Nummer 2 / 2006

Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn

Freitag, 30 Juni 2006

Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Herbert Wehner in Bonn


Den Archivaren über die Schulter schauen - Einblicke in die Geheimnisse des Archivs...



Peter Pfister

Dafür gab es in den letzten Monaten gleich zweimal Gelegenheit.
Am „Girls-Day“, am 27. April 2006, öffnete die Friedrich-Ebert-Stiftung ihre Pforten für Schülerinnen aus Bonn und Umgebung. Dazu gehörte auch eine Führung durch das AdsD, an der ca. 40 Schülerinnen teilnahmen.
Wenige Tage später, am 5. Mai 2006, dem „Tag der Archive“, lud das AdsD erneut in seine Räume ein. Dieses Jahr stand der archivische „Tag der offenen Tür“ unter dem Motto: „Der Ball ist rund“
... mehr


Das Protokollbuch des Buchdrucker-Vereins Hildesheim (1863 - 1871)

Michael Oberstadt

"Der Verein beschließt aus seiner Casse etwa anfallende Ueberschüsse zur Anschaffung von Büchern für eine kleine Bibliothek des Vereins theilweise zu verwenden..." Diese Bilbliotheksgründung fand am 20. Januar 1866 statt. Fast auf den Tag genau 140 Jahre später - am 23. Januar 2006 - wechselte das Protokollbuch, das diesen Vorgang belegt, seinen Besitzer: Holger Paul und Michael Oberstadt erhielten für das AdsD aus den Händen von Seppel Meier, ehemaliger Orts- und Bezirksvorsitzender der IG Druck und Papier, und Markus Brinkmann, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Leine-Weser, eines seiner ältesten Gewerkschafts-Dokumente – das Protokollbuch des Buchdrucker-Vereins Hildesheim (1863 – 1871).
...mehr

Das Herbert-Wehner-Archiv im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung


 Herbert Wehner


Neue Bestände

Neue Findmittel
Weiterführende Links


Das "Archiv Johannes Rau" im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Wolfgang Gröf

Am 8. Juni 2006 konnte das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung einen der bedeutendsten Neuzugänge der letzten Zeit verzeichnen. Im Zusammenhang mit der Auflösung des „Büros Bundespräsident a.D. Johannes Rau“ in der Friedrichstraße 83, Berlin-Mitte, wurde der umfangreiche persönliche Nachlass von Johannes Rau übernommen.


FES-Geschäftsführer Günter Grunwald (l.) begrüßt Johannes Rau im AdsD


Die Sicherung und Erschließung dieser Unterlagen hat bereits begonnen.
Der Werdegang vom Wuppertaler Oberbürgermeister und Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland umfasst zugleich die Biografie eines herausragenden deutschen Politikers, der als „Bürgerpräsident“ im Gedächtnis bleiben wird.
... mehr



Impressum

Bärbel Richter

Herbert Wehner, so wird berichtet, hatte kein Interesse daran, sein Leben autobiographisch zu überliefern. Eine Zeitlang soll er sogar daran gedacht haben, seine eigenen Unterlagen zu vernichten – ein Vorhaben, das er glücklicherweise nicht verwirklichte. Wehner gehört zweifellos zu den Persönlichkeiten der deutschen Zeitgeschichte und der Geschichte der Sozialdemokratie, die auch in Zukunft immer wieder im Mittelpunkt kontroverser Diskussionen stehen werden. Herbert Wehner, der vor 100 Jahren, am 11. Juli 1906,



geboren wurde, kam nach eigenen Angaben aus einer "richtigen" Arbeiterfamilie. Auf der Suche nach der Verwirklichung seiner politischen Ideale schloss er sich in der Folgezeit verschiedenen politischen Gruppierungen an: so der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) und der Roten Hilfe Deutschland (RHD). 1927 wurde er Mitglied der KPD, wo er bald führende Funktionen innehatte. 1933 ging Wehner in die Illegalität und verbrachte die Exiljahre ab 1937 in Moskau und später in Schweden. 1946 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Mitglied der SPD. ... mehr


60 Jahre WWI/WSI - Wissenschaft
im Dienst von Arbeitnehmern und Gewerkschaften




Mitarbeiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts des DGB in Köln, 1950

Klaus Mertsching

„Als wir im Frühjahr 1946 ein gewerkschaftseigenes wirtschaftswissenschaftliches Institut schufen, war dies gewiß ein kühner Entschluß. Unser Unterfangen konnte sich auf keinerlei Vorbild und Beispiel berufen: wir waren tatsächlich das erste Land, in dem sich eine zentrale Gewerkschaftsorganisation entschloß,

ihrer wirtschafts- und gewerkschaftspolitischen Arbeit einen festen wissenschaftlichen Unterbau zu geben.“ (Hans Böckler)

Schon während der Weimarer Republik hatten die Gewerkschaften den Versuch unternommen, wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fachkompetenz für die Arbeiterorganisationen zu nutzen. [...] Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde jedoch zum erstenmal zur wissenschaftlichen Begleitung des Neuaufbaus demokratischer Gewerkschaften, zur Entwicklung wirtschaftlicher Neuordnungsvorstellungen und zur Unterstützung der gewerkschaftlichen Position gegenüber den Arbeitgebern im März 1946 mit dem „Wirtschaftswissenschaftliche Institut“ (WWI) eine eigenständige Forschungseinrichtung der Gewerkschaften ins Leben gerufen.
... mehr


Der Newsletter erscheint mehrmals im Jahr

Die nächste Ausgabe ist für September/Oktober 2006 geplant