FES und LAF - Einladung: 7. September 2023 | Die Rückkehr der Militärs

 
 
 
 

Eine Gefahr für die Demokratien oder eine Phantomdebatte?

von júbilo haku, CC BY-NC-ND 2.0, Flickr

Guten Tag,

seit dem Übergang zur Demokratie in den 1980er und 1990er Jahren wurden die lateinamerikanischen Streitkräfte wieder Schritt für Schritt unter demokratische Kontrolle gestellt. Dieser Prozess wurde von Polizeireformen begleitet, die jedoch nur begrenzt erfolgreich waren.

Mit der Zunahme der organisierten und unorganisierten Gewalt und als Reaktion auf eine sich verändernde subnationale, nationale und regionale Sicherheitslandschaft wurde das Militär ab der Jahrhundertwende jedoch immer stärker herausgefordert und sein Mandat erweitert.

Die Grenzen zwischen Militär und Polizei verwischten, und das Militär wurde zunehmend in die Bekämpfung der öffentlichen Unsicherheit, der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität und in jüngster Zeit auch in mehreren Ländern in die Niederschlagung sozialer Proteste und die Pandemie-Bekämpfung einbezogen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und in welchem Grade die genannten Rollenerweiterungen des Militärs und sein neuer Protagonismus eine Gefahr für die Demokratie darstellen oder nicht letztlich Ausdruck von Staatsversagen und gescheiterten Modernisierungsbemühungen sind, die These von der "Rückkehr des Militärs als Institution" somit eher Teil einer Phantomdebatte ist.

Mit drei Expert:innen diskutieren wir am 7. September via zoom von 19.00 - 21.00 Uhr die Fallbeispiele Venezuela, Mexiko und Brasilien.

Referent:innen:

Dr. Miguel Ángel Latouche, Politikwissenschaftler, Universität Rostock

Dr. Lisa María Sánchez,Generaldirektorin von México Unido Contra la Delincuencia

Dr. Rodrigo Lentz, Politikwissenschaftler an der Universität in Brasília

Moderation:
Prof. Dr. Klaus Bodemer
 

Weitere Informationen zu den Panelist:innen und Anmeldung unter: https://lateinamerikaforum-berlin.de/veranstaltungen/die-rueckkehr-der-militaers/

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Die Veranstaltung findet auf Spanisch mit Simultandolmetschung ins Deutsche statt und wird zusätzlich als Livestream im O-Ton via Facebook übertragen.

Eine Aktivität des LAF Berlin e.V. mit der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

Über die FES in Lateinamerika und Karibik

Seit über 50 Jahren vertritt die Friedrich-Ebert-Stiftung die Werte der sozialen Demokratie in Lateinamerika und der Karibik. Über ihr Netzwerk von 17 Büros setzt sie sich in 19 Ländern der Region für soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Frieden und internationale Solidarität ein. Partner sind politische Parteien, Parlamente, Gewerkschaften, Medien und zivilgesellschaftliche Gruppen. weitere Informationen