Wir brauchen eine globale, solidarische Kampagne, um uns gegen Antifeminist*innen und Abtreibungsgegner*innen durchsetzen zu können. Das war das Fazit unserer Veranstaltung „Antifeminism beyond borders – Wie die Selbstbestimmung die Welt provoziert“. Die Veranstaltung stand im Zeichen eines aktuellen und höchst widersprüchlichen Anlasses, denn an demselben Tag, als in Deutschland die Abschaffung des § 219a beschlossen wurde, wurde in den USA das Abtreibungsrecht durch den Supreme Court eingeschränkt.
Weltweit nehmen antifeministische Bewegungen zu, sie verbreiten menschenverachtende Ideologien und schüren Hass. Und dieser Hass ist nicht zu unterschätzen, wie unsere Expertinnen Prof. Dr. Cynthia Miller-Idriss aus den USA und Kamila Ferenc, Juristin und Aktivistin aus Polen berichteten. Denn sobald Antifeminist*innen in Verfassungsgerichten und Regierungen sitzen, hat das fundamentale Konsequenzen für Frauen, trans*-, inter*- und nicht-binäre Menschen. Ihre Rechte werden massiv eingeschränkt, wie sich diesen Sommer in den USA gezeigt hat.