Grenzübergang Panmunjon in Richtung Südkorea
Grenzübergang Panmunjon in Richtung Nordkorea
Szenarien für die koreanische Halbinsel
Es geht um mehr als um Pjöngjangs Atomprogramm
Philipp Kauppert und Christoph Pohlmann, FES, April 2012
(Noch) kein Politikwechsel in Südkorea
Knapper Wahlsieg für Regierungspartei bei Parlamentswahlen
Christoph Pohlmann, FES Korea, April 2012
Weitere Publikationen finden Sie hier.
Ausführliche Infos zu unserer Arbeit in Korea finden Sie auf der Website unseres Büros in Seoul unter www.fes-korea.org.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung wurde in Südkorea erstmals in den 1960er Jahren mit der Eröffnung eines Büros aktiv. Dieses wurde Anfang der 1970er Jahre mit Verschärfung der Diktatur unter Park Chung-Hee geschlossen. Mitte der 1980er Jahre wurde die Zusammenarbeit in Form eines Kooperationsbüros wieder aufgenommen.
Die Republik Korea (Südkorea) hat seit den 1960er Jahren eine beispiellose Entwicklung vom Agrarland zum Hightech Industrieland durchlaufen. Dies war nur möglich durch die starke planerische Hand des Staates („Entwicklungsdiktatur“). Allerdings wuchs mit dem repressiven Charakter der Diktaturen auch der Widerstand der Bürger. Sie konnten in den 1980er Jahren die Demokratie erfolgreich erkämpfen. Seit 1987 wird das Land von demokratisch gewählten Präsidenten regiert. Allerdings ist die Politik- und Parteienverdrossenheit auch in Korea in den letzten Jahren gestiegen. Gleichzeitig hat sich ein außerordentlich lebendiges zivilgesellschaftliche Engagement entwickelt mit einer Vielzahl von Nichtregierungsorganisationen, welche die öffentliche Meinungsbildung entscheidend mitprägen.
Für den Norden (Demokratische Volksrepublik Korea), der schon während der japanischen Kolonialzeit industrialisiert worden und dem Süden wirtschaftlich bis in die 1970er Jahre hinein überlegen war, bedeutete der Zusammenbruch des Comecon vor 20 Jahren, mit dem es fast seinen gesamten Außenhandel abwickelte (bes. Maschinen gegen Öl und Grundnahrungsmittel), den größten Rückschlag. Alternativen auf dem Weltmarkt waren, wie im Falle der osteuropäischen Länder, nicht leicht zu finden. Dazu kam das immer umfangreicher gewordene internationale Sanktionsregime, dem Nordkorea unterworfen wurde, freilich nicht ohne eigenes Mitverschulden.
Kim Dae-Jung (1998-2003) und Roh Moo-Hyun (2003-08) waren diejenigen südkoreanischen Präsidenten, die Demokratie, Freiheit und soziale Reformen in Südkorea am engagiertesten voranbrachten. Gerade auf dem sozialpolitischen Gebiet bleibt allerdings noch viel zu tun. Südkorea bleibt hier, etwa in der Sozialstaatsquote, weit hinter europäischen Standards zurück. Der Ausbau der sozialen Sicherungssysteme genießt daher hohe Priorität. Dabei steht Südkorea vor keiner leichten Aufgabe, da die Geburtenrate zu den niedrigsten weltweit gehört.
Außenpolitisch gesehen dauert der Kalte Krieg auf der koreanischen Halbinsel weiter an. Es ist die besondere Tragik dieses Landes, dass es einen fürchterlichen Einigungskrieg erleben musste, der noch dazu nur in einem Waffenstillstand ohne Friedensvertrag endete. Die Regierungen von Kim Dae-Jung und Roh Moo-Hyun verfolgten gegenüber dem Norden eine Politik der Entspannung und Annäherung nach dem Vorbild der Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr. Es wurde in der Tat Einiges erreicht, u.a. zwei Gipfeltreffen mit Kim Jong-Il, dem nordkoreanischen Staatsführer. Leider wurden die z.T. sehr weitgehenden Vereinbarungen dann doch nicht umgesetzt.
Die Projekttätigkeiten der FES in Korea sind an folgenden Zielen ausgerichtet:
Die Kooperation der Stiftung erfolgt themenorientiert mit unterschiedlichen Partnern, u.a. Gewerkschaften, Vereinigungsministerium, staatliche Forschungsinstitutionen, Wissenschaft, und Nichtregierungsorganisationen.
Christoph Pohlmann
feskorea[at]fes-korea.org
Friedrich-Ebert-Stiftung
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Im Internet www.fes-korea.org
Philipp Kauppert
philipp.kauppert[at]fes.de
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