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nicht weniger als die Überwindung aller Menschheitsprobleme durch unbegrenzten technischen Fortschritt – das ist das Heilsversprechen rund um Künstliche Intelligenz aus dem Silicon Valley. Auch hierzulande steht KI für Effizienzsteigerung, Modernisierung und Fortschritt. Aber zu welchem Preis?
Der Philosoph und Mathematiker Rainer Mühlhoff beschreibt in „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ (Reclam, 2025) eindrücklich die Gefahren, die vom Zusammenspiel zwischen antidemokratischen Tech-Ideologien, autoritären Bewegungen und den technischen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz ausgehen. Der Autor warnt vor dem Aufkommen eines „neuen Faschismus“, der sich aus einer Mischung aus antidemokratischem Denken, technikgetriebener Machtpolitik und sozialer Kontrolle speise. KI offenbare sich hierbei weniger als Werkzeug neutraler Effizienz, sondern als potenzieller Verstärker ungleicher Machtverhältnisse – und als Gefahr für Demokratie und eine gerechte Gesellschaft.
Für seine eindrückliche und aufrüttelnde Analyse erhält Rainer Mühlhoff den diesjährigen Preis „Das politische Buch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.
„Sein Appell ist unmissverständlich: Künstliche Intelligenz muss demokratisch gestaltet werden. Mühlhoff fordert eine striktere Regulierung, mehr kritische Forschung und eine breite gesellschaftliche Debatte über die manifesten gesellschaftlichen Auswirkungen von KI, die sich nicht mit Zukunftsmythen abspeisen lässt. Er zeigt, wie unkontrollierte KI-Entwicklung demokratische Institutionen untergräbt und rechtliche Normen aushöhlt.“ (aus der Jurybegründung)
Mehr über das Preisbuch, den Autor und die komplette Jurybegründung finden Sie hier.
Die Preisverleihung findet am 21. Mai 2026 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin statt. Sie können sich bereits jetzt hier anmelden. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Lust auf weitere politische Lektüre? Von Kapitalismus, Sozialismus und Freiheit, Ungleichheit und Erbschaftssteuer über den Zusammenbruch der alten Weltordnung bis zu extrem rechter Geschichtspolitik – diese fünf Bücher sollten Sie ebenfalls unbedingt lesen, empfiehlt die Jury „Das politische Buch“.