Seit 1974 arbeitet die FES in Quito, Ecuador , unter dem Namen Instituto Latinoamericano de Investigaciones Sociales , ILDIS.
ILDIS hatte zunächst seine Arbeit als sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut aufgenommen und u.a. eine der wichtigsten gesellschaftswissenschaftlichen Bibliotheken des Landes aufgebaut. Im Laufe der Jahre erweiterte sich allerdings das Arbeitsprogramm des ILDIS bis hin zur Gründung eines zweiten separaten Arbeitsschwerpunktes im Bereich der Medien- und Kommunikationsförderung, dem einzigen kontinentweiten FES-Projekt dieser Art in Lateinamerika. Dazu zählt u.a. die Stärkung und Vernetzung lokaler Medien, insbesondere kommunaler Radiosender, aber auch der Kommunikationsformen zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen.
Nicht nur die Globalisierung, sondern auch die Erfahrung mit abgestimmtem bzw. vernetztem Handeln zwischen den FES-Büros in der Andenregion und Partnerorganisationen, die ähnliche Fragestellungen bearbeiten, haben ILDIS immer stärker auch über Ecuador hinaus wirken lassen. Zu den dabei behandelten Themen gehörten bisher die Andine Sozialcharta, die Förderung der Partizipation der indigenen Völker und Fragen einer integrierten territorialen Entwicklung innerhalb und zwischen diesen Ländern. Dazu werden jährlich auch FES-interne Regionalkonferenzen durchgeführt, um die bisherige Abstimmung innerhalb des FES-Netzwerkes noch zu verbessern.
Besonders eng ist die Zusammenarbeit im gesellschaftspolitischen Bereich mit den politischen Gruppierungen der ecuadorianischen Linken (Izquierda Democrática, Pachakutik, Nuevo País), mit dem Gewerkschaftsdachverband CEOSL und dem Frente Unitario de Trabajadores (FUT) sowie anderen, unabhängigen Gewerkschaften.
Sehr konstruktiv ist auch die Zusammenarbeit mit dem Dachverband Coordinadora Política de la Mujer Ecuatoriana und ihr angehörenden Frauenorganisationen.
Im Umweltbereich besteht eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Organisation Acción Ecológica und mit dem Instituto de Estudios Ecologistas del Tercer Mundo, zu dessen Initiatoren das ILDIS gehört.
Die Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Bereich - besonders mit den Universitäten von Guayaquil und Cuenca - beinhaltet sowohl Forschungskooperation als auch wissenschaftliche Ausbildung und Lehre.