Liebe Lehrerinnen und Lehrer,
lieber Schülerinnen und Schüler,
liebe Interessierte,
die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden durch das nationalsozialistische Deutschland war nicht der einzige Genozid des Hitler-Regimes. In gleicher Weise erfolgte die Ermordung von im deutschen Machtbereich lebenden Sinti und Roma.
Daher haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr eine Vertreterin dieser Bevölkerungsgruppe einzuladen, die noch immer unter Missachtung und Ausgrenzung zu leiden hat.
Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V. wird zunächst vom Schicksal ihres Vaters erzählen, der zu einer seit Generationen im Berliner Raum lebenden Familie gehörte. Er hat als einziger seiner Großfamilie die Hölle von Auschwitz überlebt. Frau Rosenberg wird aus der Autobiographie ihres Vaters, Otto Rosenberg, vorlesen. Anschließend zeigen wir eine Dokumentation über das Leben von Sinti in Deutschland. In der Diskussion mit Frau Rosenberg und dem Historiker Professor Boll setzen wir uns mit der Vernichtungspolitik der Nazis auseinander. Wir sprechen über die aktuelle Lebenssituation von Sinti in Deutschland und wie Rechtsextremismus und Rechtspopulismus heute Freiheit und Demokratie bedrohen.
Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr und wird voraussichtlich gegen 13.00 Uhr enden.
Sie findet in der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn statt.
Frau Rosenberg steht danach noch für Einzelgespräche mit Schüler_innen oder Schülergruppen zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen bis zum 24.01.2025 an jugend@fes.de und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Ina Koopmann