Berliner Brasiliendialoge Veranstaltungsreihe | 1.6.2022 | #2: Soziale Kämpfe, politische Bündnisse und die Wahlen

 
 
 
 
 

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die diesjährigen Wahlen sind für Brasilien von außerordentlicher Bedeutung: Zwischen Oktober und November diesen Jahres finden die Wahlen für die Präsidentschaft, die Regierungen der Bundesstaaten sowie für die Legislativorgane auf Bundes- und Landesebene statt.

Nach der zersetzenden politischen Polarisierung und der täglichen Bedrohung der demokratischen Institutionen in den vergangenen Jahren kommen die Wahlen einem Plebiszit über die Zukunft der Demokratie im Lande gleich: Werden die Regierungen und Parlamentarier*innen (wieder)gewählt, die sich dem Rechtsstaat verpflichtet fühlen oder eher Politiker*innen, die weiter versuchen werden, die politischen Institutionen von innen heraus zu untergraben? Darüber hinaus sind die Wahlen selbst Gegenstand politischer Auseinandersetzungen: Wird die Radikalisierung einiger politischer Akteur*innen die friedliche Durchführung der Wahlen verhindern? Werden sie die Wahlergebnisse akzeptieren?

Die jüngste Zeit war auch durch eine stagnierende Wirtschaft und von sich verschärfenden Auswirkungen auf die brasilianische Gesellschaft durch die Sozial-, Gesundheits-, Umwelt- und Klimakrise gekennzeichnet. Die Wahlen entscheiden somit auch darüber, ob es gelingt, diese multiple Krise zu überwinden. Werden also die gewählten Regierungschefs und Parlamentarier*innen einen neuen Governance-Pakt befürworten, der darauf abzielt, soziale Ungleichheiten zu verringern und die vom Menschen verursachten Auswirkungen auf Umwelt und Klima zu reduzieren oder führen die Wahlen im Gegenteil zu einer Verschärfung der multiplen Krise?

In Fortsetzung des 2020-2021 begonnenen Austauschs werden die Berliner Brasiliendialoge Risiken und Chancen der Wahlen 2022 in Brasilien diskutieren – aus akademischer, politischer und zivilgesellschaftlicher Perspektive.

Auf dem zweiten Podium werden Vertreterinnen sozialer Bewegungen über aktuelle politische Konfliktlinien, ihre eigene Beziehung zu den politischen Parteien berichten und diskutieren ihre Erwartungen und Befürchtungen rund um die Wahlen 2022.

Wir laden Sie herzlich zur 2. Veranstaltung der Reihe ein:

#2 | 1.6.2022| 18:00-20:00 Uhr | Soziale Kämpfe, politische Bündnisse und die Wahlen

Mit:
Anielle Franco (Instituto Marielle Franco, Brasilien)
Nalu Faria (Marcha Mundial das Mulheres, Brasilien)

Moderation und Diskussion: Camila de Abreu (FDCL), Louise Baumann (LAF Berlin e.V.)

Die Anmeldung ist hier möglich.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die ersten drei Panels der Reihe finden im digitalen Format in Zoom mit Simultanübersetzung Portugiesisch-Deutsch statt und werden zusätzlich per Livestream übertragen.

Die “Berliner Brasiliendialoge” sind eine Initiative des Lateinamerika-Instituts der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit: Heinrich-Böll-Stiftung (hbs), Friedrich-Ebert-Stiftung / Referat Lateinamerika und der Karibik (FES), Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), Brasilien Initiative Berlin (BIB), Kooperation Brasilien e.V. (KoBra), Lateinamerika-Forum (LAF), Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila), Misereor und Brot für die Welt.

Weitere Veranstaltungen folgen ab September 2022.

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Online-Teilnahme in ZOOM

Die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung per E-Mail.

Die nächste Veranstaltung ist:

#3 | 6.7.2022 | Öffentlichkeit, digitale Netzwerke und politische Kommunikation

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Das Referat Lateinamerika und Karibik der Friedich-Ebert-Stiftung

 

 

Über die FES in Lateinamerika und Karibik

Seit über 50 Jahren vertritt die Friedrich-Ebert-Stiftung die Werte der sozialen Demokratie in Lateinamerika und der Karibik. Über ihr Netzwerk von 17 Büros setzt sie sich in 19 Ländern der Region für soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Frieden und internationale Solidarität ein. Partner sind politische Parteien, Parlamente, Gewerkschaften, Medien und zivilgesellschaftliche Gruppen. weitere Informationen