Workshop:"Wissenschaft trifft Praxis - Innovative Praxen und neue Ansätze in der sozialen Arbeit"

Samstag, 28. Oktober 2023

 
 
 
 
 
Logo des Gender Innovation Camp, Collage verschiedener Bildbestandteile
von Dominik Ziller

Die Friedrich-Ebert-Stiftung begleitet ausgewählte Innovationsinitiativen, die im Rahmen des Gender Innovation Camps 2022 entwickelt worden sind. Wir unterstützen die Innovator*innen auch 2023 bei der Weiterarbeit an den Projekten speisen die Meilensteine in aktuelle politische, zivilgesellschaftliche und wissenschaftliche Debatten ein. Besonders vielversprechend ist das laufende Projekt zur „Feministischen Revolution in Jugendhilfe und Jugendrecht“, das am 15. Dezember 2023 in einem Praxisworkshop kritisch reflektiert und konkretisiert werden soll. Weitere Informationen zum Gender Innovation Camp 2022 finden Sie hier:

https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/gender/gender-innovation-camp.

 

 

Müttern den Rücken stärken – gegen den patriarchalen Backlash

Initiativen gegen die Ausbeutung von Care-Arbeit und institutionelle Ungleichbehandlung von Müttern

Einladung zum Workshop am 15.12.2023 in die Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Haus 1, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin, 10:00-18:00 Uhr

Kindererziehung ist Arbeit – und noch dazu keine einfache. Ein Großteil dieser Arbeit wird in unserer Gesellschaft von den Eltern im Haushalt geleistet. Von den Eltern? Besser gesagt: mehrheitlich von Müttern. In den Vorstellungen vieler Eltern und von Teilen der Öffentlichkeit sollte die Erziehungsarbeit gleich zwischen Männern und Frauen verteilt sein. Doch in der Realität ist das meist nicht der Fall, wie Zeitverwendungsstudien immer wieder zeigen. Die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit wird sogar durch Institutionen der Familienhilfe und Fachleute aus der Sozialen Arbeit oft (unbewusst) gefördert. Auch auf Seiten des Familienrechts und in Entscheidungen von Familien- und Jugendgerichtsbarkeit werden in der Praxis nicht selten tradierte Rollenzuschreibungen verfestigt. Hier wird substantiell in die Lebensgestaltung von Müttern eingegriffen, so dass Ungerechtigkeiten in der Lebensführung vertieft und außergewöhnliche psychische, finanzielle und soziale Belastungssituationen entstehen.

In unserem Workshop möchten wir aus der Praxis Sozialarbeiter_innen, Jurist_innen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen mit Wissenschaftler_innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringen, um über diese Fragen zu kritisch zu reflektieren und um progressive Strategien zu entwickeln, die die Praxis, die Forschung und die Politikdebatte voranbringen können.

Weitere Infos und das Programm finde Sie im Anhang.

Für die Anmeldung scrollt weiter runter oder klickt hier: KLICK

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Plätze begrenzt sind und wir ggf. nich allen Anmeldungen eine Teilnahme garantieren können. Eine Teilnahme ist nur nach Bestätigung möglich. Wir informieren Sie zeitnah über Ihren Teilnahmestatus.

Weitere Fragen zu Anmeldung und Barrierefreiheit beantwortet Euch Tobias (tobias.silbermann@fes.de).

 

Ansprechpartnerin der FES:

Prof. Dr. Ursula Bitzegeio (ursula.bitzegeio@fes.de)

Friedrich-Ebert-Stiftung
Politische Bildung und Dialog
Demokratie, Gesellschaft & Innovation
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin
www.fes.de/dgi

 

 

*Was ist eine Fishbowl?

Ein Fishbowl stellt eine einfache, dynamische und möglichst hierarchielose Alternative zur Podiumsdiskussion und ihren Hierarchien dar. Die Methode ist besonders gut für Streitfragen und offene Diskussionsprozesse in großen Runden geeignet.
Bei einem Fishbowl werden ein innerer und ein äußerer Stuhlkreis aufgebaut, damit eine Art Arena entsteht. Im inneren Kreis stehen vier bis sechs Stühle und im äußeren Kreis Stühle für die restlichen Teilnehmen_den. In der Regel werden zwei Stühle im inneren Kreis freigelassen, auf die jeweils Diskutant_innen aus dem Publikum wechseln können, um sich aktiv zu beteiligen. Nur die Teilnehmenden im Innenkreis dürfen diskutieren, die Teilnehmenden im Außenkreis hören zu. Eine Diskussionsbeteiligung ist möglich durch Wechsel auf freie Stühle im Innenkreis. Ebenso können Diskutant_innen jederzeit den Platz im Innenkreis verlassen.

(Aus: Eine Ode an die Methode, Friedrich-Ebert-Stiftung 2019)

 

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von Andrea Schmidt