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Max Seydewitz

Bestand: 26,82 lfd.m.
Laufzeit: 1925 - 1989

Lebensdaten: * 19.12.1892 † 8.2.1987

Enhält auch den Bestand von Ruth Seydewitz

1907-1911 Schriftsetzerlehre, gleichzeitig in der sozialistischen Arbeiterjugend tätig,
1910 Eintritt in die SPD, 1911 in den Verband Deutscher Buchdrucker;
1911-1913 auf Wanderschaft;
seit 1913 journalistische Tätigkeit für Partei- und Gewerkschaftsblätter und bis 1917 2. Vorsitzender der SPD-Ortsgruppe Reichenbach;
1914-1915 Militärdienst;
1918-1929 Redakteur der "Volksstimme" (Halle), 1920-1931 Chefredakteur des sozialdemokratischen "Sächsischen Volksblatts" (Zwickau), 1927-1931 Chefredakteur und Mitherausgeber von "Der Klassenkampf - Marxistische Blätter" (Berlin);
1920-1931 SPD-Bezirksvorsitzender Zwickau-Erzgebirge-Vogtland, Mitglied der SPD-Landesleitung Sachsen und des Zentralen Parteiausschusses der SPD;
1924-1932 Mitglied des Reichstags;
1931 Ausschluss aus der SPD und Mitgründer und Mitvorsitzender der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), Chefredakteur der SAP-Organe "Die Fackel" und "Kampfsignal" (Berlin).
1933 Flucht in die CSR, 1934 Mitgründer des Arbeitskreises revolutionärer Sozialisten Deutschlands (RSD);
1934 Eintritt in die KPD, Leitungsmitglied des Deutschen Volksfrontausschusses (Prag) und 1936/1937 Mitunterzeichner des Pariser Volksfrontaufrufes;
1937 wegen verdeckter Unterstützung der KPD Ausschluss aus dem RSD.
1938 über die Niederlande nach Norwegen, 1940 nach dem deutschen Überfall Flucht nach Schweden, dort kurzfristig interniert;
Mitarbeit an der Komintern-Zeitung "Die Welt" (Stockholm);
1942 in Haft wegen illegaler politischer Betätigung;
Vorstandsmitglied des Freien Deutschen Kulturbundes Schweden.
1945 Rückkehr nach Berlin,
1946 Chefredakteur der "Einheit" (Berlin),
1946-1947 Intendant des Berliner Rundfunks;
1947-1952 Sächsischer Ministerpräsident;
1947-1949 Mitglied des Parteivorstands der SED und bis 1952 Mitglied des Sekretariats und der Landesleitung der SED in Dresden, nach Ämterverlust 1952-1955 freier Schriftsteller;
1955-1968 Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
1949-1987 Mitglied der provisorischen Volkskammer bzw. der Volkskammer, 1953-1963 Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses;
seit 1954 Mitglied und seit 1957 Präsidiumsmitglied des Deutschen Friedensrates,
ab 1961 Vizepräsident der Deutsch-Nordischen Gesellschaft der DDR,
seit 1966 Vorsitzender der Parlamentarischen Freundschaftsgesellschaft DDR-Italien,
ab 1968 Ehrenpräsident des Museumsrates beim Ministerium für Kultur.

Der Nachlass Max und Ruth Seydewitz wurde Mitte November 1994 in Dresden von Frido Seydewitz, einem der Söhne von Max Seydewitz, dem Archiv der sozialen Demokratie übergeben.
Der Nachlass umfasst bis auf wenige Einzelstücke vornehmlich einen Zeitraum von 1941 bis zum Ende der 80er Jahre, wobei - nach Auskunft von Frido Seydewitz - Max und Ruth Seydewitz in den 50er Jahren zahlreiche Unterlagen vernichteten bzw., wie sich bei der Bearbeitung herausstellte, leere Rückseiten Wiederverwendung fanden. So finden sich auf den Rückseiten von Zeitungsausschnitten und Manuskripten Aktenfragmente der Staatlichen Sammlung Dresden (1925-1943), der Direktion der Staatlichen Museen Dresden (1945-1951), des Sächsischen Ministerpräsidenten (1947-1952), der Abteilung Gesundheits- und Sozialwesen - Referat Mutter und Kind des Bezirks Dresden sowie Korrespondenz (1955-1976).
Bei der Bearbeitung wurde der Bestand so geordnet, dass in den jeweiligen Aktengruppen zunächst die Unterlagen von Max Seydewitz, dann die seiner Frau Ruth und schließlich die beider Nachlasser aufgeführt werden.
Die Aktengruppe Persönliche/biographische Unterlagen ist unterteilt in: Ausweise, Lebensläufe, Auszeichnungen (1951-1987, wobei es sich hier vornehmlich um Kopien handelt); Publikationen über die Nachlasser (1946-1988); Publikationen Max Seydewitz bis 1945 (1905-1945); Publikationen und Rundfunkkommentare Max Seydewitz
(1945-1986); Reden und Dispositionen Max Seydewitz (1946-1983); Buchpublikationen Max Seydewitz (1946-1981); Publikationen Ruth Seydewitz (1947-1984); Reden und Dispositionen Ruth Seydewitz (1949-1987); Buchpublikationen Ruth Seydewitz (1955-1988); Buchpublikationen Max und Ruth Seydewitz (1957-1985).
Die Aktengruppe Persönliche Korrespondenz gliedert sich in: Persönliche Korrespondenz Max Seydewitz (1948-1986); es handelt sich hier um Gratulationen zu Geburtstagen und Auszeichnungen; Persönliche Korrespondenz Ruth Seydewitz (1960-1987); neben Gratulationen befinden sich hier auch Kondolenzschreiben zum Tode von Max Seydewitz; Persönliche Korrespondenz Max und Ruth Seydewitz (1965-1984); es handelt sich hier u. a. um Weihnachtsgrüße und Glückwünsche zu gemeinsamen Auszeichnungen; Persönliche Korrespondenz Frido Seydewitz (1989); im strengen Sinne nicht zum Nachlass gehörig; es handelt sich um Nachrufe und Kondolenzen zum Tode von Ruth Seydewitz.
Bei der Aktengruppe Allgemeine Korrespondenz wurde die von den Nachlassern durch die Beschriftung der Originalordner vorgenommene Trennung in Allgemeine Korrespondenz Max Seydewitz (1954-1987), Allgemeine Korrespondenz Ruth Seydewitz (1950-1989) und gemeinsamer Korrespondenz (1947-1988) vom Bearbeiter übernommen, obwohl diese Unterteilung von den Nachlassern selbst nicht durchgehalten wurde.
Die Aktengruppen, in denen sich Unterlagen über die politische und berufliche Tätigkeit von Max Seydewitz befinden, sind: Tätigkeit als Sächsischer Ministerpräsident (1947-1952); Tätigkeit als Abgeordneter der Volkskammer (1953-1987 [1988]); Tätigkeit als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (1960-1965) Weitere, eigentlich zu diesen Gruppen gehörende Unterlagen, befinden sich in den von den Nachlassern angelegten Sammlungen.

  • Persönliche/biographische Unterlagen Ausweise, Lebensläufe,Auszeichnungen (Max und Ruth Seydewitz): Publikationen über Max Seydewitz / Publikationen über Ruth Seydewitz / Publikationen über Max und Ruth Seydewitz
  • Publizistische Tätigkeit der Nachlasser Publikationen bis 1945 (Max Seydewitz): Publikationen und Rundfunkkommentare (Max Seydewitz) / Reden und Dispositionen (Max Seydewitz) / Buchpublikationen (Max Seydewitz) / Publikationen (Ruth Seydewitz) / Reden und Dispositionen (Ruth Seydewitz) / Buchpublikationen (Ruth Seydewitz) / Buchpublikationen (Max und Ruth Seydewitz)
  • Persönliche Korrespondenz Persönliche Korrespondenz (Max Seydewitz): Persönliche Korrespondenz (Ruth Seydewitz) / Persönliche Korrespondenz (Max und Ruth Seydewitz) / Persönliche Korrespondenz (Frido Seydewitz)
  • Allgemeine Korrespondenz Allgemeine Korrespondenz (Max Seydewitz): Allgemeine Korrespondenz (Ruth Seydewitz) / Allgemeine Korrespondenz (Max und Ruth Seydewitz)
  • Tätigkeit als Sächsischer Ministerpräsident (Max Seydewitz)
  • Tätigkeit als Abgeordneter der Volkskammer (Max Seydewitz)
  • Tätigkeit als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Max Seydewitz)
  • Reisen
  • Sammlungen: Bundesrepublik Deutschland / Deutsche Demokratische Republik / Geschichte / Geschichte Dresdens / Internationale Fragen / Kunst und Kultur der DDR / Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Warschauer Vertragsstaaten / Verschiedenes
Max Seydewitz im Online-Katalog Bibliothek der FES