Wer in den vergangenen Jahren auf Wohnungssuche war, gar derzeit eine neue Bleibe sucht, erntet zumeist nur mitleidige Blicke: Das Wohnungsangebot ist mau, die Mietpreise horrend, Abschlagsforderungen gängige Praxis. Wer bezahlbar wohnt, so scheint es, hat entweder geerbt oder einfach sehr viel Glück gehabt. Die Auswüchse verfehlter Wohnraumpolitik offenbaren sich dabei in Großstädten genauso wie im ländlichen Raum. Der Ansatz, Wohnraum könne auch dem Diktat von Angebot und Nachfrage unterworfen werden, ist krachend gescheitert. Zwischen Obdachlosigkeit und Gentrifizierung wird deutlich wie zentral Wohnen für das Funktionieren unserer Demokratien ist: Wer wohnt, nimmt teil. Wer wohnt, gestaltet. Wie kann es weitergehen? Worauf muss sich Politik konzentrieren und was können wir für die Situation in Düsseldorf lernen?
Programm
16.15–17.30 Uhr
Stadtspaziergang / Oberbilk! Zwischen Obdachlosigkeit und Gentrifizierung
17.30–18.00 Uhr
Gallery Walk und Imbiss: Ausstellung Bezahlbarer Wohnraum
18.00–19.00 Uhr
Gespräch und Diskussion: „Wie wir wohnen, was wir sind: Perspektiven für NRW“
Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung im "Hinweisfeld" mit, ob Sie bereits am Stadtspaziergang oder nur an der Diskussion teilnehmen möchten.