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04.02.2016

Zusammenfassung der Ergebnisse der Konferenz: Refugees Welcome – Hochschulzugang für Geflüchtete

Bild: von FES

Die Teilhabe an Bildung und Ausbildung ist einer der wichtigsten Schlüssel für die erfolgreiche gesellschaftliche Integration von geflüchteten Menschen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, ein Studium in Deutsch- land zu absolvieren. Wie ist der Hochschulzugang für Geflüchtete in Deutschland geregelt? Welche konkreten Möglichkeiten haben die Bundesländer, aber auch die einzelnen Hochschulen, um den Hochschulzugang für Geflüchtete zu ermöglichen? Und was muss passieren, um bestehende Hürden zu beseitigen?

Im Jahr 2015 hat die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Umfrage unter den Wissenschaftsministerien der Länder durchgeführt, um herauszufinden, wie der Hochschulzugang für Geflüchtete in Deutschland geregelt ist. 1 Im Ergebnis zeigte sich ein großer Wille der Länder und Hochschulen, geflüchtete Menschen aktiv bei der Aufnahme eines Hochschulstudiums zu unterstützen. Es werden zahlreiche Initiativen und Maßnahmen durchgeführt, um Geflüchtete auf ein Studium vorzubereiten und ihnen den Weg in die Hochschule zu erleichtern.

Am 4. Februar 2016 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin eine Konferenz statt, um einen bundesweiten Austausch über die Frage anzuregen, wie die Hürden des Hochschulzugangs für Geflüchtete beseitigt und die rechtlichen Regelungen angepasst werden können. Pia Bungarten, Leiterin der Abteilung Studienförderung, betonte den Modellcharakter der Konferenz für eine gelingende gesellschaftliche Integration von Geflüchteten. Es sei wichtig, Studierende mit Flüchtlingshintergrund für die Hochschulen zu gewinnen, aber es sollten keine Sonderprojekte angestrebt werden. „Sinnvoll ist vielmehr ein Mainstreaming: Wir beginnen, die Geflüchteten überall und immer mitzudenken, wenn wir uns mit den Alltagsfragen der Schulen und Hoch- schulen befassen“, sagte Bungarten. Die Konferenz sei aber auch in anderer Hinsicht beispielgebend, da Vertreter_innen aus Politik, Verwaltung, Hochschulen und Zivilgesellschaft mit Betroffenen ins Gespräch kommen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Diese breite gesellschaftliche Basis ist nach Bungarten der Schlüssel zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen: „Niemand kann für sich alleine die offenen Fragen beantworten. Worauf es ankommt, ist eine pragmatische und konstruktive Zusammenarbeit aller.“ weiterlesen ...


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  • Info

    Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt Bildungsexpert_innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft ein.

    • Bundes- und landespolitische Themen werden in Veranstaltungen miteinander diskutiert.
    • thematisch-analytische Publikationen folgen hieraus.
    • übergeordnete Fragestellungen werden als Studien bei Experten in Auftrag gegeben.
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