Einladung | 29. Mai 2024 | Dokumentarfilm „Un Gran Golpe“ mit anschließender Diskussion: Erinnerungskultur in Gefahr in Chile und Argentinien?

 
 
 
 

 
Plakat zum Dokumentarfilm "Un gran golpe"
Bild: Plakat zu Film Un gran golpe von Magdalena Gissi und Christian Olguín

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im Dokumentarfilm "Un Gran Golpe" reflektieren drei Generationen von Chilen_innen den Militärputsch von 1973 und die darauffolgenden Ereignisse. Die Interviews mit Zeitzeug_innen beleuchten nicht nur den Putsch selbst, sondern auch ihre persönlichen Erfahrungen während der folgenden Diktatur und die Rückkehr zur Demokratie durch das Referendum im Jahr 1988. Der Putsch und die anschließende Militärdiktatur üben auch auf die jüngsten sozialen Proteste noch einen Einfluss aus wie junge Menschen im Film berichten.

 

Der Putsch von 1973 durchzieht die Geschichte Chiles wie ein roter Faden. Bis heute ist der Putsch und die nachfolgende Militärdiktatur nicht vollständig gesellschaftlich aufgearbeitet. Das Erstarken rechter Kräfte führt dazu, dass die Menschenrechtsverletzungen und die Diktatur verharmlost werden, nachdem sie lange Zeit gesellschaftlich verurteilt wurden. Diese Entwicklung betrifft gegenwärtig nicht nur Chile. Auch in Argentinien werden seit der Wahl von Präsident Javier Milei die Verbrechen während der Diktatur (1976 – 1983) relativiert.

 

Gemeinsam mit der chilenischen Produzentin, Regisseurin und Drehbuchautorin Magdalena Gissi sowie dem Argentinier Gabriel Valdez, Bundesvertreter der internationalen Stipendiat_innen der FES, möchten wir im Anschluss an den Film die Herausforderungen und Voraussetzungen für die Aufarbeitung und Bewältigung der Verbrechen der Militärdiktaturen diskutieren und auch einen Blick in die Zukunft werfen. Moderiert wird das Gespräch von Annette Lohmann, Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

Wir freuen uns darauf, Sie am Mittwoch, den 29. Mai um 18.30h (Einlass) im Kino Cineplex Titania in Steglitz begrüßen zu dürfen. Der Film beginnt um 19.00 Uhr.

Adresse Kino Cineplex Titania: Gutsmuthsstr. 27/28, 12163 Berlin

Der Film ist in spanischer Sprache mit deutschen Untertiteln, das Gespräch werden wir Spanisch-Deutsch konsekutiv dolmetschen.

Der Eintritt ist frei. Das Kino ist barrierefrei. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an: Stephanie.Troeder@fes.de

 

Wir bitten um Anmeldung unter: info.lak@fes.de Sollten Sie trotz Anmeldung kurzfristig verhindert sein, freuen wir uns über eine Nachricht von Ihnen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Valeska Hesse

Leitung Referat Lateinamerika und Karibik

 

Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.

 

 

 

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