Einladung - Feministische Veranstaltung am 11.06.26

 
 
 
 
von IconScreen
 

Liebe Freund*innen des Feministischen Barcamps Hamburg,

leider wird es 2026 kein Feministisches Barcamp Hamburg geben. Das ist wirklich schade, denn seit 2018 hatten wir wirklich tolle Barcamps mit euch. Danke! 

ABER:

Dieses Jahr bündeln wir von der FES Nord unsere Ressourcen mit dem DGB Hamburg und veranstalten stattdessen am Donnerstag, 11. Juni einen ganzen Tag gegen Antifeminismus – mit einem Fachtag und einer öffentlichen Abendveranstaltung mit Susanne Kaiser und Natascha Strobl. 

Wir hoffen natürlich, möglichst viele von euch dort zu sehen!

Bis bald,

Euer Team der FES Nord 

 

Fachtag: „Demokratiefeindlichkeit und Antifeminismus im Betrieb“, Donnerstag, 11.6.2026, 9.30 bis 15.30 Uhr, Musiksaal am Besenbinderhof. 

+++Dieser Fachtag richtet sich insbesondere an Personal- und Betriebsratsmitglieder, Expert*innen und Arbeitnehmer*innen.+++

Antifeminismus ist längst kein Randphänomen mehr, sondern ein global vernetztes politisches Projekt. Er verbreitet queer- und Frauenfeindlichkeit und bedroht unsere Demokratie.

Diese Ideologie findet ihren Weg in unseren Alltag, auf unsere Smartphones und natürlich auch in unsere Betriebe. Zeit, sich dem Phänomen zu widmen und gemeinsam dem Antifeminismus entschlossen und solidarisch entgegenzutreten. Sei dabei! 

 

Wir freuen uns sehr auf den Input "Wie der autoritäre Backlash unsere Demokratie bedroht" von Susanne Kaiser, Autorin (u.a. "Politische Männlichkeit. Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen." Berlin 2020; "Backlash – Die neue Gewalt gegen Frauen". Stuttgart 2023): 

„Junge Männer wählen rechts, Hass und Gewalt gegen Frauen und Queere nehmen zu und in sozialen Medien werden misogyne Role Models gefeiert. Der Input beleuchtet die reaktionäre Gegenbewegung zu feministischen Errungenschaften und die wachsende Attraktivität autoritärer Männlichkeitsideale. Es soll diskutiert werden, warum sich insbesondere junge Menschen von traditionellen Rollenbildern angezogen fühlen, welche politischen Konsequenzen das hat - und wie feministischer Widerstand der Erosion demokratischer Strukturen begegnen kann.“

Danach arbeiten wir gemeinsam in Workshops. Jeder Workshop wird zweimal angeboten. 

1. Durch die Hintertür? Antifeminismus gegen Demokratie. In diesem Workshop mit Katia Schnellecke (Referentin für Internationale Geschlechtergerechtigkeit, Friedrich-Ebert-Stiftung) geht es um antifeministische Ideologie und deren internationale Lobby. 

2. Vom Alltag im Rollback: Antifeministische und queerfeindliche Bedrohungen. In diesem Workshop mit Jule Räuchle und Saskia Tsitsigias (Magnus-Hirschfeld-Centrum Hamburg) geht es um konkrete Bedrohungen durch antifeministische Akteur*innen und darum, wie wir uns diesen solidarisch entgegen stellen können. 

3. Kantinenparolen kontern. In diesem Workshop mit Suzanne Vogel-Vitzthum und Bella (Aufstehen gegen Rassismus) geht es konkret darum, wie wir antifeministische Sprüche entlarven und dabei – soweit es möglich und sinnvoll ist – noch mit unserem Gegenüber im Gespräch bleiben. 

4. Time to enter – Antifeminismus im digitalen Raum begegnen. In diesem Workshop mit Lena Sierts (Kurswechsel Hamburg) geht es um Antifeminismus in sozialen Medien und dem digitalen Raum mit seinen Algorithmen und anderen Möglichkeiten der (Massen-)mobilisierung.

Bitte entnehmt die Details der Webseite und/oder dem angehängten Programm!

Anmeldung und weitere Infos hier.

 

Öffentliche Abendveranstaltung 

Gespräch mit Natascha Strobl und Susanne Kaiser

"Anti-Antifeminismus! Von der Reaktion in die Aktion. Fair und solidarisch", 17-18.30 Uhr, Musiksaal am Besenbinderhof

Die letzten Jahrzehnte schienen in vielerlei Hinsicht progressiv, was Frauenrechte und Feminismus anging. Gemeinsam erkämpften Feminismus und Gewerkschaften wichtige Rechte in Politik, Gesellschaft und am Arbeitsplatz. 

Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus sind nicht neu, aber mit ihrer massenhaften Verbreitung im Netz und in der öffentlichen Debatte befinden wir uns mitten im Rollback gegen feministische Errungenschaften: Etwa durch die sogenannte „Manosphere“, die im Netz gezielt sehr junge Männer und Kinder anspricht, um Frauenhass und frauenfeindliches Verhalten zu verbreiten. Radikale Rechte haben den Kampf gegen Feminismus und queere Menschen verstärkt und wirken mit ihrem Antifeminismus in breite Teile und Schichten unserer Gesellschaften hinein, indem sie Unsicherheiten und Ängste für sich ausnutzen. Damit wird unsere Demokratie unterwandert. 

Demokrat*innen, können sich dem entgegenstellen. An diesem Abend wollen wir mit der österreichischen Rechtsextremismus-Expertin Natascha Strobl und der Autorin Susanne Kaiser darüber sprechen, wie genau antifeministische Positionen der Weg in den gesellschaftlichen Mainstream gebahnt wird, wer davon profitiert und wer davon besonders betroffen ist. Vor allem: Wie können wir uns solidarisch und praktisch gegen Antifeminismus verbünden? Wie stellen wir dem ein besseres Gesellschaftsmodell entgegen und gewinnen die Kraft, dies auch immer wieder neu zu gestalten und zu verteidigen? 

Der DGB Hamburg und die Friedrich-Ebert-Stiftung Nord laden herzlich ein. 

Gäste: 
Susanne Kaiser, Journalistin und Autorin, u.a. von "Politische Männlichkeit. Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen." Berlin 2020; "Backlash – Die neue Gewalt gegen Frauen". Stuttgart 2023; "Das feministische Paradox: Der brutale Backlash gegen die Emanzipation." Blätter für deutsche und internationale Politik, Ausgabe Mai 2023.
 

Natascha Strobl, Politikwissenschaftlerin, Rechtsextremismusexpertin und (Co-)Autorin von u.a. "Die Identitären. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa", Münster 2017, "Radikalisierter Konservatismus. Eine Analyse." Berlin 2021; "Kulturkampfkunst. Ein Handbuch", Berlin 2026.

Zu Info und Anmeldung: https://www.fes.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetail/289922 

 

 

Organisatorische Hinweise

Organisatorische Hinweise:

- Die Teilnahme ist kostenfrei. 
- Eine Anmeldung ist erforderlich. Bei erfolgreicher Anmeldung senden wir eine Anmeldebestätigung.
- Bei Fragen zur barrierefreien Durchführung wenden Sie sich gern an uns.

Wo: Musiksaal im Besenbinderhof, Besenbinderhof 57A, 20097 Hamburg

Wann: Donnerstag, 11.06.2026
 

 

 

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