Das Arbeiterbewegungsportal ist interaktiv

Sebastian Vesper

 

Zu den charakteristischen Merkmalen des Portals zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung zählt seine Offenheit für eigene Beiträge der Nutzer. Im Folgenden werden daher kurz die technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten skizziert.

Für die technische Umsetzung des Internetportals wurde die Software "Plone" gewählt, mit welcher in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen des EFQM-Projekts "IBIS"1 bereits positive Erfahrungen gesammelt wurden. Dieses digitale Werkzeug unterstützt, u. a. durch die Definierbarkeit von Arbeitsabläufen und einem flexiblen Nutzer-, Gruppen- und Rechte-Management, ein kollaboratives Arbeiten.

 

Maske "Kategorisierung"

Die Inhalte im Portal zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung werden über das Kategorisierungssystem von "Plone" aggregiert. Ergänzt werden sie durch themenspezifische Fotos, welche aus Beständen des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung eingearbeitet wurden. Weiter bietet das Portal eine Suchfunktion, eine Übersicht der letzten Veröffentlichungen und die Möglichkeit Inhalte als RSS-Feed zu abonnieren.

Die Benutzer können auf einfache Art und Weise ihre erstellten Inhalte über die Kategorien des Systems, welche die Strukturen des Portals widerspiegeln, klassifizieren und abhängig von den ihnen zugeteilten Rechten veröffentlichen bzw. zur Veröffentlichung an das Redaktionsteam weiterleiten. Differenziert wird die Erfassung von Inhalten primär nach Artikeln (Seiten, welche neben ihrem Textbestandteil ebenso die Einbettung von Bildern oder die Referenzierung von Dokumenten und Links erlauben), Dateien (z.B. im PDF- oder Word-Format), Links und Bildern. Weitere Typen sind je nach Bedarf integrierbar. Eine Web-basierte Benutzerschnittstelle und der verfügbare WYSIWYG-Editor erleichtern das Beitragen von Inhalten.

 

Maske "Seite hinzufügen"

Jedem Benutzer ist ein persönlicher Arbeitsbereich zugeordnet in welchem Arbeitskopien wie auch die veröffentlichten Inhalte gespeichert werden. In diesem Bereich wird das Rechtemanagement des Systems auch für den Nutzer sichtbar, so stehen als „privat“ klassifizierte Inhalte exklusiv nur ihm zur Verfügung. Zusätzlich können nichtöffentliche Inhalte für authentifizierte Benutzer zum gemeinschaftlichen Bearbeiten freigegeben und durch Kommentarfunktionen zur Diskussion gestellt werden. Ein Versionierungssystem gewährleistet hierbei die Nachvollziehbarkeit von Änderungen durch die Mitarbeitenden. Des weiteren ist es möglich von Inhalten für einen längeren Bearbeitungszeitraum eine Arbeitskopie zu erstellen, wobei das Dokument für andere zur Bearbeitung gesperrt wird, um Konflikte durch zeitgleiche Veränderungen zu vermeiden.

Der Fotobestand des Internetportals kann durch Benutzer mit ausreichenden Rechten jederzeit erweitert werden. Die Zuordnung der Fotos erfolgt ähnlich der bei den übrigen Inhalten, jedoch wird hier eine Abbildung der Struktur des Internetportals auf Ordnerebene genutzt. Diese Ordner enthalten neben den Einführungsartikeln und den Kollektionen auch die Fotos, welche in ihren ordnerbasierten Kategorien zufällig neben den aggregierten Inhalten angezeigt werden.

Ein genereller Vorteil dieser Umsetzung besteht darin, dass je nach Anforderung Funktionalitäten im „Plone“ nachträglich bereitgestellt oder bestehende geändert werden können, was eine Weiterentwicklung mit der Zeit begünstigt.


1 (IBIS - bibliotheksinternes Wissensmanagement auf Plone Basis. Ein EFQM-Projekt der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, Walter Wimmer“ http://library.fes.de/library/html/zope-plone/ibis-vortrag.pdf)