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die Reform des Ehegattensplittings steht wieder auf der politischen Agenda. Mit dem von mehreren Ökonomen vorgeschlagenen und auch im Bundesministerium der Finanzen diskutierten fiktiven Realsplitting liegt ein konkreter Reformansatz vor.
Unsere neue Publikation ordnet die aktuelle Debatte ein und zeigt, warum das heutige Ehegattensplitting reformiert werden sollte: Es fördert Kinder nicht gezielt, begünstigt vor allem hohe Einkommen und Paare mit ungleich verteilten Einkommen und schwächt die Erwerbsanreize für Zweitverdienende.
Das aktuell diskutierte fiktive Realsplitting geht zwar in die richtige Richtung, bleibt aber ein Zwischenschritt. Wir plädieren für eine Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag. Sie berücksichtigt Unterhaltspflichten verfassungskonform, begrenzt steuerliche Privilegien und schafft Spielräume für eine gezieltere Förderung von Kindern und Familien.