Politisches Kino beim Filmfest Hamburg

 
 
 
 
Ausrufezeichen - Logo für den Filmpreis der FES der Sektion - VETO!
von ZOFF - Berlin
 

Die Veto!-Sektion beim Filmfest Hamburg

Am 24. September heißt es wieder „Film ab!“, das Filmfest Hamburg startet. Seit 2013 ist die Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. Partnerin des Filmfests: Gemeinsam präsentieren wir die Veto!-Sektion, die Sektion des politischen Kinos. Wir zeigen acht Filme und diskutieren sie im Anschluss mit den Macher*innen, mit Expert*innen und mit dem Publikum. Die FES macht dies mit der Überzeugung, dass kaum etwas so gut in ein Thema einführen, das Nachdenken und Diskussionen anstoßen und im positiven Sinne provozieren kann wie politische Filme. Sie sind Impulse für politische und gesellschaftliche Debatten – Debatten, die wir mit Ihnen und euch führen möchten. Die Veto!-Sektion läuft vom 25. September bis 3. Oktober in fünf Hamburger Kinos.

 

 

Der Preis „Der politische Film“

Die acht Filme der Veto!-Sektion sind nominiert für den Preis „Der politische Film“ der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und geht an die beste Regie. Die Filme der Sektion sind sowohl Spiel- wie auch Dokumentarfilme, die verschiedenste Themen aus unterschiedlichen Orten der Welt nach Hamburg bringen. Sie alle verbindet ihr politischer Anspruch – es sind Filme mit Ausrufezeichen! 

Dabei sind:

„A Bit of Light” ist ein Film mit Galgenhumor von Ali Asgari über einen iranischen Arzt, der seinem Leben ein Ende setzen will, und über die Versuche seiner Familie, ihn mit der Realität zu versöhnen. Jean-Gabriel Périots „A Life, A Manifesto“ führt uns in seiner Montage durch das Leben der Kritikerin, Filmemacherin und politischen Aktivistin Michèle Firk von Paris über Kuba und bis nach Guatemala. „Death in the Making“ ist ein Dokumentarfilm von Piotr Pawlus. Er zeigt uns die Spuren des Krieges in der Ukraine: Zerstörung, Trauer und Resilienz und das Ringen der Menschen um ihre verlorene Normalität. In „Everybody to Kenmure Street” von Felipe Bustos Sierra sehen wir die Kraft der Solidarität einer Nachbarschaft, die versucht, in Glasgow die Abschiebung von Menschen aus ihrer Mitte zu verhindern. Mit persönlichen Geschichten des Widerstands und historischen Aufnahmen nimmt uns Pegah Ahangarani in „Rehearsals for a Revolution“ mit auf eine Reise durch 40 Jahre iranische Geschichte. Um den Kampf um Gerechtigkeit geht es im Spielfilm „Strawberries“ von Laïla Marrakchi, der die Lebensrealität der marokkanischen Saisonarbeiterin Meriem in Spanien portraitiert. Mit hintergründigem Witz und intellektuellem Tiefgang wartet Sophie Fiennes auf, die gemeinsam mit Slavoj Žižek in „The Pervert’s Guide to Utopias“ mithilfe des Kinos auf die Ausweglosigkeit der Gegenwart antwortet. Mitten in die regierungskritischen Proteste Belgrads transportiert uns „Until the Day Ends“ von Jelena Maksimović und zeigt zwei verschiedene junge Menschen, die ihre Wut und der Drang nach Ausbruch eint.

 

 

Die Jury

Eine unabhängige Expert*innen-Jury wählt unter den Veto!-Filmen die*den Gewinner*in des Regiepreises „Der politische Film“ aus. Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr folgende Jury-Mitglieder gewinnen konnten:

* Mehria Ashuftah (Rechtsanwältin, Lehrbeauftragte und Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft),

* Merle Kröger (Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Dramaturgin, Berlin) und

* Dan Thy Nguyen (Theaterregisseur, Schauspieler und Kurator, Hamburg).

 

 

Tickets

In genau zwei Wochen geht es los und ab heute sind die Tickets im Vorkauf. Tickets zu den Filmen der Veto!-Sektion gibt es hier.

Wir freuen uns auf die Filme mit Ausrufezeichen und sind gespannt, wer dieses Jahr den Preis „Der politische Film“ erhält. Sehen wir Sie und euch im Kino? Wir würden uns freuen!

Auf ein politisches Filmfest Hamburg 2026!

 

 

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