22. Juni 2021, 18.00 Uhr | ONLINE
„Wie transformiert die Digitalisierung den Kulturbetrieb?“
Die Digitalisierung verändert unsere Art, wie wir arbeiten, kommunizieren, konsumieren, denken und handeln. Sie hat Einfluss auf das persönliche Leben und auf dessen gesellschaftliche Organisation und ist damit ein kultureller Prozess von höchster Bedeutung. Gleichzeitig wirkt sie sich auch auf die Kultur im engeren Sinne aus. Kultur findet längst nicht mehr nur im Theater, Museum oder Konzertsaal statt. Mit dem Internet und den dazugehörigen Plattformen und Portalen sind längst neue Räume entstanden, in denen die Beziehung zwischen Kulturproduzent_in und Kulturkonsument_in neu definiert werden kann. Doch es geht nicht nur um Kultur im digitalen Raum, auch der analoge Museums- oder Theaterbesuch verändert sich: Durch Interaktive Bildschirme, Augmented Reality oder QR-Codes und andere digitale Formate werden ganz neue Formen der Vermittlung und Präsentation möglich.
Die Kultureinrichtungen sind durch diesen technologischen Fortschritt mit neuen Erwartungshaltungen und Transformationserfordernissen konfrontiert. Sie haben die Chance, neues Publikum zu gewinnen, stehen aber auch in der Gefahr, Besucher*innen zu verlieren, die an alten Rezeptionsgewohnheiten festhalten wollen.
Wie muss Kulturpolitik programmatisch und strukturell angepasst werden, um diese Entwicklungen aufzunehmen, ohne dass der Anspruch einer „Kultur für alle“ durch technologische Schwellen beschädigt wird?