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Wenzel Jaksch

Wenzel Jaksch

Bestand: 4,20 lfd.m.
Laufzeit: 1925 - 1972

Lebensdaten: * 25.9.1896 † 27.11.1966

Wenzel Jaksch wurde am 25.9.1896 in Langstrobnitz geboren
Bereits mit 14 Jahren ging er als Saisonarbeiter nach Wien, um dort auf dem Bau sein Geld zu verdienen. 1913 schloss er sich der Sozialdemokratie an.
Schwer verwundet aus dem I. Weltkrieg heimgekehrt arbeitete er als Organisator und Journalist an dem Aufbau der deutschen Sozialdemokratie in der Tschechoslowakei.
1929 wurde er als Abgeordneter der DSAP in das Prager Parlament gewählt und stemmte sich nach 1933 vorerst erfolgreich gegen die von Konrad Henlein gegründete "Sudetendeutsche Heimatfront", aus der sich später die "Sudetendeutsche Partei" entwickelte. 1939 musste Jaksch über Polen und Skandinavien nach London fliehen und vertrat später dort die Interessen der Sudetendeutschen gegenüber der dort gebildeten tschechoslowakischen Exilregierung. Unter der Forderung nach Autonomie der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich gegen die Vertreibungspläne Beneschs und verlangte die Besetzung des Sudetenlandes durch alliierte Truppen.
Mit dem Ziel, die sudetendeutsche Frage wach zu halten, gab Jaksch in London ein Blatt gleichzeitig als Organ der sudetendeutschen Sozialdemokratie heraus. Da er nicht in die Tschechoslowakei zurückkehren konnte, ging er nach Deutschland. 1950 - 1953 war Jaksch als Ministerialdirektor in Hessen mit der Leitung des Landesamtes für Vertriebene, Flüchtlinge und Evakuierte beauftragt und zog ab 1953 für die SPD in den Bundestag ein. 1950-1956 gehörte er dem SPD-Parteivorstand an. 1959 wurde er Präsident der Bundesversammlung der Sudetendeutschen und übernahm 1964 das Amt des Präsidenten des Bundes der Vertriebenen.
Wenzel Jaksch war Präsident der Deutschen Stiftung für Europäische Friedensfragen, 1951 Mitbegründer und Vorsitzender der Seliger-Gemeinde (Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten) und Mitglied des Sudetendeutschen Rates.
Er wurde mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern, dem Ehrenbrief der Sudetendeutschen Landsmannschaft und der Rudolf-Lodgmann-Plakette ausgezeichnet.
Er starb am 27.11.1966 in Wiesbaden

Korrespondenz, Reden und Aufsätze (Manuskripte), Materialien zur Person und Tatigkeit Jakschs, Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP), Besetzung der CSR, Emigration, Kontroverse Benesch-Jaksch, Protokolle des Exilvorstandes der sudetendeutschen Sozialdemokratie (Kopien), Treuegemeinschaften im Ausland, Situation in der Tschechoslowakei vor und nach 1945, Vertriebenenangelegenheiten, Seliger-Gemeinde (Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten), Sudetendeutsche Landsmanschaft, SPD, Europapolitik, Deutschlandpolitik und Ostpolitik, Mitglied des Deutschen Bundestages, Petentenpost, Zeitungsausschnitte betr. Wenzel Jaksch

Wenzel Jaksch im Online-Katalog Bibliothek der FES