Vor 25 Jahren...
12.10.1976: Holger Börner Ministerpräsident von Hessen
Am 12. Oktober 1976 wurde der damalige
Bundesgeschäftsführer der SPD und Kasseler Bundestagsabgeordnete Holger Börner als Nachfolger von Albert Osswald zum hessischen Ministerpräsidenten gewählt. Diese Wahl und die folgende Neubildung der Landesregierung beendeten eine seit längerem schwelende Regierungskrise, die durch die Affäre um die Hessische Landesbank ausgelöst worden war. Bis 1982 in Koalition mit der FDP und dann ohne Regierungsmehrheit geschäftsführend im Amt, wurde Börner 1984 nach einem Tolerierungsabkommen mit den Stimmen der Grünen erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. 1985 bis zu seinem Rücktritt 1987 führte er die erste deutsche Landesregierung unter direkter Beteiligung der Grünen, wobei mit Joschka Fischer als Minister für Umwelt und Energie auch erstmals ein Grüner als Landesminister fungierte. Börner kämpfte in seiner Regierungszeit um einen Ausgleich von notwendigem Wirtschaftswachstum und Arbeitsplatzsicherheit auf der einen Seite und Bewahrung einer lebenswerten Umwelt auf der anderen Seite. Er leistete dabei einen großen Beitrag zur Einbeziehung der Grünen in das Lager der politischen Reformkräfte. Von 1987 - 2003 war Holger Börner Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Seit Januar 2003 ist er deren Ehrenvorsitzender.
Weitere Informationen zu Holger Börner finden Sie direkt hier, unter Bestände / Nachlässe und Deposita.
