Über sicherheitspolitische Themen berichten – fundiert, reflektiert, handlungsfähig

Freitag, 20. Februar 2026

 
 
 
 
Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, spricht bei der 62. Münchner Sicherheitskonferenz zu den Medienvertretern.
von pa/dpa/Kay Nietfeld
 

Liebe Kolleg:innen,

die Münchner Sicherheitskonferenz ist gerade zu Ende gegangen – und einmal mehr wird deutlich: Sicherheitspolitische Themen prägen unsere Gegenwart.

Krieg in Europa, hybride Bedrohungen, Desinformation und geopolitische Machtverschiebungen fordern auch Journalist:innen heraus. Gute Berichterstattung braucht heute mehr als Faktenwissen: Sie braucht Einordnung, emotionale Kompetenz und professionelle Haltung. Dem Thema sicherheitspolitische Berichterstattung widmen wir nicht nur diesen Newsletter, sondern laden Euch auch zu unserem Seminar mit der Fachjournalistin Julia Weigelt nach Hamburg ein. 

Alle Details und Links zur Anmeldung findet Ihr weiter unten in diesem Newsletter.

Euer Team der Journalist:innen-Akademie
der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

 

"Sicherheitspolitische Themen fundiert bearbeiten und einordnen" vom 10. bis 12. März in Hamburg

Portraitfoto Julia Weigelt
von Inga Sommer
 

In unserem dreitägigen Seminar lernt Ihr, sicherheitspolitische Themen professionell, empathisch und souverän zu bearbeiten – auch in aufgeheizten, emotional belastenden Kontexten. Im Fokus stehen die Einordnung von Konfliktdynamiken, die Interviewführung mit extremen Akteur:innen, der Umgang mit Desinformation sowie die bewusste Reflexion der eigenen journalistischen Rolle.

Das detaillierte Programm findet Ihr hier.

Termin: Dienstag bis Donnerstag, 10.-12. März 2026

Teilnahmepauschale: 300,00 Euro (inkl. Übernachtung im EZ und Frühstück).

Hier geht's zur Anmeldung.

 

 

Interview: Warum emotionale Kompetenz zur Kernkompetenz im Journalismus gehört

Im Gespräch mit unserer Trainerin Dagmar Thiel erklärt Julia Weigelt, warum Sicherheitspolitik heute ein Querschnittsthema ist – und weshalb Journalist:innen ihre eigene innere Haltung reflektieren müssen, um auch unter Stress neugierig, offen und professionell zu bleiben. Julia Weigelt erklärt, wie die Steuerung der eigenen Emotionen, ein Perspektivwechsel und insgesamt emotionale Kompetenz die Qualität journalistischer Arbeit konkret verbessern.

Das gesamte Interview könnt Ihr hier nachlesen. 

 Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026.
von pa/ZUMAPRESS.com|Andreas Stroh
 

 

Lesetipp: Hybride Bedrohungen differenziert einordnen

Cover der Publikation: Mikhail Polianskii Dezember 2025 Jenseits der Grauzone: Europas Weg zu strategischer Klarheit gegen russische hybride Bedrohungen
von Freepik.com/Pixabay.com
 

Der Politikwissenschaftler Mikhail Polianskii plädiert für begriffliche Klarheit im Umgang mit „hybriden Bedrohungen“. Statt pauschaler Zuschreibungen fordert er eine differenzierte Analyse, um Überreaktionen zu vermeiden und demokratische Werte zu schützen. Ein wichtiger Impuls für alle, die sicherheitspolitische Entwicklungen fundiert einordnen wollen.

Hier findet Ihr seine Analyse zum Download, die die FES im Dezember 2025 veröffentlicht hat.

 

 

 

Hörtipp: Europa, Russland und die Frage nach Gesprächen

Sollte Europa mit Russland reden? Der Leiter des FES-Russlandprogramms, Alexey Yusupov, ordnet im WDR-5-Podcast „Politikum“ ein, warum Gespräche über eine zukünftige Sicherheitsordnung trotz des Kriegs gegen die Ukraine notwendig bleiben könnten – und wo die politischen Grenzen liegen. 

Ein differenzierter Beitrag zur aktuellen sicherheitspolitischen Debatte, den Ihr hier anhören könnt (ab Minute 03:37 mit Alexey Yusupov).

 

 Portraitfoto Alexey Yusupov
von privat
 

 
 

 

Über die Journalist:innen-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Unsere Gesellschaft benötigt qualifizierte und unabhängige Journalist:innen, die neben ihrer handwerklichen Qualifikation auch über ein ausgezeichnetes politisches Wissen verfügen.

Auf der Grundlage dieser Kompetenzen beobachten und kommentieren Journalist:innen die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen unserer Gesellschaft und der Welt. Als Übersetzer:innen von Politik sollen sie informieren und kommentieren, sollen mahnen, zweifeln und entlarven.

Mit dem qualifizierten Informations-, Bildungs- und Dialogangebot der Journalist:innen-Akademie unterstützt die Friedrich-Ebert-Stiftung Journalist:innen bei der Erfüllung dieser verantwortungsvollen Aufgaben und leistet einen Beitrag zur Sicherung der Qualität in der journalistischen Berichterstattung sowie zur demokratischen Medienentwicklung.

 

 

Weitere Informationen zur Journalist:innen-Akademie der FES erhaltet Ihr auf unserer Internetseite.

Dort findet Ihr auch die für unsere Veranstaltungen geltenden Teilnahmebedingungen.