Das Projekt der Friedrich-Ebert-Stiftung „Antidemokratische Wahlerfolge im ungleichen Deutschland“ untersucht, ob und wie ungleiche Lebens-verhältnisse mit dem Wahlerfolg rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien zusammenhängen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Unterschiede bei der staatliche Daseinsvorsorge – etwa bei Gesundheitsversorgung, Bildung, Betreuung oder Mobilität – Einfluss auf die Wahlergebnisse haben. Dafür wurden die deutschen Landkreise und kreisfreien Städten in der diesjährigen FES-Studie unter die Lupe genommen. Ziel war es, diesen Zusammenhang datenbasiert zu analysieren, politisch einzuordnen und daraus Empfehlungen für eine gerechte Strukturpolitik abzuleiten.
Denn: Die Zufriedenheit mit öffentlicher Daseinsvorsorge prägt das Vertrauen in den Staat und die Demokratie. In vielen Regionen wächst jedoch die Skepsis gegenüber der staatlichen Leistungsfähigkeit und der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit. Entscheidend ist also, dass staatliche Mittel gezielt und gerecht verteilt werden – regional und nach tatsächlichem Bedarf der Bürger*innen. Nur so lässt sich gleichwertige Daseinsvorsorge herstellen, regionale Zukunftsfähigkeit sichern und die Zufriedenheit mit staatlichen Akteuren auch langfristig wiederherstellen. Die Studie zeigt: Daseinsvorsorge ist ein Teil der „Infrastruktur dem Demokratie“.
Wir laden Sie herzlich ein zur Vorstellung der Studie Antidemokratische Wahlerfolge im ungleichen Deutschland und Diskussion der Ergebnisse am Mittwoch, den 8. Oktober 2025, 18 Uhr in Kiel.
Dabei sind:
- Serpil Midyatli, SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende
- Wolfgang Baasch, Präsidiumsvorsitzender der AWO Schleswig-Holstein
- Bastian Heider, Autor der Studie
Moderation: Stine Klapper, FES Nord.