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Weitere Quellenstücke aus der Weimarer Zeit

Gewerkschaftsplakate
Plakat zur Reichstagswahl am 14.September 1930

Plakat zur Reichstagswahl am 14.September 1930
(aus dem Bestand Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Bundesvorstand).
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In einem Wahlaufruf des ADGB heißt es u.a.:
"Löhne und Kaufkraft der breiten Massen werden gesenkt. Die soziale Versicherung wird verschlechtert. Arbeitslose und Kranke werden noch größerem Elend preisgegeben. Die sozialen Grundrechte des neuen Staates werden zerschlagen. Der Einfluss der Arbeiterschaft in der Führung des Staates wird planmässig ausgeschaltet. In dieser Situation, in der sich auf allen Gebieten der Sozial- und Wirtschaftspolitik der Einfluss des reaktionären Unternehmertums im Parlament immer stärker durchzusetzen droht, gibt es für die Gesamtheit der deutschen Arbeitnehmer nur eine Partei, die sie mit dem Einsatz ihrer ganzen Kraft zu unterstützen hat: die Sozialdemokratie."
Die SPD bleibt nach der Wahl stärkste Partei im Reichstag, büßt aber gegenüber 1928 zehn Mandate ein. Alarmierend ist das Anwachsen der Stimmenzahl für die NSDAP. Die NSDAP wird zweitstärkste Partei, die Zahl ihrer Mandate steigt von 12 (1928) auf 107.

Flugblatt (aus dem Bestand Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Bundesvorstand):
"Im März 1920 putschen reaktionäre Militärs und Politiker unter der Führung von Wolfgang Kapp und des Generals von Lüttwitz gegen die demokratische Regierung. Reichsminister und Reichstagsabgeordnete fliehen aus Berlin. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund und die Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände rufen zum Generalstreik auf. Der Deutsche Beamtenbund schließt sich dem Streik an. Der Aufstand von Kapp und Lüttwitz scheitert nach wenigen Tagen an der entschlossenen Gegenwehr der Gewerkschaften und fast aller demokratischen Parteien."

Plakat zur Reichstagswahl am 14.September 1930

Werbebild des Verbandes der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter (VNG), 1928/29
(aus dem Bestand Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten, Hauptverwaltung).
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Der VNG vertritt 1927-1933 u.a. die Interessen der Bäcker und Konditoren, Böttcher, Brauer, Fleischer und Müller. Er ist eine Vorläuferorganisation der heutigen Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten. Im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund der Weimarer Republik steht der VNG mit etwa 150.000 Mitgliedern an zehnter Stelle der Mitgliedsverbände.

Plakat zur Reichstagswahl am 14.September 1930

Ankündigungsplakat
(aus dem Bestand Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund).
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Vor dem Hamburger ADGB-Kongreß veranstaltet der Bezirk Hamburg des ADGB ein Reichsjugendtreffen. Der Gewerkschaftsvorsitzende Theodor Leipart führt in seiner Ansprache bei der Kundgebung auf dem Rathausmarkt am 2.September 1928 u.a. folgendes aus:
"Es ist noch kein alter Brauch, dem Ihr durch Euer Treffen in Hamburg entsprecht. Es war vor drei Jahren zum ersten Male, daß bei dem in Breslau stattfindenden Gewerkschaftskongreß die Jugend selbst ... in Erscheinung trat. Heute sind es mehr als 15000 Arbeiterjungen und -mädchen - alles organisierte junge Gewerkschafter - aus allen Teilen des Reiches, die bekunden wollen, daß sie nicht nur als Mitglieder den Gewerkschaften angehören, sondern sich auch innerlich fest mit ihnen verbunden fühlen.
Dieses Verbundensein der Jugend mit der Gewerkschaft konnte sich früher nicht so wie heute öffentlich sichtbar erweisen. Vor zwanzig Jahren, als 1908 der Gewerkschaftskongreß ebenfalls hier in Hamburg tagte und über die besten Wege der Erziehung, der Bildung und des Schutzes der Jugend beriet, da wäre eine solche Kundgebung undenkbar gewesen."

 

Ausweise
Ausweis Emil Barth

Ausweis Emil Barth
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Geb. 23.4.1879 in Heidelberg, gest. 25.7.1941 in Berlin, Klempner.

Ab 1914 hauptamtlicher Funktionär des Deutschen Metallarbeiter Verbandes (DMV). 1917 Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). 1918 leitete er den Vorsitz der 1. Sitzung des "Provisorischen Arbeiter- und Soldaten-Rates". Vom 10.11.1918 bis 29.12.1918 Mitglied in der provisorischen Regierung des Rates der Volksbeauftragten. Ab 1921 Mitglied der SPD und Sekretär der Berliner freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale.

Ausweis Siegfried Aufhäuser

Ausweis Siegfried Aufhäuser
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Geb. 1.5.1884, Augsburg, gest. 6.12.1969 Berlin/West, Handlungsgehilfe.

Ab 1913 geschäftsführender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für ein einheitliches Angestelltenrecht, ab 1917 Allgemeiner freier Angestellten (AfA)-Bund, von 1920 bis 31.3.1933 deren Vorsitzender. Mitglied des Deutschen Reichstages für die SPD vom Mai 1921 bis 22.6.1933. Am 2.5.1933 Haftbefehl, Emigration nach Saarbrücken später Paris, Prag und USA. Rückkehr nach Deutschland 1951. Von 1952 bis Dezember 1958 Vorsitzender der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft, Landesverband Berlin, anschließend deren Ehrenvorsitzender.

 

Sticker/Embleme/Briefmarken/Symbole
Ausweis Emil Barth

Sticker
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Dieses Symbol wurde ab 1925 bis die ersten Jahre nach 1945 verwendet.

 

Inflationsgeld
Inflationsgeld

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Organisationen
Fahnen Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter

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Der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter und der Deutsche Verkehrsbund (DVB) schlossen sich 1930 mit dem Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter und dem Verband Deutscher Berufsfeuerwehrmänner zum Gesamtverband der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs (Vorläuferorganisation der heutigen ÖTV) zusammen.

Der Verband der Gemeinde und Staatsarbeiter wurde 1896 als "Verband der Arbeiter der Gasanstalten, auf Holz- und Kohlenplätzen und sonstigen Arbeitsleuten" gegründet. Nach mehreren namentlichen Umwandlungen erhielt er 1906 seinen endgültigen Verbandsnamen.

Fahnen Reichsverband der Berufskraftfahrer

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Der Reichsverband der Berufskraftfahrer war Mitglied im Deutschen Verkehrsbund. Dieser Verband wurde 1897 als "Zentralverband der Handels- Transport- und Verkehrsarbeiter und -arbeiterinnen Deutschlands" gegründet. Nach mehreren namentlichen Umwandlungen erhielt er 1923 seinen endgültigen Verbandsnamen.

Programm Jugendtreffen der Metallarbeiter

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Sticker Arbeiter-Turn- und Sport-Bund

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Der Arbeiter-Turn- und Sport-Bund wurde als Nachfolgeorganisation des Arbeiter-Turner-Bund (1893 gegründet) 1919 gegründet. Der ATSB existierte bis zu seinem Verbot 1933. Er hatte 1932 740.000 Mitglieder.

Nach 1945 verzichtete man auf eine Neugründung und schloß sich dem Deutschen Sportbund an.