (Die erste Studienfinanzierung kann über BAFöG erfolgen.) Studienanfänger_innen müssen ihre Onlinebewerbung spätestens innerhalb des ersten Monats ihres Studiums abgeschickt haben. Auch weisen wir darauf hin, dass die Zusage für unser Stipendium aufgrund des Aufbaus des Bewerbungsverfahrens und des Sitzungsturnus des Auswahlausschusses nicht vor Beginn des Studiums vorliegen kann. In der Regel erfolgt die Zusage gegen Ende des ersten Semesters, bei frühen Bewerbungen unter Umständen auch bereits in den ersten beiden Monaten des ersten Semesters.

Ansonsten ist der beste Zeitpunkt für Bewerbungen der für Sie frühestmögliche, sobald Sie alle Unterlagen beisammen haben (bzw. sollten diese möglichst zwei Wochen nach Ihrer Onlinebewerbung vollständig sein). Bitte beachten Sie, dass Abschlussförderung ausgeschlossen ist. Ihre Bewerbung können Sie jederzeit einreichen, allerdings spätestens drei Semester vor Ende der Regelstudienzeit. Bitte beachten Sie die Terminfristen!

Ich will mich für das Programm für Deutsche und Bildungsinländer_innen bewerben. Wann ist die nächste Bewerbungsfrist?
Terminliche Bewerbungsfristen gibt es nur für Studienanfänger_innen im ersten Hochschulsemester sowie für Bewerber_innen im ersten Semster eines Master- oder Aufbaustudienganges.

Wie und wann können sich Hochschulstudenten_innen  für das Programm für Deutsche und Bildungsinländer_innen bewerben, die kein BAföG-Höchstsatz bekommen?
Sobald erste benotete Leistungnachweise vorliegen sowie Gutachten von Dozent_innen möglich sind. Also nach dem ersten Semester bis spätestens 3 Semester vor Ende der Regelstudienzeit, d. h.:

  • bei Bachelorstudiengängen (6 Semester: bis Ende 3. Semester; 7 Semester: bis Ende 4. Semester)
  • bei Diplom-/Magister-/Staatsexamensstudiengängen (bis Ende 6. Semester)


Wann tagt der Auswahlausschuss dieses Jahr?

Es finden mindestens je zwei Auswahl-Sitzungen im Frühjahr, im Sommer und im Spätherbst statt. In welcher Sitzung Ihr Antrag verhandelt werden kann, entscheidet sich erst während des Verfahrens.

Wer trifft nach der Online-Bewerbung die Vorauswahl und wer entscheidet über die Vergabe?
FES-Mitarbeiter_innen treffen eine allererste Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten. Dabei kommt es der FES immer auf das Gesamtbild von gesellschaftspolitischem Engagement, Persönlichkeit und überdurchschnittlich guten Leistungen an. Das ist nur die Vorauswahl, darauf folgen weitere Schritte, in denen dann auch die fachliche Beurteilung über Gutachten erfolgt. Die Idee hinter den verschiedenen Stufen des Bewerbungsprozesses ist es, dass die Bewerbung so niedrigschwellig wie möglich gehalten werden kann. Die Online-Bewerbung selbst ist also nur der erste Schritt, danach gibt es weitere Schritte wie das Hochladen von schriftlichen Unterlagen und die Einladung zu Gesprächen mit einer Vertrauensdozentin bzw. einem Vertrauensdozenten und einem Mitglied des unabhängigen Auswahlausschusses der FES. Die Entscheidung über die Vergabe wird in einem letzten Schritt im Auswahlausschuss getroffen. Einen Überblick über den gesamten Bewerbungsprozess gibt es hier (pdf).

Kann ich eine individuelle Begründung für meine Absage erhalten?
Nein, dies ist aufgrund der Vielzahl der Anträge leider nicht möglich. Auch stehen der FES für die Vergabe von Stipendien jährlich begrenzte Mittel zur Verfügung. Manchmal müssen deswegen auch Kandiat_innen abgelehnt werden, die wir sehr gerne genommen hätten.

Wie oft kann man sich überhaupt bewerben?
Grundsätzlich gilt, dass abgelehnte Bewerber_innen sich in einer neuen Studienphase erneut bewerben können. (Ausnahme: siehe Studienanfänger_innen)

  • Bewerber_innen, die sich im Bachelor beworben haben und (in der Vorauswahl oder vom Auswahlausschuss) abgelehnt wurden, können sich für den Master erneut bewerben.
  • Bewerber_innen, die sich in einem Staatsexamensstudium (Jura, Lehramt) beworben haben und (in der Vorauswahl oder vom Auswahlausschuss) abgelehnt wurden, können sich für die Promotionsförderung erneut bewerben.
  • Bewerber_innen, die sich als Studienanfänger_innen beworben haben (BA oder Staatsexamen) und in der Vorauswahl abgelehnt wurden, können sich bis 3 Semester vor Ende der Regelstudienzeit noch einmal im Bachelor oder Staatsexamen bewerben, sofern sich seit ihrer ersten Bewerbung ihr Engagement und/oder ihre Leistungen im Studium verändert haben – sie z. B. ihr gesellschaftspolitisches Engagement wieder aufgenommen oder intensiviert haben. Studienanfänger_innen, die vom Auswahlausschuss abgelehnt wurden, können sich für den Master erneut bewerben.

 

GUTACHTEN

Müssen die Gutachter_innen grundsätzlich Professor_innen sein?
Nein. Auch ein_e Hochschullehrer_in kann ein Gutachten erstellen.

In welcher Sprache dürfen die Gutachten eingereicht werden?
In Deutsch und in Englisch.

Kann ein_e Student_in, die/der zuvor eine Ausbildung absolviert hat, sich auch mit Gutachten ihrer/seiner ehemaligen Lehrer_innen bewerben? Und wenn ja, muss es ein_e Lehrer_in aus der Sekundarstufe II sein oder könnte das Schreiben auch von Lehrer_innen der Berufsschule angefertigt werden?
Prinzipiell kann man Gutachten von Berufsschullehrer_innen einreichen. Es geht uns vor allem um eine gewisse Aktualität der Eindrücke. Wenn jemand erst eine Ausbildung macht und danach die Sek. II nachholt, möchten wir gerne die Gutachten der Lehrer_innen aus der Sekundarstufe. Wenn jemand nach dem Abitur/der Fachhochschulreife erst eine Ausbildung macht, kann er/sie Gutachten der Berufsschullehrer_innen einreichen. Oder man teilt die Gutachten auf: eines von der Berufsschule, eines aus der Oberstufe. Natürlich ist uns klar, dass es nach einigen Jahren manchmal schwierig sein kann, Oberstufenlehrer_innen noch zur Ausstellung eines Gutachtens zu bewegen. Deshalb akzeptieren wir auch zwei Gutachten aus der Berufsschule.

Benötige ich zusätzliche Empfehlungsschreiben oder Persönlichkeitsgutachten?
Nein, diese sind nicht erforderlich.

Wie weise ich die Zulassung meiner Promotion nach?
Bei der FES ist der Nachweis einer auflagenfreien Zulassung Voraussetzung. Diesen bekommen Sie vom Dekanat und/oder vom Prüfungsamt. Wichtig ist dabei, dass vom Promotionsausschuss keine Auflagen festgeschrieben wurden.

 

FINANZIELLE FÖRDERUNG UND NEBENVERDIENST

Wieviel Geld bekommen Stipendiat_innen, wenn sie in einem Programm für Deutsche und Bildungsinländer_innen sind?
Dies hängt davon ab, ob es sich um die Grundförderung oder die Promotionsförderung handelt und ob man Kinder hat. Einen tabellarischen Überblick finden Sie hier.

Wie hoch ist die Förderung für ausländische Stipendiat_innen?
Ausländische Stipendiat_innen erhalten monatlich 650 Euro und die Kosten für die Krankenkasse. In der Promotionsförderung erhalten Stipendiat_innen monatlich 1.000 Euro.

Erhalte ich ein Stipendium, wenn ich nicht BAFöG berechtigt bin?
Die Stipendienhöhe wird analog BAFöG berechnet. Unabhängig von der Einkommenssituation der Eltern erhalten alle Stipendiat_innen eine monatliche Studienkostenpauschale von 300 Euro. Kurzum: Auch wenn Sie nicht BAFöG berechtigt sind, können Sie ein FES-Stipendium erhalten, das die ideelle Förderung sowie die 300 Euro Studienkostenpauschale umfasst.

Kann ich nebenbei arbeiten?
Ja, bis zu einem monatlichen Hinzuverdienst von 450,- Euro brutto in der Grundförderung. Bis zu dieser Bruttogrenze wird der Dazuverdienst nicht auf die Stipendienhöhe angerechnet. In der Promotionsförderung richtet sich die Grenze nach der Wochenarbeitszeit: Bei einer der wissenschaftlichen Arbeit dienlichen vergüteten Mitarbeit in Forschung und Lehre an der Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung können Sie bis zu einem Viertel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit nebenbei arbeiten; bei einer anderen Erwerbstätigkeit bis zu einem Achtel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit.

Nebeneinkünfte, die nicht aus der eigenen Erwerbsarbeit stammen, und 3.070,- Euro übersteigen, müssen nach Abzug der Einkommen- (und ggf. Kirchensteuer) sowie der anerkannten Vorsorgeaufwendungen angerechnet werden.

Stipendiat_innen, die in einem der Programme für Ausländer_innen sind, können sowohl in der Grund- als auch in der Promotionsförderung bis zu max. 450,- Euro brutto dazuverdienen.

Gibt es einen Familienzuschlag?
Ja, für Deutsche und Bildungsinländer_innen gilt, dass sie einen Familienzuschlag erhalten, wenn für mindestens ein im Haushalt lebendes Kind das Personensorgerecht besteht. Der Familienzuschlag beträgt 155,- Euro insgesamt. Daneben gibt es noch eine Kinderbetreuungspauschale, die sich nach der Kinderanzahl berechnet. Auch ausländische Stipendiat_innen erhalten einen Familienzuschlag von 276,- Euro sowie einen Kinderzuschlag.

Gibt es eine Abschlussfinanzierung für Studium und Promotion?
Nein, das Studium/die Promotion sollte noch mindestens ein Jahr dauern, also bei Bewerbung noch etwa 1,5 Jahre. Bei bestimmten Fällen aus dem Solidaritätsfonds kann eine Abschlussfinanzierung erfolgen.

 

WEITERE INFOS ZUR BEWERBUNG VON AUSLÄNDISCHEN STUDIERENDEN

Wann kann ich mich bewerben?

Ihre Bewerbung können Sie jederzeit einreichen, allerdings spätestens drei Semester vor Ende der Regelstudienzeit. Masterstudierende müssen ihre Bewerbung vor oder zu Beginn des ersten Semesters des Masterstudiums einreichen. Bitte beachten Sie die Terminfristen!

Bewerben können sich ausländische Studierende und Promovierende, die sich zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht länger als 15 Monate in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.
Diese Frist gilt jedoch nicht für
- Ausländer_innen, die im Rahmen eines Studiums, einer Promotion oder einer anderen wissenschaftlichen Arbeit bzw. dessen Vorbereitung (z.B. Sprachkurs, Studienkolleg) in die Bundesrepublik gekommen sind und sich aus diesem Grund bereits länger in  Deutschland aufhalten, oder
- Menschen nach erfolgreichem Anerkennungsverfahren für den Flüchtlingsstatus.

Wird der Flug nach Deutschland bezahlt oder muss ich schon in Deutschland sein?
Sie müssen schon in Deutschland sein.

Ich bin Student_in aus dem Ausland. Muss ich Deutschkenntnisse nachweisen?
Selbst wenn Sie ein Studium in englischer Sprache absolvieren, müssen Sie mit Ihrer Bewerbung ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Wir akzeptieren eine mit mindestens DSH-2 bestandene "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang", den "Test Deutsch als Fremdsprache" bestanden mit mindestens Stufe 4 und das "Zertifikat C 1" des Goethe Instituts.

Gehören Schweizer_innen und Österreicher_innen zu den ausländischen Studierenden?
Nein. Gefördert werden nur Staatsangehörige außerhalb der EU, aus den ehemaligen GUS-Staaten, Asien (außer Japan), Afrika, Südamerika. Nicht aus OECD-Staaten, wie z. B. USA, Australien, Neuseeland. 

Wie geht die FES mit Bewerbungen von Asylsuchenden um?
In diesen Fällen wird i.d.R. geprüft, ob sie in den Solidaritätsfonds aufgenommen werden können. Sollte dies negativ entschieden werden, müssen sie sich wie alle anderen bewerben.

Was ist der Solidaritätsfonds?
Für den Solidaritätsfonds können sich politisch Verfolgte oder unverschuldet in finanzielle Not geratene ausländische Studierende bewerben. Für dieses Verfahren gilt, dass auch formlose Anträge (also ohne Online-Verfahren) direkt eingereicht werden können. Hier finden Sie den Flyer zum Solidaritätsfonds (pdf): Flyer "Solidarisches Handeln"

Ich habe in meinem Heimatland schon studiert. Kann ich mich bewerben?
Studien nach einem ersten Studiengang, der im Heimatland durchgeführt und nicht aus deutschen Steuermitteln finanziert wurde, gelten nicht als Zweitstudium. Das Absolvieren eines Bachelor-Studiengangs im Heimatland und die anschließende Bewerbung auf eine Förderung des Bachelor oder Master in Deutschland ist möglich.

Werden Promotionszeiten im Herkunftsland angerechnet?
Nein, sie werden nicht angerechnet.

 

 

 

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