Demokratie Impuls „Dauerbaustelle Wahlrecht?“

Dienstag, 20. Januar 2026

 
 
 
 
Angeschnittenes gelbes Kreuz auf blauem Hintergrund
von FES/Bergsee, blau
 

%Anrede%,

die Diskussion um das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag kommt nicht zur Ruhe. Die Frage, wie die konkurrierenden Ziele Parlamentsgröße, Proporz und Wahlkreisrepräsentation erreicht werden sollen, erweist sich als zunehmend schwierig und politisch umstritten. Im Fokus der aktuellen Debatte: die Bedeutung der Wahlkreiswahl.

In unserem neuen Demokratie Impuls „Dauerbaustelle Wahlrecht? Zielkonflikte und Handlungsoptionen der nächsten Wahlrechtsreform“ gehen Prof. Thorsten Faas und Prof. Fabian Michl der Frage nach, wie die Reformentscheidung der Ampel-Regierung vor dem Hintergrund struktureller Zielkonflikte und empirischer Erkenntnisse zu bewerten ist – und welcher Korridor für eine erneute Wahlrechtsreform bleibt.

Die Autoren argumentieren, dass …

  • es das perfekte Wahlrecht nicht gibt. Jede Wahlrechtsreform muss eine begründete Entscheidung zur Gewichtung der konkurrierenden Ziele leisten.
  • ein empirischer Blick auf die Wahlkreise zeigt, dass der Anspruch regionaler Repräsentation immer weniger eingelöst werden kann. Die systemische Bedeutung der Wahlkreise schwankt über die Zeit und nimmt tendenziell ab.
  • die Ampel-Reform vor diesem Hintergrund eine plausible Prioritätensetzung zugunsten von Proporz und Parlamentsgröße vorgenommen hat.
  • die Verrechnung von Überhangmandaten zwischen den Landeslisten einer Partei oder Parteienfamilie eine Möglichkeit darstellt, die Anzahl der nicht-vertretenen Wahlkreise zukünftig zu reduzieren.

Den Impuls können Sie hier herunterladen.

Wir wünschen eine gewinnbringende Lektüre und hoffen, mit dieser Analyse einen Beitrag zur laufenden Debatte um ein zeitgemäßes Wahlrecht zu leisten. Über Rückmeldungen und Kommentare freuen wir uns.

Mit besten Grüßen

Alina Fuchs
Teamleiterin Demokratie
Referat Engagement, Qualifizierung und digitale Bildung


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