Seitentitel: FES international - Soziale Gerechtigkeit.
FES / Zeit für Gerechtigkeit! Eine internationale Themenwoche der FES

Eine moderne Justitia ballt fordernd die Faust und hält eine Waage - Symbol für Gerechtigkeit - in der anderen Hand

Gerechtigkeitswoche 2015

Die nächste Gerechtigkeitswoche findet am 20.-23. April 2015 statt.
Weitere Informationen folgen!

Flyer

Alle Informationen zur Gerechtigkeitswoche 2014 auf einen Blick finden Sie im Flyer.

Das GW-Kunstprojekt 2014

Das diesjährige Kunstprojekt der Gerechtigkeitswoche wurde von Jim Avignon gestaltet.

Veranstaltungsüberblick

Montag 10. März 2014 | 18-20 h
Wandel der Arbeitswelt – gut, nachhaltig, global gerecht
Podiumsdiskussion, Haus 1 der FES


Montag 10. März 2014 | 18-20:30 h
Kunstprojekt
Live-Projekt von Jim Avignon
Haus 1 der FES


Dienstag 11. März 2014 | 17-20 h
Menschengerechte Arbeit
Konferenz, Haus 2 der FES


Dienstag 11. März 2014 | 20-22 h
Arbeitswelten in der Literatur - Topos ohne Utopie?
Autorenlesung & Diskussion, Literaturhaus Lettrétage in Kreuzberg


Di 11. März/Mi 12. März 2014
Fair statt prekär - Gewerkschaftsstrategien für Gute Arbeit weltweit
Intl. Gewerkschaftskonferenz, Haus 1 der FES


Mittwoch, 12. März 2014 | 16-19 h
Green Jobs = Good Jobs?
Workshop, Haus 1 der FES


Mittwoch, 12. März 2014 | 17-20:30 h
Die soziale Krise der EU - Wer trägt die Kosten?
Podiumsdiskussion, Haus 2 der FES


Mittwoch, 12. März 2014 | 18:30-20 h
Wir sind es (uns) wert!
Diskussion, taz-Café


Donnerstag, 13. März 2014 | 14-16 h
»Brot, Freiheit, Gerechtigkeit!« – Gewerkschaften im Arabischen Frühling
Podiumsdiskussion, Haus 1 der FES


Donnerstag, 13. März 2014 | 16-18 h
Altersarmut adé! - Geschlechtergerechtigkeit in Arbeit und Alter
Podiumsdiskussion, Haus 1 der FES


Donnerstag, 13. März | 10:30-15 h
Soziale Inklusion - Afrika und Deutschland im Dialog
Diskussion & Radiosendung


Donnerstag, 13. März | 18:30-22 h
Arbeitsplatz Haushalt – prekär und ungeschützt?
Podiumsdiskussion, Haus 2 der FES


Donnerstag, 13. März | 19-22 h
»Work Hard, Play Hard«
Film & Diskussion, Sputnik Kino

Veranstaltungsorte

Friedrich-Ebert-Stiftung
Haus 1
Hiroshimastr. 17
Haus 2
Hiroshimastr. 28
D-10785 Berlin
Telefon(030) 269 356
Kontakt & Anfahrt


Literaturhaus Lettrétage
Mehringdamm 61
D-10961 Berlin
Telefon(030) 692 45 38

zur Website des Lettrétage


Sputnik Kino
Höfe am Südstern
Hasenheide 54
3. HH, 5. OG
D-10967 Berlin
Telefon(030) 694 11 47

Lageplan


taz Café
Rudi-Dutschke-Str. 23
D-10969 Berlin
Telefon(030) 25 90 21 64

zur Website des taz Cafés

Rückblick:
Gerechtigkeitswoche 2012

Von der Staatsverschuldung in Europa, dem Sparen in Griechenland bis zur Arabellion - die Höhepunkte der Gerechtigkeitswoche des Jahres 2012 dokumentiert eine Audioslideshow, die Sie hier anschauen können.

Rückblick:
Gerechtigkeitswoche 2011

Vom Arabischen Frühling zum Globalen Gesundheitsfond, von Arbeitsausbeutung zur sozialen Anerkennung von Frauen - die Highlights der Gerechtigkeitswoche 2011 dokumentiert eine Broschüre, die als PDF zum Download bereit steht.

Die Broschüre können Sie auch als Printversion bestellen.

Informationen

Bei Fragen zur FES-Themenwoche "Zeit für Gerechtigkeit!"
schreiben Sie an

gerechtigkeitswoche@fes.de

Zeit für Gerechtigkeit! Eine internationale Themenwoche der Friedrich-Ebert-Stiftung vom 10.-13.3.2014 in Berlin

Gerechtigkeit in Arbeit - Justice at work!

Gute Arbeit ist ein zentrales Element gerechter Gesellschaften.

Und sie ist ein Menschenrecht, unabhängig von den sozialen, kulturellen oder ökonomischen Grundlagen eines Landes. Unter »guter Arbeit« verstehen wir: Recht auf Arbeit, freie Arbeitsplatzwahl, gute und faire Bedingungen, Schutz vor Arbeitslosigkeit, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und freie Gewerkschaften.

Der Stellenwert, die Standards und die Organisation von Arbeit sowie die Rechte der Beschäftigten variieren. In jedem Fall aber tragen prekäre und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, wie auch die Unterdrückung gesellschaftlicher Dialoge und autonomer Gewerkschaften, maßgeblich zu Ungerechtigkeiten und Entwicklungsblockaden bei.

In vielen Regionen des globalen Südens ist soziale Unsicherheit – informelle Arbeitsverhältnisse, mangelnde soziale Absicherung, geringe gesellschaftliche Teilhabe – eine Konstante. Doch auch in Industrieländern steigt der Druck auf soziale Errungenschaften. Diese Krise der Arbeit ist ein globales Phänomen, Antworten und Lösungen müssen weltweit gesucht werden.

Unter dem Motto »Gerechtigkeit in Arbeit!« stellt sich die Friedrich-Ebert-Stiftung in der dritten internationalen Themenwoche »Zeit für Gerechtigkeit!« dieser Debatte. In Podiumsdiskussionen, Fachkonferenzen, Workshops und Lesungen wollen wir gemeinsam mit Expert_innen und Gästen aus allen Weltregionen politische Alternativen aufzeigen.

Video über die FES Themenwoche ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT 2014

Unser Video gibt einen Einblick in die Vielfalt der Diskussionen und anderen Veranstaltungen der internationalen Themenwoche (auf YouTube.com, erfordert Adobe Flash Player plug-in).

 

Auftaktveranstaltung: Podiumsdiskussion | Montag, 10. März 2014

Wandel der Arbeitswelt – gut, nachhaltig, global gerecht

Überall auf der Welt stehen Arbeitnehmer_innen unter enormem Druck. Sie sind körperlich oder psychisch betroffen von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und Unsicherheit. Aber angesichts prekärer Beschäftigungsverhältnisse und gegenüber multinationalen Unternehmen befinden sie sich oft nicht in der Position, für Veränderungen zu streiten. Der Alltag geht vor, die Vision dabei manchmal verloren. Ihr geben wir zum Auftakt der Gerechtigkeitswoche einen Raum. Welche Vorstellungen und politischen Konzepte für eine gerechtere Arbeitswelt gibt es? Wie können wir den Wandel gestalten?

Auftaktveranstaltung der FES Gerechtigkeitswoche 2014; Photo: Robert Maté

Mit Petra Pinzler (DIE ZEIT) diskutierten: Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Leena Srivastava, Geschäftsführende Direktorin, The Energy and Resources Institute, Indien und Kari Tapiola, Special Adviser des Generaldirektors der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Schweiz

Jim Avignon auf der Auftaktveranstaltung der FES Gerechtigkeitswoche 2014; Photo: Robert Maté

18-20 Uhr, Haus 1 der FES

Das detaillierte Programm finden Sie hier: Deutsch | Englisch

Lesen Sie hier den Bericht über die Auftaktveranstaltung!

 

Kunstprojekt | Montag, 10. März 2014

Jim Avignon

Der Autodidakt Jim Avignon ist Maler, Illustrator und Konzeptkünstler und zählt zu den ungewöhnlichsten Figuren in der aktuellen deutschen Kunstszene. Seine Bilder sind ein Mash Up aus cartooniger Figuration, expressionistischem Bildaufbau und dominant aufs Bild gemalten Titeln, immer getreu der Devise: ein Maximum an Ausdruck mi einem Minimum an Linien. Er thematisiert die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit und kritisiert in seinen Bildern mit oft schwarzem Humor Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit. Eine lineare Karriere interessiert ihn herzlich wenig, er ist ein Abenteurer, der vor allem seiner Neugierde folgt. Kunst ist für ihn Kommunikation und Austausch.

Jim Avignon auf der Auftaktveranstaltung der FES Gerechtigkeitswoche 2014; Photo: Robert Maté

18-20:30 Uhr, Haus 1 der FES

Zur Internetseite von Jim Avignon

 

Konferenz | Dienstag 11. März 2014

Menschengerechte Arbeit.
Arbeits-, wirtschafts- und forschungspolitische Perspektiven

Um menschengerecht zu sein, muss Arbeit gestaltet werden. Dazu bedarf es auch wissenschaftlicher Grundlagen. Frühere Programme wie »Humanisierung des Arbeitslebens«  brachten Erkenntnisse hervor, die noch heute im Arbeitsschutz gelten. Doch die Arbeitswelt hat sich verändert, neue Herausforderungen entstanden: Selbstverantwortliche Arbeit birgt Risiken der Selbstüberforderung; bislang aufgabenorientierte Bereiche werden kurzfristiger Ökonomisierung unterworfen, wie im Gesundheitssektor. Die Erwerbsbevölkerung wird heterogener, nicht immer passen die Veränderungen in der Arbeitswelt dazu. Das erfordert neue Ansätze zur Gestaltung von Arbeit.

v.l.n.r.: Reiner Hoffmann (DGB), Michael Fischer (FES), Sascha Stowasser (ifaa), Norbert Breutmann (BDA), Jörg Hentrich (RKW), Stefan Kaufmann (MdB, CDU/CSU) und Ralph Bruder (GfA) während der Diskussion in der FES am 11. März 2014 in Berlin; Foto: Kai Mayer

Impulsreferat: Mandy Pastohr, RKW Kompetenzzentrum, Fachbereich Fachkräfte

Mit Michael Fischer (FES, Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik) und Jörg Hentrich (RKW Kompetenzzentrum, Fachbereich Fachkräfte) diskutierten: Reiner Hoffmann, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB),  Norbert Breutmann, Leiter Arbeitswissenschaft der Abt. Soziale Sicherung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa), Ralph Bruder, Präsident der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) und Stefan Kaufmann, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.

17-20 Uhr, Haus 2 der FES

Präsentation von Mandy Pastohr, RKW Kompetenzzentrum öffnen

Programm öffnen

Lesen Sie hier den Bericht über die Diskussionsveranstaltung!

Die Dokumentation der Veranstaltung können Sie sich hier anschauen:

 

In Kooperation mit zur Website des RKW Kompetenzzentrum

 

Autorenlesung und Diskussion | Dienstag 11. März 2014

Arbeitswelten in der Literatur -
Topos ohne Utopie?

In der zeitgenössischen Literatur ist Arbeit wieder ein zentrales Motiv. Die Geschichten erzählen von enttäuschten Wünschen nach Selbstverwirklichung, von Selbstoptimierung und Übererfüllung, von Karriere und Absturz. Sie bieten einen kritischen Blick auf Lebenswelten, in denen die Ökonomie allgegenwärtig geworden ist. Das kapitalistische System bleibt dabei zumeist die Grenze – literarische Gegenentwürfe spielen kaum eine Rolle.

Lesung im Rahmen der FES-Gerechtigkeitswoche 2014; Photo: Stephanie Leisten

Mit den Schriftstellern Thomas Melle (»Sickster«) und Jens Sparschuh (»Im Kasten«) diskutierten wir, welche Bedeutung solche Werke für die gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung um Wert, Sinn und Gestaltung von Arbeit haben. Die Diskussion moderierte Tina Mendelsohn (3Sat Kulturzeit).

20-22 Uhr, Literaturhaus Lettrétage

Lesen Sie hier den Bericht über die Lesung!

 

Internationale Gewerkschaftskonferenz | Dienstag & Mittwoch 11./12. März

Fair statt prekär - Gewerkschaftsstrategien für Gute Arbeit weltweit

Weltweit treten Gewerkschaften den sich ausweitenden prekären Beschäftigungsverhältnissen entgegen und entwickeln innovative Ansätze, um die Interessen arbeitender Menschen zu verteidigen. Wie können Gewerkschaften in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika durch Organising menschenwürdige Arbeit durchsetzen? Und welche politischen Schritte sind dafür notwendig?

Während der Diskussion in der FES Berlin am 11. März 2014; Foto: Deutsche Welle

Mit Beate Willms (taz) diskutierten: Eddie Webster, Universität Witwatersrand Südafrika, Jenny Holdcroft, IndustriALL, Peter Rossman, International Union of Foodworkers (IUF) sowie weitere Gewerkschafter_innen und Wissenschaftler_innen aus Nord und Süd.

Di 9-18 Uhr / Mi 9-16 Uhr, Konferenzsaal IHaus 1 der FES

Lesen Sie hier den Bericht über die Konferenz!

Einen spanischsprachigen Veranstaltungsbericht von Amir Valle finden Sie hier: Avanza lucha contra el trabajo precario en América

Das detaillierte Programm finden Sie hier: Deutsch | Englisch | Spanisch

Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch (Simultanübersetzung)

 

Workshop | Mittwoch, 12. März 2014

Green Jobs = Good Jobs?

In Asien wächst die Wirtschaft sehr dynamisch. Um den negativen Folgen der rasanten Entwicklung begegnen zu können, haben einige Länder Strategien zum Umweltschutz und ressourcenschonendem Wachstum initiiert. Das zeigt eine aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Eröffnen »grüne« Arbeitsplätze auch neue Möglichkeiten für gute Beschäftigung, nachhaltige Entwicklung und soziale Gerechtigkeit? Gewerkschaften beklagen die teils geringe Qualität solcher Stellen. Mit anderen Organisationen fordern sie Mindeststandards und mehr öffentliche Kontrolle. Im Workshop präsentieren asiatische und europäische Gäste ihre Erfahrungen und Standpunkte zu »grünen« Wachstumsstrategien. Welche Gemeinsamkeiten, Unterschiede und politischen Handlungsoptionen gibt es?

v.l.n.r.: Andreas Scholz-Fleischmann (BSR), Michael Langer (FES) und Lee Pil Ryul (CfAE, Korea) während des Workshops in der FES Berlin am 12. März 2014; Foto: Yan Chen

Mit Michael Langer (FES-Referat Asien & Pazifik) diskutierten: Rainer Quitzow, Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin, René Ofreneo, University of the Philippines, Andreas Scholz-Fleischmann, Personalvorstand BSR, Béla Galgóczi, European Trade Union Institute, Brüssel, und Lee Pil Ryul, Centre for Energy Alternative, Korea.

Beim Workshop Green Jobs - Good Jobs? im Rahmen der Gerechtigkeitswoche 2014; Foto: Yan Chen

16-19 Uhr, Raum 121/122Haus 1 der FES

Programm öffnen

Lesen Sie hier den Bericht über den Workshop

Sprache: ausschließlich Englisch

 

Podiumsdiskussion | Mittwoch, 12. März 2014

Die soziale Krise der EU - Wer trägt die Kosten?

Die Probleme der Eurozone sind längst nicht mehr nur wirtschafts- und währungspolitischer Natur. Dramatisch steigende (Jugend-) Arbeitslosigkeit, wachsende Armutsgefährdung sowie der Abbau regulärer Beschäftigungsverhältnisse und Tarifbindungen – die Europäische Union befindet sich auch in einer sozialen Krise! Als Lösung wird das »deutsche Modell« propagiert: hohe Wettbewerbsfähigkeit, Strukturreformen am Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen. Ist das aber auch der richtige Weg für Länder mit anderen wohlfahrtsstaatlichen Traditionen? Welchen Preis zahlt Deutschland selbst für diesen Versuch? Und lassen sich humane Arbeit, soziale Absicherung und die gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen eigentlich über nationale Grenzen hinweg regeln?

Bei der Podiumsdiskussion 'Soziale Krise der EU' im Rahmen der Gerechtigkeitswoche 2014; Foto: Torben Geeck

Keynote Address: Michael Roth, MdB, Staatsminister für Europa

Mit Ulrike Herrmann (taz) diskutierten: Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ariane Rodert, Vize-Präsidentin der Gruppe III des Wirtschafts- und Sozialsausschusses der Europäischen Union, Katja Mast, MdB, Sprecherin der Arbeitsgruppe für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion u.a.

Bei der Podiumsdiskussion 'Soziale Krise der EU' im Rahmen der Gerechtigkeitswoche 2014; Foto: Torben Geeck

Interventionen durch:

Nick Malkoutzis, stellvertretender Chefredakteur der englischsprachigen Ausgabe der Athener Zeitung Kathimerini, Ursula Engelen-Kefer, Vorsitzende des Arbeitskreises Sozialversicherung SoVD Bundesverband, Joß Steinke, Abteilungsleiter Arbeit, Soziales Europa, Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie Helena Schulz Jimeno, Internationale Abteilung der spanischen Gewerkschaft CCOO Madrid.

Bei der Podiumsdiskussion 'Soziale Krise der EU' im Rahmen der Gerechtigkeitswoche 2014; Foto: Torben Geeck

17-20:30 Uhr, Konferenzsaal IIHaus 2 der FES

Das detaillierte Programm finden Sie hier: Deutsch | Englisch

Sprachen: Deutsch, Englisch (Simultanübersetzung)

In Kooperation mit AWO und    SOVD

FES Aktionslogo Europa wählt Europa

Lesen Sie hier den Veranstaltungsbericht!

Die Beiträge von Michael Roth und Nick Malkoutzis finden Sie hier

 

Diskussion | Mittwoch, 12. März 2014

Wir sind es (uns) wert!

Die Einkommenskluft zwischen Frauen und Männern – »Gender Pay Gap« (GPG) – ist weltweit eine der hartnäckigsten Ungerechtigkeiten. Besonders in Lateinamerika gibt es trotz sinkender Armut und zahlreicher Initiativen von Gewerkschaften und linksdemokratischen Regierungen kaum Fortschritte. Ein wesentlicher Grund: männlich dominierte Strukturen. Mehr Verteilungsgerechtigkeit und gendergerechte Wirtschaftsmodelle erfordern eine stärkere Feminisierung der Gewerkschaften, Allianzen mit sozialen Bewegungen und eine engagiertere Regierungspolitik – in Lateinamerika genauso wie in Deutschland. Trotz neuer Gesetze ist die GPG in den vergangenen Dekaden auch bei uns nicht geringer geworden. Welche Strategien und Konzepte sind erforderlich, um die Arbeitswelt gendergerechter zu gestalten?

v.l.n.r.: Bernd Pickert (taz), Waltraud Wolff (MdB, SPD), Gustavoi Triani (UNI), Isamal Escalona (CSA) und Iván González (CSA) während der Diskussion im taz Café in Berlin am 12. März 2014; Foto: Carola Schönberg

Mit Bernd Pickert (taz) diskutierten: Waltraud Wolff Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion, Gustavo Triani UNI Américas, Isamal Escalona und Iván González (Latein-) Amerikanischer Gewerkschaftsbund (Confederación Sindical de Trabajadores/as de las Américas/CSA) (v.l.n.r.).

18:30-20:00 Uhr, taz Café

Programm öffnen

Sprachen: Deutsch, Spanisch (Simultanübersetzung)

Lesen Sie hier den Bericht über die Diskussion im taz Café!

Veranstaltung in Kooperation mit taz

 

Diskussion und Radiosendung| Donnerstag, 13. März 2014

Soziale Inklusion - Afrika und Deutschland im Dialog

Weltweit leben eine Milliarde Menschen mit einer Behinderung, davon fast 80 Prozent im globalen Süden. 2006 verabschiedete die UN-Generalversammlung die Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung (CRPD) – ein Meilenstein und Paradigmenwechsel. Dennoch haben viele nicht die gleichen sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen wie Menschen ohne Behinderungen: Der Ausschluss Behinderter vom Arbeitsmarkt resultiert eher aus nicht barrierefreien Arbeitsplätzen, mangelnden Angeboten oder Vorurteilen. In Afrika sind Gehandicapte von einem ökonomisch selbstbestimmten Leben fast vollkommen ausgeschlossen. 90 Prozent von ihnen gehen nicht zur Schule; zwei Drittel sind zeitweise oder dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Die politische Forderung nach Inklusion betrifft bisher allein  medizinische Aspekte und weniger die soziale Dimension von Gerechtigkeit und Partizipation. Das Ziel eines sozialen Grundsatzes muss es sein, die Teilhabe von Jedem und Jeder zu ermöglichen sowie Menschen mit Behinderung zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen.

v.l.n.r.: Gabriele Weigt, Looks Matoto, Julia Hahn (DW, Mod.), Johanna Kern und Ministerin Rachel Kachaje; Foto: Konstantin Börner

Es diskutieren: Rachel Kachaje, Ministerin für Behinderung und Senioren-Angelegenheiten, Malawi, Looks Matoto, stellvertretender Vorsitzender der Organisation für die Rechte von Personen mit Behinderung in Südafrika (DPSA), Johanna Kern, Referentin für Anwaltschaftliche Arbeit/Advocacy, Christoffel-Blindenmission sowie Gabriele Weigt, Geschäfsführerin, Behinderung und Entwicklungszuammenarbeit e.V. (bezev).

Johanna Kern und Ministerin Rachel Kachaje; Foto: Konstantin Börner

Eine ergänzende Radiosendung zum Thema »Inklusion in den Arbeitsmarkt« wurde am 24.03.2014 um 18.00 Uhr auf Radio Alex auf 88,4 MHz und 90,7 MHz. übertragen.

Sendung verpasst? Dann hier nachhören!

10:30-15 Uhr, Konferenzsaal II, Haus 2

Das detaillierte Programm finden Sie hier: Deutsch | Englisch

Lesen Sie hier den Bericht über die Diskussionsveranstaltung!

Sprachen: Deutsch, Englisch, Gebärdensprache (Simultanübersetzung)

In Kooperation mit Radio Alex

 

Podiumsdiskussion | Donnerstag, 13. März 2014

»Brot, Freiheit, Gerechtigkeit!« - Gewerkschaften im Arabischen Frühling

Militär, Muslimbrüder, Terroristen und Jugendaktivisten ­– diese Akteure dominieren unser Bild vom Arabischen Frühling. Dabei geht eine Gruppe fast vollkommen unter, die für die Lösung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme unabdingbar ist: die Gewerkschaften. In Tunesien zählen sie zu den wichtigsten Kräften im Demokratisierungsprozess. Neue, unabhängige Gewerkschaften spielen auch in Ägypten eine maßgebliche Rolle. Ihre politischen und sozioökonomischen Forderungen zielen genau auf jene Missstände, die für den Ausbruch der Revolutionen ursächlich waren. Wer aber sind die demokratischen Gewerkschaften in Nordafrika? Welche Rolle spielen sie seit Beginn der Umbrüche und wie tragen sie zum Neuanfang bei?

v.l.n.r.: Nadine Abdallah, Mohammed Mongi Amami, Jawad Al-Anani, Anja Wehler-Schöck, Yousry Marouf und Amina Boughalbi während der Diskussion; Foto: Konstantin Börner

Mit Anja Wehler-Schöck (FES-Landesvertreterin Jordanien/Irak) diskutieren:
Jawad Anani, Senator, ehemaliger Vize-Premierminister und Außenminister Jordaniens, Yousry Marouf, Präsident des Egyptian Democratic Labor Congress (EDLC), Ägypten, Mohammed Mongi Amami, tunesischer Wissenschaftler und Berater der Union Générale Tunisienne de Travail, Nadine Abdalla, non-resident Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Ägypten und Amina Boughalbi, Aktivistin der sozialen Protestbewegung Mouvement 20. Février, Marokko.

v.l.n.r.: Amina Boughalbi, Mohammed Mongi Amami, Nadine Abdallah, Yousry Marouf, Jawad Al-Anani, sowie Martin Johr und Katja Dittman (beide FES); Foto: Konstantin Börner

14-16 Uhr, Konferenzsaal 1Haus 1 der FES

Programm öffnen

Lesen Sie hier den Bericht über die Veranstaltung!

Sprachen: Deutsch, Arabisch (Simultanübersetzung)

 

Studienpräsentation & Diskussion | Donnerstag, 13. März 2014

Altersarmut adé! - Geschlechtergerechtigkeit in Arbeit und Alter

Das deutsche Rentensystem benachteiligt diejenigen, die nicht dem Modell des Standardrentners entsprechen. Vor allem für viele Frauen führt die Kombination aus geringen Beitragsjahren und »Bismarck«-Rente geradewegs in die Altersarmut. Der Vergleich mit anderen Ländern zeigt, es gibt Alternativen! Traute Meyer präsentiert dazu ihre Studie »Beveridge statt Bismarck! Europäische Lehren für die Alterssicherung von Frauen und Männern in Deutschland«. Welche Ursachen führen zu Altersarmut von Frauen im globalen Süden? Und was lässt sich aus der internationalen Praxis für die deutsche Sozial- und Arbeitsmarktpolitik lernen?

v.l.n.r.: Traute Meyer, Elke Ferner MdB, Heide Oestreich (taz) und Maria Floro während der Diskussion in der FES Berlin am 13. März 2014; Foto: Jens Schicke

Mit Heide Oestreich (taz) diskutieren: Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Hannelore Buls, Vorsitzende Deutscher Frauenrat, Maria Floro, College of Arts and Science American University Washington & University of the Philippines, Traute Meyer, University of Southampton.

v.l.n.r.: Christina Schildmann (FES), Elke Ferner MdB, Heide Oestreich (taz), Traute Meyer, Maria Floro und Hannelore Buls am 13. März 2014; Foto: Jens Schicke

16-18 Uhr, Raum 121/122 Haus 1 der FES

Das detaillierte Programm finden Sie hier: Deutsch | Englisch

Lesen Sie hier den Bericht über die Veranstaltung!

In Kooperation mit zur Website Deutscher Frauenrat

 

Konferenz| Donnerstag, 13. März 2014

Arbeitsplatz Haushalt – prekär und ungeschützt?

Mangelnde soziale Rechte von Hausangestellten halten viele für ein Problem von Entwicklungs- und Schwellenländern – ein Irrtum. Wegen des demografischen Wandels steigt auch hierzulande die Zahl von Hausangestellten - insbesondere in der Altenpflege. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di schätzt, dass rund 115.000 in privaten Haushalten arbeiten – überwiegend Zuwandererinnen aus Osteuropa. Ihre Arbeitsverhältnisse sind meist prekär und Arbeitsrechte – etwa Ruhezeiten bei der 24-Stunden Pflege – nicht existent. Deutschland hat 2013 die Konvention 189 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ratifiziert, die global einen besseren Schutz von Hausangestellten vorsieht. Einige Gruppen, etwa professionell Pflegende in Privathaushalten, sind jedoch davon ausgenommen. Wir blicken auf die Situation der Beschäftigten in Altershaushalten und sprechen über Defizite im deutschen Pflegesystem. Wie kann die Situation der Pflegekräfte und der Angehörigen von Pflegebedürftigen verbessert werden?

Mit Severin Schmidt (Leiter des Gesprächskreises Sozialpolitik der FES) diskutieren: Andrea von der Malsburg, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP e.V.), Hilde Mattheis, MdB und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Anne Frisius, Filmemacherin und Herbert Weisbrod-Frey, Leiter des Bereichs Gesundheitspolitik ver.di.

Do 18:30-20 Uhr, Konferenzsaal II Haus 2 der FES

Programm öffnen

Lesen Sie hier den Konferenzbericht!

 

Film & Diskussion| Donnerstag, 13. März 2014

»Work Hard, Play Hard«

Viele Unternehmen betrachten ihre Angestellten heutzutage als menschliche Ressource oder »human capital«. Wenn Individuen derart zu einem Kollektiv gezwungen werden, wenn das »Wir« zum Gebot wird, droht der Anspruch an die Angestellten totalitär zu werden.

Während der Diskussion im Sputnik-Kino; Foto: Robert Maté

Carmen Losmann offenbart in ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm »Work Hard – Play Hard« die quasireligiösen Tendenzen des modernen Kapitalismus. Ihre Bilder zeigen die Schattenseiten der Turbo-Ökonomie, die von einem frommen Optimierungsglauben und stetem Effizienzwahn geprägt sind. Bei den Menschen verursacht diese zunehmende Entgrenzung und Hyperflexibilisierung immer häufiger Stress und Burnout-Syndrome.

v.l.n.r.: Haroun Chahed (FES), Regisseurin Carmen Loosmann und Hans-Joachim Schulz (ver.di) im Gespräch nach dem Film am 13. März 2014; Foto: Robert Maté

Im Anschluss an die Filmvorführung im Kreuzberger Sputnik-Kino diskutierten Cäcilie Schildberg und Haroun Chahed (FES, Globale Politik & Entwicklung) mit Regisseurin und Autorin Carmen Losmann und Dr. Hans-Joachim Schulz, Leiter des Bereichs Innovation und Gute Arbeit bei ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft.

Fragen aus dem Publikum in der Diskussionsrunde nach dem Film; Foto: Robert Maté

19-22 Uhr, Sputnik Kino

In Kooperation mit zur Website des Sputnik Kinos

Lesen Sie hier den Bericht über den Film und die daran anschließende Diskussion im Sputnik!

Der Trailer zum Film:

(auf YouTube.com, erfordert Adobe Flash Player plug-in)

 

net-editionMonika Schneider
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