Das Auslandsbüro in Israel besteht seit 1978 und hat seinen Sitz in Herzliya, am nördlichen Stadtrand von Tel Aviv. Es wird von einem entsandten deutschen Mitarbeiter geleitet und ist darüber hinaus mit fünf israelischen Ortskräften besetzt.
Die Projektarbeit des Büros deckt ein breites Spektrum von Themen ab, die sich in vier große Bereiche unterteilen lassen:
Auf der regionalen Ebene zielt die Arbeit auf die Förderung von Lösungsansätzen des Nahostkonflikts. In diesem Zusammenhang spielt die Stärkung des Dialogs zwischen israelischen und palästinensischen Akteuren ebenso eine Rolle wie die Unterstützung von kompromissberei-ten Kräften in Israel sowie die Vertrauensbildung im Rahmen des israelisch-arabischen Friedens-prozesses. Durch die verstärkte Einbeziehung der EU und insbesondere Deutschlands sollen diese Ansätze untermauert werden.
Die Bearbeitung von Konflikten und Spannungen innerhalb der israelischen Gesellschaft stellt ei-nen weiteren Schwerpunkt der Arbeit dar. In diesem Kontext konzentrieren sich die Aktivitäten insbesondere auf die Durchsetzung demokratischer Standards, die Förderung der Gleichstellung von Frauen und die Stärkung von Minderheitenrechten. Zielgruppen sind neben der arabischen Minderheit innerhalb Israels auch Migrantengruppen (z.B. aus Russland und Äthiopien) sowie Jugendliche.
Mit zahlreichen Initiativen zur Förderung der sozialen Gerechtigkeit in Israel liegt ein weiteres Hauptaugenmerk des Büros auf der Etablierung klassisch sozialdemokratischer Werte und Ziel-setzungen. Großer Raum wird insbesondere der Stärkung von Arbeitnehmerrechten – etwa durch die Förderung der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit – beigemessen. Zugleich werden Ana-lysen und Beiträge zu aktuellen wirtschafts- und sozialpolitischen Themen in den öffentlichen Diskurs eingebracht.
Das vierte zentrale Arbeitsfeld betrifft das Verhältnis zwischen Israel und Europa – und in diesem Kontext insbesondere die deutsch-israelischen Beziehungen. Ziel ist es, auf der Grundlage der gemeinsamen Geschichte, im aktiven Erinnern an den Holocaust und der daraus resultierenden Verantwortung, Konzepte für die zukünftige Zusammenarbeit zu erarbeiten.
Die Arbeit der FES in diesen vier Bereichen richtet sich an eine Vielzahl verschiedener Ziel-gruppen, die sich je nach Zielsetzung in ihrer Zusammensetzung unterscheiden:
Der Adressatenkreis von Maßnahmen zu Konfliktmediation, internationaler Verständigung und Politikberatung setzt sich primär aus Entscheidungsträger/innen aus Politik und Gesellschaft so-wie aus Repräsentant/innen von internationalen, regionalen oder nationalen Organisationen und Institutionen zusammen.
Darüber hinaus hat die Aus- und Fortbildung gesellschaftspolitischer Meinungsbildner/innen und Multiplikator/innen nach wie vor einen zentralen Stellenwert in den Kernarbeitsbereichen der FES. Zugleich richten sich viele Angebote der FES an Nichtregierungsorganisationen und im Rahmen der politischen Erwachsenenbildung auch an spezifische Personengruppen (Betriebsräte, Vertreterinnen von Frauengruppen, Mitarbeiter/innen von Migrantenorganisationen, etc.) sowie ebenfalls an die breite Öffentlichkeit.
Die Instrumente der Projektarbeit sind in erster Linie Bildungsveranstaltungen wie Seminare, Fachtagungen, Konferenzen, Gesprächskreise und Vortragsreihen. Ebenfalls große Bedeutung kommt zielgerichteten Analysen, Studien und Publikationen zu. Die Durchführung von Informa-tions- und Studienreisen in Israel und Europa rundet das Spektrum der gesellschaftspolitischen Aktivitäten ab.
Die Partnerstruktur des Büros ist sehr breit. Neben Nichtregierungsorganisationen und zivilgesell-schaftlichen Akteuren wie Frauenorganisationen, Immigrantenverbänden und Vereinigungen der arabischen Minderheit sind hier politische Parteien und Gewerkschaften ebenso zu nennen wie staatliche und private Forschungseinrichtungen, Ministerien sowie Mitglieder der Knesset. Sie alle sind der Stiftung verbunden durch ihr Eintreten für das Streben nach sozialer Gerechtigkeit, der friedlichen Lösung von Konflikten und einer Stärkung der Demokratie.
Dr. Ralf Hexel
Friedrich-Ebert-Stiftung
P.O.Box 12235
14, Shenkar Street
Nolton House
Herzliya 46733
Israel
Tel. 00972 / 99 51 47 60 - 62
Fax 00972 / 99 51 47 64
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Internet http://www.fes.org.il
Annette Lohmann
Friedrich-Ebert-Stiftung
Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika
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