Geschichte des AdsD
Im Exil - Das Ende des Parteiarchivs
"Wenn eine sich in der Emigration befindende Partei die Dokumente ihrer ruhmesvollen Vergangenheit aufbewahrt, so strahlt die Vergangenheit auf sie zurück, sie wird als Aufbewahrerin der Parteitradition, der Parteiüberlieferung angesehen. [...] Dies ist bei weitem keine Kleinigkeit." 1
Der Autor dieser Zeilen, Boris Nikolaevsky, fungierte mittlerweile als Sachwalter der nach Paris geretteten Bestände des Parteiarchivs. Sein Hauptproblem bestand zunächst in der Beschaffung von geeigneten Räumlichkeiten für die Aufstellung des Archivs. Die bis 1934 gefundenen Quartiere erwiesen sich lediglich als Zwischenlösungen: Eine Benutzung des Archivs war kaum möglich. In dieser Situation wies ein Schreiben des niederländischen Sozialdemokraten Johan Willem Albarda 2 eine mögliche Lösung des Problems. Albarda berichtete von einem Gespräch mit dem Wirtschaftshistoriker Nicolaas Wilhelmus Posthumus, der angeboten habe, die Initiative zur Gründung eines Archivs zu ergreifen, in das die Bestände des SPD-Parteiarchivs eingebracht werden könnten. 3 Posthumus hatte sich bereits seit dem Machtantritt der Nationalsozialisten die Sicherung gefährdeter sozialgeschichtlich wichtiger Bibliotheken und Archivbestände zur Aufgabe gemacht und einige Bestände erwerben können. Mit der finanziellen Unterstützung durch die der niederländischen Sozialdemokratie nahestehende "Centrale Arbeiders-Verzekerings- en Deposito-Bank" gelang es ihm, im November 1935 das "Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis" in Amsterdam zu gründen. Auf Posthumus' erste Sondierung hin antwortete die Sopade, grundsätzlich würde sie es begrüßen, wenn das Archiv wieder aufgestellt und Benutzern zugänglich gemacht werden könne. Da aber ihre Geldmittel selbstverständlich ausschließlich in die politische Arbeit einfließen müssten, stehe kein Geld für eine Katalogisierung und Erfassung, die dafür Voraussetzung seien, zur Verfügung. Außerdem glaubten Teile der Sopade zu diesem Zeitpunkt noch, das Parteiarchiv unter eigener Regie wiederaufleben lassen zu können, und ließen den ehemaligen Archivmitarbeiter Friedrich Salamon entsprechende Pläne ausarbeiten. 4 Dennoch wurde bis zum späten Frühjahr 1935 mit Posthumus auf der Basis zweier Vertragsentwürfe, in denen sich die Niederländer zur Übernahme der Katalogisierungs- und Erschließungskosten verpflichteten, verhandelt, als plötzlich ein neuer Akteur die Bühne betrat. Im September signalisierte Nikolaevsky nach Prag, dass das Moskauer Marx-Engels-Lenin-Institut an einer Übernahme des Marx-Engels-Archivs interessiert sei, wobei der Eigentumsanspruch der SPD gewahrt bliebe. Und in der Tat erklärte Tichomirnov die Bereitschaft, "die Rückgabe des Archivs durch Uebergabe einer von Ihnen zu bestimmenden Summe an den Parteivorstand zu sichern, wobei dem PV das Recht zustehen soll, jederzeit das Archiv zurückzuverlangen unter Rückzahlung der Summe." 5
Die Sopade war damit in eine politisch heikle Lage geraten. Immerhin hatte der Parteivorstand 1930 den Marx-Engels-Nachlass für Mitarbeiter des Moskauer Instituts, die seit 1925 Zugang zum SPD-Archiv hatten und Kopien für die Edition der Marx-Engels-Schriften anfertigten, auf dem Hintergrund der sich verschärfenden Angriffe der Bolschewiki auf die SPD, gesperrt: "Unser Parteiarchiv ist nicht dazu da, Material zu liefern für eine ausländische Partei, die uns auf das Skandalöseste bekämpft." 6 Zwar wäre der Erlös aus einer solchen Regelung hochwillkommen gewesen, da die finanzielle Lage der Sopade allmählich bedenklich wurde, aber eine Übernahme des Archivs durch die Bolschewiki hätte die Partei unglaubwürdig werden lassen. Am 16. September 1935 lehnte der Parteivorstand dann auch das Moskauer Angebot ab. In einem Rundschreiben an die Mitgliedsparteien der Sozialistischen Arbeiter-Internationale (SAI) begründete die Sopade ihre ablehnende Haltung: "Außerdem aber würde [...] die Überlassung des Archivs an das M[arx]-E[ngels]-L[enin]-Institut gegen Zahlung einer sogenannten Sicherheitssumme 7 in der Welt sofort gegen uns dahin ausgelegt werden, dass wir uns von Moskau hätten kaufen lassen, obwohl wir politisch ein Zusammengehen mit den Kommunisten ablehnen. Was das für unsere Bewegung in Deutschland und in der Welt bedeuten würde, braucht hier nicht dargelegt zu werden." 8
Die Reaktion der Angeschriebenen war mehrheitlich, der Sopade eine Einigung mit den Niederländern zu empfehlen. Auf der Bürositzung der SAI im Oktober 1935 sprach sich dann aber der Sekretär der Internationale, Friedrich Adler 9, für eine Übergabe der Archivalien als Leihgabe an die Sowjets aus. Um aus dieser politischen wie finanziellen Zwickmühle herauszukommen, beschloss der sozialdemokratische Exilvorstand im November 1935 die Schaffung eines "Internationalen Sozialistischen Forschungsinstituts", unter Einbindung der Sozialistischen Arbeiter-Internationale, auf das die Eigentumsrechte übergehen sollten, um so die weiteren Verhandlungen über das Parteiarchiv führen zu können. 10 Die Gespräche zogen sich allerdings mehr und mehr in die Länge, die sowjetischen Unterhändler Adoratskij 11, Arosev 12 und Bucharin 13 wurden schließlich im April 1936 wegen Überschreitung ihrer Vollmachten nach Moskau zurückbeordert. 14 Weitere Verhandlungen mit den Sowjets verliefen dann im März 1937 im Sande.
Unabhängig von den Verhandlungen musste das Problem der Unterbringung des Parteiarchivs zu einer Lösung gebracht werden. Im Juni 1936 stimmte die Sopade dem Vorschlag Nikolaevskys zu, die in Paris befindlichen Marx-Engels-Dokumente in einem Banksafe zu deponieren und die übrigen Archivbestände der in Gründung befindlichen Pariser Filiale des Instituut voor Sociale Geschiedenis zur Aufbewahrung zu übergeben; ein entsprechender Hinterlegervertrag wurde dann am 31.8.1936 abgeschlossen. 15
Insgesamt waren die finanziellen Reserven der Sopade im Laufe der Emigrationsjahre zusammengeschmolzen, obwohl ein Teil der Kosten, die für die Unterstützung bedürftiger sozialdemokratischer Emigranten und insbesondere die politische Untergrundarbeit in Deutschland anfielen, zunächst durch den Verkauf des "Neuen Vorwärts" 16, der "Sozialistischen Aktion" 17 und anderer Publikationen erwirtschaftet werden konnte. Doch auch die Parteipresse wurde zunehmend ein Zuschussgeschäft. So musste der Parteikassierer Siegmund Crummenerl in der Vorstandssitzung am 31. März 1937 feststellen, dass die Mittel der Sopade lediglich bis Ende September 1937 reichen würden. 18 Hinzu kam: Ende 1937 konnte die Tschechoslowakei dem Druck der nationalsozialistischen Reichsregierung, die Aktivitäten der Emigranten zu beenden, nicht länger widerstehen. Die tschechoslowakische Regierung entschloss sich, "mit einem Verbot der Emigrantenzeitungen einen Beweis ihres guten Willens zu erbringen". 19 Um einem offiziellen Verbot zuvorzukommen, verlegte der Parteivorstand den Erscheinungsort des "Neuen Vorwärts" Ende Dezember 1937 nach Paris. Da darüber hinaus das Verbot jeglicher politischer Betätigung voraussehbar war, beschloss die Sopade am 1. März 1938 ihren Sitz nach Paris zu verlegen. 20 Dem Exilvorstand war dabei schmerzlich bewusst, dass er jetzt nicht nur auf das politische Netzwerk verzichten musste, über das die Sopade durch ihre engen Kontakte zur tschechoslowakischen Sozialdemokratie verfügte, sondern dass nun auch die Verbindungen, die die SPD über ihre Grenzsekretariate in Neuern, Mies, Karlsbad, Bodenbach, Reichenberg und Trautenau ins Deutsche Reich hinein hielt, abrissen. Dass sich mit der Übersiedlung auch die Zahl der Abnehmer sozialdemokratischer Druckschriften weiter reduzieren würde und somit mit einem Anstieg der Defizite zu rechnen war, verschärfte die Situation zusätzlich. Trotz einschneidender Sparmaßnahmen, wie der Reduzierung der Zahl der besoldeten Vorstandsmitglieder, war definitiv absehbar, wann die wenigen noch vorhandenen Mittel aufgebraucht sein würden. In dieser Situation wurde das Parteiarchiv zum einzigen materiellen Wert, über den die Exilpartei noch verfügte. Siegmund Crummenerl brachte es in der Parteivorstandssitzung am 1. März 1938 auf den Punkt: "Das wichtigste ist, dass nun die Finanzierung vordringlich behandelt wird. Ich denke dabei sowohl an die SAI wie an den Verkauf des Archivs." 21
Unter diesem Druck trat die Sopade nun in Verhandlungen mit den Niederländern ein. Durch den Zwang zum Verkauf und die Tatsache, dass sie keine weiteren Interessenten aufzuweisen hatte, befand sie sich bei den direkten Verhandlungen in einer Situation, die ihr kaum Spielraum zur Wahrung eigener Interessen ließ. Die Verkaufsverhandlungen führten - nach Absprache mit Otto Wels - Siegmund Crummenerl als Beauftragter des Parteivorstandes und Nehemia de Lieme 22, Gründer und Direktor der Centrale Arbeiders-Verzekerings- en Deposito-Bank, die laut ihren Statuten mindestens 55 Prozent ihres Gewinnes an die Arbeiterbewegung abzuführen hatte. Am 19. Mai 1938 wurde schließlich folgender Vertrag unterzeichnet, der hier vollständig wiedergegeben wird, weil der Text später - nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur - immer wieder Gegenstand von unterschiedlichen Bewertungen und auch Irritationen war:
"Die ‚Centrale Arbeiders- Verzekerings- en Deposito-Bank' in 's-Gravenhage, vertreten durch ihren Direktor Herrn Nehemia de Lieme in 's-Gravenhage, Käufer, und der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, jetzt in Paris, gemäss der diesem Vertrag beigefügten Vollmacht rechtsgültig vertreten durch Herrn S. Crummenerl zu Paris, Verkäufer, haben folgenden Vertrag abgeschlossen:
1. Der Verkäufer verkauft und wird liefern an den Käufer die der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands gehörenden Archive, einschliesslich der sogenannten Karl Marx- und Friedrich Engels-Archive, Studien, Manuskripte, Briefe, geschriebene und gedruckte Dokumente und Bücher, insbesondere alle Materialien, die der Pariser Filiale des ‚Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis' in Amsterdam von Berlin aus in Paris zur Aufbewahrung übergeben wurden, zusammen genannt Marx-, Engels- und Partei-Archive, inclusive drei Bände der Originalprotokolle der Ersten Internationale und alles, was diese Organisation und deren Abteilungen betrifft;
alles soweit das Obengenannte sich in Paris, Kopenhagen und Amsterdam befindet, und ferner eingeschlossen auch die dazu gehörigen Bestandteile, die jetzt nicht zu eruieren sind, wenn diese Bestandteile wieder zu Tage gefördert werden; mit Ausnahme von:
I. allen Materialien, die sich auf Geschehnisse nach 1914 beziehen. Zu dieser Ausnahme gehören nicht die Protokolle des Rats der Volksbeauftragten in Deutschland im Jahre 1918/1919 und die sich im Besitz des Parteivorstandes befindliche Sammlung des ‚Vorwärts' bis 1915;
II. den Büchern der Bernstein-Bibliothek, soweit diese nicht von Nikolajewsky nach Paris überführt worden sind, insofern diese Bücher keine Notizen aufweisen von Karl Marx oder von Friedrich Engels.
2. Der Käufer erklärt, das Obengenannte für den Preis von zwei und siebzig Tausend Gulden (hfl 72.000.-) zu kaufen unter folgenden Bedingungen:
a) Der Kaufpreis beträgt zwei und siebzig Tausend Gulden (hfl. 72.000), zahlbar in 13 Monatsraten, wovon die ersten 12 je hfl. 5.500.- und die dreizehnte resp. die letzte hfl. 6.000.- beträgt. Die erste Rate ist fällig nach Uebernahme der Archive durch den Käufer in Kopenhagen, resp. in Paris und Amsterdam, jedoch spätestens 14 Tage nach Abschluss des Kaufvertrages, falls kein Verschulden des Verkäufers oder des Aufbewahrers der Archive am verspäteten Abtransport vorliegt. Die Monatsraten werden gegen Quittung in duplo, dem Bankkonto überwiesen, das der bevollmächtigte Crummenerl dem Käufer mitteilt.
b) Die Transport- und Versicherungskosten trägt der Käufer.
c) Der Verkäufer befreit den Käufer von allen Anforderungen, die früher oder später hinsichtlich der Archive geltend gemacht werden könnten und von den juristischen und finanziellen Folgen jeder juristischen Aktion, welche gegen die in dieser Uebereinkunft angegangenen Transaktionen eingeleitet werden könnte.
d) Der Käufer stellt die Archive zur Verfügung des ‚Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis' in Amsterdam unter den Bedingungen, usanzgemäss zwischen dem Käufer und dem ‚Instituut'. Das ‚Instituut' verpflichtet sich wissenschaftlichen Forschern Einsicht in die Dokumente zu gewähren unter den beim ‚Instituut' geltenden Bedingungen.
e) Der Käufer verpflichtet sich, die Archive weder ganz noch teilweise zu verkaufen.
f) Wenn die Sozialdemokratische Partei Deutschlands in Deutschland wieder legal arbeiten kann, erhält sie das Recht, von den Archiven oder von Teilen derselben auf eigene Kosten Photokopien anfertigen zu lassen. Die Anfertigung erfolgt unter Aufsicht des ‚Instituut' unter Bedingungen, wie diese vom ‚Instituut' festgestellt und beim ‚Instituut' gebräuchlich sind.
g) Wenn das ‚Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis' Photokopien des Gesamtarchives herstellt, soll dem Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ein Exemplar gegen Bezahlung angeboten werden; jedoch nur wenn Photokopien des Gesamtarchives hergestellt werden." 23
Der Verkaufserlös ermöglichte es der Sopade, ihre Arbeit wenigstens in eingeschränktem Maße fortzuführen. Die Eigentumsübertragung der Bestandsteile, die sich in Paris bereits in Obhut der dortigen Zweigstelle des IISG befanden, war lediglich ein formaler Akt; für die Materialien, die im Safe des Crédit Lyonnais gesichert waren, wurde von Nicolaevsky der Schlüssel an de Lieme übergeben. Der eigentliche Marx-Engels-Nachlass und weitere Materialien aus dem alten Parteiarchiv, die in Kopenhagen aufbewahrt wurden, wurden nach Amsterdam in die Zentrale des IISG überführt. Damit hatte das Archiv der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands aufgehört zu existieren.
Fussnote 1: Schreiben Nikolaevsky an Hertz, 18.4.1934, in: AdsD, Bestand Paul Hertz (Mikrofilm). Zurück
Fussnote 2: Johan Willem Albarda (1877-1957), von Beruf Ingenieur, 1899 Eintritt in die Sociaal-Democratische Arbeiders Partij, 1940-1945 Minister in der niederländischen Exilregierung in Großbritannien, 1945-1952 Mitglied des niederländischen Staatsrats (Raad van State).Zurück
Fussnote 3: Schreiben Albarda an Wels, 27.4.1934, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 15; Nicolaas Wilhelmus Posthumus (1880-1960), Wirtschaftshistoriker, niederländischer Sozialdemokrat, ab 1922 Lehrstuhl an der Universität von Amsterdam, 1935-1952 Direktor des IISG. Zurück
Fussnote 4: Anregung zum Wiederaufbau des Partei-Archivs, und Anregung zu einem Institut für die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, in: AdsD, Bestand Friedrich Salomon, Mappe 14, 17.4. bzw. 26.5.1934.Zurück
Fussnote 5: Schreiben Hermann an Wels, 5.9.1935, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 78; Hermann d.i. German Aleksandrovic Tichomirnov (1899-1955), 1922-1925 Sekretär Stalins, 1925-1937 Leiter des Zentralen Parteiarchivs beim Lenin-Institut; Josif Visarionovic Stalin (1879-1953).Zurück
Fussnote 6: Schreiben Wilhelm Dittmann an Jacob Peter Mayer, 21.6.1929, nach Siegfried Bahne: Zur Geschichte der ersten Marx-Engels-Gesamtausgabe, in: Arbeiterbewegung und Geschichte. Festschrift für Shlomo Na'aman zum 70. Geburtstag. Herausgegeben von Hans-Peter Harstick, Arno Herzig, Hans Pelger, Trier 1983, S. 146ff.; siehe auch: Beiträge zur Marx-Engels-Forschung Neue Folge. Sonderband 2. Erfolgreiche Kooperation: Das Frankfurter Institut für Sozialforschung und das Moskauer Marx-Engels-Institut (1924-1928), Berlin/Hamburg 2000. Wilhelm Dittmann (1874-1954), von Beruf Tischler, seit 1894 SPD-Mitglied, ab 1899 Redakteur an sozialdemokratischen Zeitungen, 1912-1933 Mitglied des Reichstags bzw. der Nationalversammlung, 1917 Mitgründer der USPD, 1918 Mitglied des Rats der Volksbeauftragten, 1922-1933 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, ab 1929 einer der Verantwortlichen für das Parteiarchiv, 1933 Emigration in die Schweiz, 1951 Rückkehr nach Deutschland, ehrenamtliche Tätigkeit im SPD-Parteiarchiv; Jacob Peter Mayer (1903-1992), Historiker, seit 1919 Sozialdemokrat, Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1934 Emigration nach Großbritannien, ab 1967 Lehrstuhl an der Universität Reading.Zurück
Fussnote 7: Von sowjetischer Seite wurden zehn Millionen französische Francs angeboten, siehe: Protokoll der Vorstandssitzung am 15.4.1936, in: AdsD, Kleine Erwerbungen, Sign. 6/SKEA000020 (Kopien).Zurück
Fussnote 8: Rundschreiben, 17.9.1935, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 8.Zurück
Fussnote 9: Friedrich Adler (1879-1960), von Beruf Physiker, österreichischer Sozialdemokrat, erschießt 1916 aus Protest gegen die österreichische Kriegspolitik Ministerpräsident Karl Reichsgraf von Stürgkh (1859-1916), zunächst zum Tod verurteilt, dann zu 18 Jahren Haft begnadigt, 1918 amnestiert, 1923 Mitgründer und 1925-1939 Sekretär der SAI, 1935 Emigration nach Belgien, 1940 über Frankreich in die USA, 1946 in die Schweiz.Zurück
Fussnote 10: Protokoll der Parteivorstandssitzung, 7.11.1935, in: AdsD, Bestand Kleine Erwerbungen, Sign. 6/SKEA000019 (Kopien).Zurück
Fussnote 11: Vladimir Adoratskij (1878-1945), 1931-1938 Direktor des Marx-Engels-Lenin-Instituts Moskau.Zurück
Fussnote 12: Aleksandr Arosev (1890-1938), 1923 Archivar des Lenin-Instituts, 1938 hingerichtet.Zurück
Fussnote 13: Nikolaj Bucharin (1888-1938), 1924-1929 Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Russlands, 1938 im Moskauer Schauprozess zu Tode verurteilt und erschossen.Zurück
Fussnote 14: Schreiben Nikolaevsky an Adler, 12.6.1936, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 78.Zurück
Fussnote 15: Übereinkunft zwischen dem Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Prag und dem Vorstand des Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis in Amsterdam, 31.8.1936, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 57.Zurück
Fussnote 16: Untertitel: Sozialdemokratisches Wochenblatt, Karlsbad Juni 1933-Dezember 1937, dann Paris Januar 1938-Mai 1940.Zurück
Fussnote 17: Untertitel: Organ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Karlsbad November 1933-März 1938.Zurück
Fussnote 18: Marlies Buchholz/Bernd Rother, a.a.O., S. 187f.Zurück
Fussnote 19: Besprechung zwischen der Sopade und dem Vorstand der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP) am 3. Dezember 1937, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 3.Zurück
Fussnote 20: Sitzung des Parteivorstands am 1.3.1938, in: AdsD, Kleine Erwerbungen, Sign. 6/SKEA000022 (Kopie).Zurück
Fussnote 21: Sitzung des Parteivorstands am 1.3.1938, a.a.O.Zurück
Fussnote 22: Nehemia de Lieme (1882-1940), 1912-1918 Vorsitzender des Nederlandsche Zionistenbond, 1904 Gründer und bis 1940 Direktor der Centrale Arbeiders-Verzekerings- en Deposito-Bank, ab 1935 Vorsitzender des IISG.Zurück
Fussnote 23: Original im AdsD.Zurück


