Nach dem Scheitern der Ampel schauen die Menschen in Deutschland verhalten positiv auf die neue Bundesregierung. Das zeigt eine Umfrage für die Friedrich-Ebert-Stiftung. Insbesondere eine Trendwende fällt dabei auf.
Nachdem die Wähler:innen bei der vergangenen Bundestagswahl alle Ampelparteien hart abgestraft haben und die Parteien an den politischen Rändern zulegen konnten, nehmen die Menschen in Deutschland den Koalitionsvertrag von Union und SPD verhalten positiv auf: Während 44 Prozent den Vertrag als „eher gut für Deutschland“ bewerten, beurteilen ihn 37 Prozent mit „eher schlecht“.
Koalition soll Kompromisse finden
Auch bei der Frage, wann die neue Regierung als erfolgreich zu bewerten sei, zeigen sich die Befragten pragmatisch: Für mehr als die Hälfte (53 Prozent) ist die Bundesregierung dann erfolgreich, wenn sie trotz politischer Differenzen Kompromisse findet. Für 39 Prozent ist es wichtig, dass die Regierung eine „gemeinsame Vision für die Zukunft Deutschlands“ entwickle. Ebenso vielen ist es wichtig, dass die Regierung ohne internen Streit zusammenarbeitet, dass sie ihre Ziele auch umsetzt (37 Prozent) das Regierungshandeln erklärt und gut kommuniziert (32 Prozent).
Größte Sorge: Donald Trump
Die größten Sorgen machen sich die Bürger:innen in Deutschland über die Politik von US-Präsident Donald Trump (65 Prozent). Auf Platz zwei folgt das Erstarken rechter Kräfte oder Parteien (56 Prozent), gefolgt von steigenden Kosten in Deutschland. Die Sorge vor Kriminalität liegt lediglich im Mittelfeld (40 Prozent), während das Thema Migration mit 34 Prozent auf einem der hinteren Plätze landet.
Trendwende: Mehrheit glaubt wieder, dass Politik Herausforderungen bewältigen kann
Eine positive Trendwende erkennen die Autor:innen der Studie bei der Frage, ob die Politik in der Lage sei, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung erhebt die Zustimmung zu dieser Frage seit 2018 regelmäßig. Während Umfragen in den letzten Jahren zeigten, dass eine Mehrheit nicht daran glaubt, die Regierung könne die Herausforderungen der Zukunft bewältigen, sind in der aktuellen Umfrage 61 Prozent sehr wohl der Meinung, die Politik sei dazu in der Lage.
Für die Studie hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut GIM im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung vom 23. April bis zum 10. Mai 2025 1.563 Personen in Deutschland befragt (deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahren).
Die vollständige Studie finden Sie auf der Website.
________________________________________________________________________________________________________
Johannes Damian, Leiter Presse und Präsentation, Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.,
Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin, Telefon +49 (0)30 26935-7038, Mobil +49 (0)1522 1570 426, presse@fes.de,
Presse-Newsletter abonnieren
Wir gestalten
Soziale Demokratie.
Seit 1925.
www.FES.de l X l Facebook l Instagram l YouTube l LinkedIn l TikTok l Bluesky