Formate

Das Forum Jugend und Politik bietet verschiedene Formate an, um sich mit Politik auseinanderzusetzen. Und wir wollen jungen Anliegen an Politik und Gesellschaft Gehör verschaffen. Für einige unserer Veranstaltungen, wie unseren Girl’s Day – Boy´s Day (wegen Umbau in der FES 2017/2018 nicht im Programm) oder digitale Angebote haben wir keine Schublade gefunden. Die Formate der übrigen Angebote haben wir hier kurz zusammenfassend mit Beispielen vorgestellt:

Trainings/Workshops und Projekttage

Workshops und Projekttage sind halb-, ein- oder zweitägige Veranstaltungen, mit der Einladung, interaktiv in einer überschaubaren Gruppe, z.B. einer Schulklasse, an einem Thema zu arbeiten, das alle betrifft. Mitmachen ist hier oberstes Gebot, denn es geht um das konkrete eigene Handeln. Beim interkulturellen Training und beim Anti-Gewalt-Workshop werden unter Anleitung von professionellen Trainerinnen und Trainern spielerisch soziale Kompetenzen vermittelt, aber auch Fragen reflektiert, die das Zusammenleben einer ganzen Gesellschaft betreffen. Die genaue Gestaltung der Workshops kann auf die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden.

 

 

Planspiele

Das Planspiel folgt der Idee, politische Abläufe, z.B. im Parlament, möglichst wirklichkeitsgetreu nachzuspielen. In Planspielen der Friedrich-Ebert-Stiftung, die unter anderem zu Kommunalpolitik, der Europäischen Union, Globalisierung und den Vereinten Nationen stattfinden, erleben junge Menschen Politik nicht als passive Zuschauer, sondern als aktive Gestalter. Zu verstehen, wie politische Entscheidungen getroffen werden und sich ein komplexes Thema zu erschließen, fällt so oft leichter.

 

 

Ideenwerkstätten und open space

Politische Bildung heißt für uns auch, der Stimme junger Menschen Gehör zu verschaffen und ihnen Raum zu geben, sich über eigene Anliegen zu verständigen. Das gelingt in Ideenwerkstätten bzw. ganz radikal auch in einem „open space“, in der die Teilnehmenden selbst mit ihren Fragen und Interessen das Programm gestalten. Ihr organisiert eure Zusammenarbeit selbst, stellt eure Ergebnisse vor und könnt an verschiedenen Themen arbeiten. Bei einem Open Space gibt es dabei kein vorgegebenes Programm, keine Podiumsdiskussionen unter Fachleuten, keine Folien oder langes Stillsitzen. Alle haben die Möglichkeit, ihre Anliegen zu benennen und mit anderen in unterschiedlichen Formen daran zu arbeiten. Die gesamte Arbeits- und Zeitplanung gestaltet ihr unter Anleitung eines „Begleiters“ selbst. Neue Projektideen und Anliegen, die während einer Ideenwerkstatt oder eines Open Space entstanden sind, werden später präsentiert und an die jeweiligen Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft übergeben.

Wie eine Ideenwerkstatt ablaufen kann, seht ihr hier (Flyer Prima Klima)

Kreativworkshops

Nicht jeder und jedem liegt es, sich über politische Diskussionen mit wichtigen Fragen unseres Zusammenlebens zu beschäftigen. Deswegen laden wir junge Menschen ein, auch auf anderen Wegen ihre Anliegen und Fragen deutlich zu machen: In Kreativworkshops entstehen nach einem inhaltlichen Einstieg und begleitet durch professionelle Journalist_innen und Künstler_innen z.B. Filme, Theaterstücke, Podcasts, Songs, Plakatkampagnen oder Poetry Slams, die junge Stimmen zu wichtigen sozialen und politischen Fragen zum Ausdruck bringen.

 

 

Kompetenztrainings

Sich politisch oder ehrenamtlich engagieren oder im journalistischen Bereich arbeiten – hier ist nicht nur das Talent entscheidend, sondern es gehört auch eine große Portion Handwerk und Know-how dazu. Für engagierte und interessierte junge Menschen bietet das Forum Jugend und Politik Kompetenztrainings an, in denen Fähigkeiten wie Rhetorik, Argumentieren, Diskutieren, Präsentieren erlernt und geübt werden können.

Für Seminare für SVen oder Schülerzeitungsredaktionen sprecht uns direkt an.

Jugendbeteiligungsprojekte

Demokratie lebt davon, dass Menschen die eigenen Angelegenheiten in die Hand nehmen. Nicht nur motzen, sondern handeln – dazu laden wir ein mit unserer kommunalen Projektwerkstatt „Mein Veedel, mein Kiez, Mein Quartier“. An zwei Tagen geht es um konkrete Aktionen in der eigenen Gemeinde, der Schule, dem Stadtteil zu dem, was jungen Menschen vor Ort wichtig ist. Vorab gibt es einen Überblick, wer auf kommunaler Ebene jeweils Einfluss hat.

In einer Jugendplanungszelle sind Jugendliche zur direkten Mitbestimmung eingeladen: in einem Gutachten sollen sie in einer Projektwoche ihr Votum zu einer Frage erarbeiten, die junge Menschen betrifft und die zur Entscheidung steht. Z.B. zu der Frage, welche Mitbestimmungsmöglichkeiten die Stadt Bonn für junge Menschen einrichten soll.

Die Projektwerkstatt für Jugendbeteiligungsaktionen eignet sich auch für SVen oder andere lokale Jugendgruppen.

Ausstellungen

Besonders mit unserer Ausstellung „Demokratie stärken, Rechtsextremismus bekämpfen – NRW für Toleranz und Menschlichkeit“ sind wir derzeit in diesem Bereich aktiv. Hier laden wir junge Menschen ein, sich als Ausstellungsbegleiter_innen fit zu machen um junge Gruppen durch unsere Ausstellung zu führen. Die Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema liegt damit direkt in der Hand junger Menschen.

Zeitzeugenprojekte

Sich wichtigen zeitgeschichtlichen Themen über Lebensgeschichten konkreter Menschen zu nähern und im Gespräch mit diesen Menschen einen persönlichen Einblick in politische Entwicklungen zu bekommen, ist eine besondere Lernchance, die wir mit Zeitzeugengesprächen bieten wollen. Über die Gespräche hinaus laden wir junge Menschen aber auch ein, ihre Eindrücke in besonderer Form aufzuarbeiten bzw. die Geschichten dieser besonderen Gesprächspartner zu bewahren, z.B. in einer begleitenden Schreibwerkstatt oder Podcasts, die wir zu den Zeitzeugengesprächen organisieren.

Literaturgespräche / Politisches Kino

Ein gutes Buch, ein guter Film bringt oft zum Nachdenken auch über politische oder gesellschaftliche Fragen. Mit Autoren, Filmemachern und Darstellern zu diskutieren, was sie jeweils bewegt, kann ebenfalls Lust machen auf die Auseinandersetzung mit Politik. Wir bringen den Film oder das Buch an die Schule – oder junge Menschen ins Kino oder zur Bühne – beides ist denkbar in unseren Formaten Literaturgespräche und politisches Kino.

Diskussionsveranstaltungen und Konferenzen

Manchmal greift auch das Forum Jugend und Politik auf die alte Schule der politischen Bildung zurück und organisiert Diskussionsveranstaltungen und Konferenzen zu aktuellen Fragen. ExpertInnen berichten aus Politik und Praxis und stellen sich den Fragen des Publikums. Dabei werden neben klassischen Veranstaltungsformaten wie Vorträgen, Lesungen oder Podiumsdiskussionen auch neue partizipationsorientierte Formate wie Fishbowl-Diskussionen oder World Cafés eingesetzt. Die Hierarchie zwischen Podium und Publikum wird überwunden und es kommt zu einem Gespräch aller Interessierten auf Augenhöhe.

Fortbildung für Lehrkräfte

Ganz gezielt richtigen wir uns mit halb-, ein- oder mehrtägigen Fortbildungsangeboten auch an Lehrkräfte, um Information, Orientierung und Kompetenzen im Umgang mit politischen Themen zu bieten, die Schule und Schülerinnen und Schüler betreffen, z.B. zum Umgang mit rechtsextremen Tendenzen an der Schule oder Cybermobbing unter Jugendlichen.

Dabei kommen wir entweder für Kollegien an eine Schule oder laden interessierte Lehrkräfte zu Angeboten ein, die wir schulübergreifend organisieren.

Leitung

Ina Koopmann
Kerstin Ott

Kontakt

Forum Jugend und Politik
Godesberger Allee 149
53175 Bonn

0228/883-7110
E-Mail-Kontakt

 

Hier finden Sie unsere thematischen Ansprechpartner_innen.

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