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FES / AdsD

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD) ist die zentrale Aufbewahrungsstätte für Quellen aller Art zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, der aus ihr hervorgegangenen Organisationen wie Parteien und Gewerkschaften und der in diesen tätigen Personen.
Auch für die Erforschung der Sozialgeschichte allgemein und die Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland sind die Quellenbestände des AdsD unverzichtbar.
Das AdsD steht in der Tradition des ehemaligen Parteiarchivs der SPD, dessen Wurzeln in die Anfänge der deutschen Sozialdemokratie zurückreichen, es ist aufgrund historischer Ereignisse aber nicht mit diesem identisch und reicht in seinen Sammelgebieten weit über das alte Parteiarchiv hinaus.

Blick in das Archiv, Koffer von August BebelAls öffentlich geförderte Einrichtung steht das AdsD nach Maßgabe der Benutzungsordnung allen Interessierten offen.

 

 

Baumaßnahmen - Einschränkungen im Archivbetrieb

Aufgrund von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Bonner Gebäude der Friedrich-Ebert-Stiftung wird auch der Betrieb des Archivs in den nächsten Monaten von Veränderungen und Einschränkungen betroffen sein.

Vor Beginn der eigentlichen Renovierungsarbeiten wird der Lesesaal des Archivs und der Bibliothek innerhalb des Gebäudes umziehen. Dieser Umzug wird vom 13. bis 15. März 2017 stattfinden. An diesen drei Tagen bleiben Archiv und Bibliothek geschlossen. Außerdem sind Archiv und Bibliothek aufgrund aufwändiger Vorarbeiten der Baumaßnahmen in der Woche vom 10. bis 14. April 2017 vollständig geschlossen.

Ab dem 16. März 2017 bis voraussichtlich Oktober 2018 sind die Lesesaalkapazitäten der Bibliothek stark eingeschränkt; in dieser Zeit steht leider nur eine begrenzte Anzahl an Arbeitsplätzen zur Verfügung. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, falls Sie in dieser Zeit einen längeren Aufenthalt im Archiv planen oder allgemeine Fragen zur räumlichen Situation haben.

Auch während der Baumaßnahmen bleibt das Archiv zu den üblichen Zeiten für Sie geöffnet, leider kann es jedoch immer wieder zu kurzfristigen Störungen im Archivbetrieb kommen. Wir bitten Sie, die mit den Sanierungsarbeiten einhergehenden Einschränkungen und Störungen zu entschuldigen.

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung trauert um ihr ehemaliges Vorstandsmitglied. Das Archiv der sozialen Demokratie um seinen Nachlassgeber.

Horst Ehmke

Am 12. März ist Horst Ehmke im Alter von 90 Jahren in Bonn gestorben.
Horst Ehmke war der Friedrich-Ebert-Stiftung als langjähriges Mitglied des Stiftungsvorstands verbunden, das Archiv der sozialen Demokratie verwahrt Ehmkes schriftliche Unterlagen und wird seinen Nachlass weiterhin pflegen.

Horst Ehmke wurde am 4. Februar 1927 in Danzig geboren. 1946 erlangte Horst Ehmke die Hochschulreife in Flensburg, studierte danach Jura und Volkswirtschaft in Göttingen und trat 1947 als Student der SPD bei. Von 1952 bis 1956 war Horst Ehmke wissenschaftlicher Assistent des SPD-Bundestagsabgeordneten Adolf Arndt. Er promovierte 1952 in Göttingen zum Dr. jur., und habilitierte sich anschließend 1960 in Bonn mit dem Thema "Wirtschaft und Verfassung - Die Verfassungsrechtbesprechung des Supreme Court zur Wirtschaftsregulierung". Im Alter von 34 Jahren übernahm er 1963 den Lehrstuhl für Öffentliches Recht in Freiburg.

Horst Ehmkes Karriere in der aktiven Politik startete Anfang 1967: Staatssekretär im Bundesjustizministerium unter Gustav Heinemann, im März 1969 wurde er dann selbst zum Bundesjustizminister ernannt. Bundeskanzler Willy Brandt berief ihn bereits ein halbes Jahr später zum Bundesminister für besondere Aufgaben und zum Leiter des Bundeskanzleramts, wo er sich als "Spezialist für alles" mit legendärer Energie als wichtige Stütze vor allem für die Ostpolitik der sozialliberalen Bundesregierung erwies. Nach der vorgezogenen Bundestagswahl 1972 wurde Ehmke zugleich Bundesminister für Forschung und Technologie sowie Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen und trat im Mai 1974 nach dem Rücktritt Willy Brandts von seinem Ministeramt zurück. Bis 1994 blieb er Mitglied des Deutschen Bundestags, ab 1980 als Abgeordneter für den Wahlkreis Bonn. Von 1973 bis 1991 war er Mitglied des SPD-Parteivorstands. Im Dezember 1976 nahm Horst Ehmke den stellvertretenden Fraktionsvorsitz der SPD ein und ab Januar 1977 war er außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion.
Nach seinem Abschied aus dem Bundestag stand Horst Ehmke als gefragter Zeitzeuge gerne Rede und Antwort und reüssierte nach seinen politischen Erinnerungen (Mittendrin, 1994) als Schriftsteller mit dem Politthriller Global Players (1998) und vier weiteren Kriminalromanen. Er lieferte einmal mehr den Nachweis dafür, dass eine oft erzählte Anekdote gestimmt haben mag, wonach sich Ehmke einmal in seinen Dienstwagen geworfen und die Frage des Chauffeurs nach dem Fahrtziel selbstsicher beantwortet haben soll: "Egal, ich werde überall gebraucht!"

Trauer um Horst Ehmke

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung wirkt ab 2016 im Masterstudiengang Politisch-Historische Studien der Universität Bonn mit

Die Friedrich-Ebert-Stiftung wirkt ab 2016 im neuen weiterbildenden Masterstudiengang Politisch-Historische Studien am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn mit. Der berufsbegleitende, praxisorientierte und interdisziplinäre Masterstudiengang richtet sich an alle Interessierten aus den Bereichen Bildung und Vermittlung von Politik und Zeitgeschichte.

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In Verbindung mit dem Archiv der sozialen Demokratie
präsentiert die Hans-Böckler-Stiftung die Geschichte der Gewerkschaften

Geschichte der Gewerschaften

Das von der Hans-Böckler-Stiftung bereitgestellte Angebot enthält eine umfassende Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Es ist in Zusammenarbeit mit dem AdsD entstanden.

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150 Jahre deutsche Sozialdemokratie online entdecken

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung hat ein neues Online-Portal zur Geschichte der Sozialdemokratie entwickelt.
Es können dort die Chronik der Sozialdemokratie, sowie Hinweise zur Wanderausstellung zum 150. Geburtstag der SPD abgerufen werden. Ergänzt wird das Portal durch die neue Seite zu den Erinnerungsorten der Sozialdemokratie.

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Bilder vom Festakt am 23. Mai 2013 in Leipzig


Gesichter der Gewerkschaften
Interviews mit gewerkschaftlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im AdsD

Zwischen 2012 und 2014 führte das AdsD durch Förderung der Hans-Böckler-Stiftung das Projekt "Individuelle Erinnerung und gewerkschaftliche Identität" durch.
Das Projekt erhebt und sichert Zeitzeugeninterviews mit vormaligen Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern des Deutschen Gewerkschaftsbunds, seiner Einzelgewerkschaften und der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft.
Auf einer eigens entwickelten Internetseite präsentiert das AdsD Auszüge aus den Interviews. Das Projekt wird derzeit um weitere Interviews ergänzt.

mehr auf www.zeitzeugen.fes.de


Online-Recherche im Bestand des AdsD

Datenbank

Das derzeitige Angebot an Recherchemöglichkeiten wird ständig erweitert. Sollten während Ihrer Recherche Fragen auftreten, benutzen Sie bitte die angebotene Online-Hilfe.
Weitere FAUST- Datenbanken sowie Findbücher stehen Ihnen, sofern sie öffentlich zugänglich sind, im Lesesaal des AdsD der FES zu Verfügung.

 


Ausstellung "Nein zu Hitler"
Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933 - 1945

Die Wanderausstellung nahm im Jahr 2008 die 75-jährige Wiederkehr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 zum Anlass, an den sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Widerstand und auch an die Verfolgungen zu erinnern, denen Mitglieder beider Organisationen im Dritten Reich ausgesetzt waren.

Daten und mehr zur Wanderausstellung "Nein zu Hitler"