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die Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt am 19. Septemberum 19.00 Uhr im Alhambra Kino den argentinischen Dokumentarfilm Fondo. Otra vez la misma receta. Der Film wirft einen kritischen Blick auf die Politik des IWF in Argentinien sowie in Portugal und Griechenland von 2010, stellt die Frage, wessen Interessen vom IWF vertreten werden und ob der IWF inzwischen stärker soziale und ökologische Schwerpunkte in seiner Kreditpolitik setzt.
Vor genau 20 Jahren machte Argentinien mit dem größten Staatsbankrott der Geschichte weltweit Schlagzeilen. Soziale Verwerfungen, wachsende Armut, politisches Chaos waren die Folgen. Die Schulden von damals sind längst zurückgezahlt, doch 2018 gewährte der IWF mit 57 Milliarden Dollar Argentinien einen neuen -den größten - Kredit in seiner Geschichte. Da aufgrund der hohen Inflation von über 60 Prozent und schleppender Konjunktur ein Zahlungsausfall drohte, erhielt Argentinien im März 2022 erneut einen Kredit vom IWF. Die Rückzahlung seiner Schulden wurde damit aufgeschoben. Im Gegenzug muss Argentinien sein Haushaltsdefizit reduzieren. Dies stellt das Land mit der weltweit höchsten Staatsverschuldung vor große wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. So leben aktuell etwa 40 Prozent der Argentinier_innen unterhalb der Armutsgrenze.
Wie es in Argentinien weiter gehen könnte und was dies für die internationale Schuldenarchitektur und erforderliche Reformen bedeutet, diskutieren wir im Anschluss an die Filmvorführung mit dem Regisseur Alejandro Bercovich und Armand Zorn, MdB. Moderiert wird das Gespräch von Kristina Rehbein von Erlassjahr.
Der Film ist in spanischer Sprache mit deutschen Untertiteln, das Gespräch werden wir Spanisch-Deutsch konsekutiv dolmetschen. Die Veranstaltung findet im Alhambra Kino statt.
Der Eintritt ist frei.
Wir bitten um Anmeldung unter: info.lak@fes.de. Sollten Sie trotz Anmeldung kurzfristig verhindert sein, freuen wir uns über eine Nachricht von Ihnen.
Es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Referat Lateinamerika und Karibik der FES