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FES / AdsD

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD) ist die zentrale Aufbewahrungsstätte für Quellen aller Art zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, der aus ihr hervorgegangenen Organisationen wie Parteien und Gewerkschaften und der in diesen tätigen Personen.
Auch für die Erforschung der Sozialgeschichte allgemein und die Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland sind die Quellenbestände des AdsD unverzichtbar.
Das AdsD steht in der Tradition des ehemaligen Parteiarchivs der SPD, dessen Wurzeln in die Anfänge der deutschen Sozialdemokratie zurückreichen, es ist aufgrund historischer Ereignisse aber nicht mit diesem identisch und reicht in seinen Sammelgebieten weit über das alte Parteiarchiv hinaus.

Blick in das Archiv, Koffer von August BebelAls öffentlich geförderte Einrichtung steht das AdsD nach Maßgabe der Benutzungsordnung allen Interessierten offen.

 

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung trauert um Helmut Rohde

Bundesminister für Bildung und Wissenschaft Helmut Rohde
SPD-Parteitag in Mannheim

Helmut Rohde wurde am 9. November 1925 in Hannover geboren. Er stammte aus einem sozialdemokratisch und gewerkschaftlich geprägten Elternhaus, trat nach Ende des Zweiten Weltkriegs bereits 1945 der SPD bei und engagierte sich schon früh gewerkschaftlich.
In den folgenden Jahren schloss Rohde eine journalistische Ausbildung ab. Während dieser Zeit arbeitete er unter anderem für Fritz Heine bei der SPD-Pressestelle in Hannover. Anschließend wurde er Redakteur bei der Deutschen Presse-Agentur. 1950 entschloss sich Rohde zu einem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften, was ihm 1953 die Türen für die Arbeit als Pressereferent im Niedersächsischen Sozialministerium öffnete.

Ab 1957 war Helmut Rohde dreißig Jahre lang als engagierter Sozialpolitiker Mitglied des Deutschen Bundestages. Unter Willy Brandt übernahm er 1969 die Stelle des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Unter Helmut Schmidt hatte Rohde von 1974 bis 1978 das Amt des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft inne. Zudem war er seit 1975 Mitglied des SPD-Parteivorstands und von 1979 bis 1983 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. 1973 wurde Rohde bis 1984 zum Vorsitzenden der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AFA) der SPD. Neben vielzähligen Auszeichnungen wurde Helmut Rohde 1978 das Große Verdienstkreuz mit Stern am Schulterband der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

>Helmut Rohde

Auf dem Empfang zu seinem 60. Geburtstag beschrieb Willy Brandt seinen engen Vertrauten mit den folgenden Worten: "Der Junge aus dem Arbeiterviertel Hannover-Linden hat in seinem Leben große Wegstrecken zurückgelegt. […] Bei allem, was er an Positionen auch gehabt hat, stand und steht heute die direkte und persönliche Verantwortung für die Arbeitnehmerschaft im Mittelpunkt seines Wirkens. Das sind die Menschen geblieben, in deren Mitte er über alle Stationen hinweg gelebt hat." Nach dem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag engagierte er sich weiterhin vielfältig in Politik und Gesellschaft. Helmut Rohde lehrte beispielsweise an den Universitäten Hannover, Bochum und Bremen. Als bodenständiger und pragmatischer Sozialdemokrat und Arbeitnehmervertreter war sein Leben beispielhaft für sozialen Aufstieg bei uneingeschränkter Solidarität mit der sozialdemokratischen Tradition.
Helmut Rohde starb am 16. April 2016.

Zum Nachlass von Helmut Rohde im AdsD

In Verbindung mit dem Archiv der sozialen Demokratie
präsentiert die Hans-Böckler-Stiftung die Geschichte der Gewerkschaften

Geschichte der Gewerschaften

Das von der Hans-Böckler-Stiftung bereitgestellte Angebot enthält eine umfassende Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Es ist in Zusammenarbeit mit dem AdsD entstanden.

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150 Jahre deutsche Sozialdemokratie online entdecken

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung hat ein neues Online-Portal zur Geschichte der Sozialdemokratie entwickelt.
Es können dort die Chronik der Sozialdemokratie, sowie Hinweise zur Wanderausstellung zum 150. Geburtstag der SPD abgerufen werden. Ergänzt wird das Portal durch die neue Seite zu den Erinnerungsorten der Sozialdemokratie.

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Bilder vom Festakt am 23. Mai 2013 in Leipzig


Gesichter der Gewerkschaften
Interviews mit gewerkschaftlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im AdsD

Zwischen 2012 und 2014 führte das AdsD durch Förderung der Hans-Böckler-Stiftung das Projekt "Individuelle Erinnerung und gewerkschaftliche Identität" durch.
Das Projekt erhebt und sichert Zeitzeugeninterviews mit vormaligen Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern des Deutschen Gewerkschaftsbunds, seiner Einzelgewerkschaften und der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft.
Auf einer eigens entwickelten Internetseite präsentiert das AdsD Auszüge aus den Interviews. Das Projekt wird derzeit um weitere Interviews ergänzt.

mehr auf www.zeitzeugen.fes.de


Online-Recherche im Bestand des AdsD

Datenbank

Das derzeitige Angebot an Recherchemöglichkeiten wird ständig erweitert. Sollten während Ihrer Recherche Fragen auftreten, benutzen Sie bitte die angebotene Online-Hilfe.
Weitere FAUST- Datenbanken sowie Findbücher stehen Ihnen, sofern sie öffentlich zugänglich sind, im Lesesaal des AdsD der FES zu Verfügung.

 


Ausstellung "Nein zu Hitler"
Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933 - 1945

Die Wanderausstellung nahm im Jahr 2008 die 75-jährige Wiederkehr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 zum Anlass, an den sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Widerstand und auch an die Verfolgungen zu erinnern, denen Mitglieder beider Organisationen im Dritten Reich ausgesetzt waren.

Daten und mehr zur Wanderausstellung "Nein zu Hitler"