%Anrede%,
in Zeiten des Corona-Virus verschärft sich das Problem der Bildungsungerechtigkeit in Deutschland noch einmal sichtbar. Kinder und Jugendliche finden im Heimunterricht sehr unterschiedliche Möglichkeiten vor, sich Inhalte anzueignen. Schulen sind sehr unterschiedlich ausgestattet, um ihre Schüler_innen zu erreichen. Diese Probleme sind aber nicht neu. Die momentanen Herausforderungen bauen vielmehr auf lange bestehenden Ungerechtigkeiten in unserem Bildungssystem auf.
Wir möchten Sie deshalb auf das neuste Diskussionspapier aus dem Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung aufmerksam machen. Es wurde kurz vor den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in Deutschland fertiggestellt. Insofern enthält es noch keine Einschätzungen zur aktuellen Lage, benennt aber grundlegende Missstände und zeigt auf, was für mehr Bildungsgerechtigkeit getan werden muss. Themen, die auch mit und nach Corona ihre Dringlichkeit nicht verlieren.
Diskussionspapier:
Gleiche Bildungschancen für alle!
Was muss sich an der Schulpolitik in NRW ändern?
von Prof. Dr. Gabriele Bellenberg
Prof. Dr. Gabriele Bellenberg, stv. Direktorin des Instituts für Bildungsforschung und Bildungsrecht an der Ruhr-Universität Bochum, benennt grundlegende Probleme im Bildungssystem - stockender Ausbau des Ganztagsunterrichts, fehlende Finanzierung von Schulen im Brennpunkt, Lehrermangel - und zeigt auf, was für mehr Bildungsgerechtigkeit getan werden muss.
Die Publikation können Sie hier herunterladen.
Die aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich vor dem Hintergrund der Corona-Krise werden wir in unserem LiveChat am kommenden Mittwoch u.a. mit der Autorin des Diskussionspapiers, Prof. Gabriele Bellenberg, diskutieren.
LiveChat: Mittwoch, 29. April 2020, 17.30 bis 19.00 Uhr
Bildungsungerechtigkeit in Zeiten des Corona-Virus
mit Prof. Dr. Gabriele Bellenberg, Professorin für Schulforschung und Schulpädagogik an der Ruhr-Universität Bochum
Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW
Dorothée Kleinherbers-Boden, Schulleiterin der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule in Wuppertal und Sprecherin der Initiative „Schule hoch drei“
Moderation: Vivien Leue, Journalistin
Mit der Schließung von Schulen und Kindertagesstätten Mitte März ergaben sich zahlreiche Herausforderungen für Eltern, Schulen, Lehrende und Schüler_innen. Bei all den neuen Aufgaben ist ein Problem unübersehbar: Soll der Unterricht zu Hause stattfinden, sind die Schüler_innen noch abhängiger von den heimischen Gegebenheiten. Dies verschärft die soziale Ungerechtigkeit im Bildungssystem. Kinder aus einem wirtschaftlich schwachen Elternhaus besitzen oft nicht die technische Ausstattung. In manchen Fällen fehlt es auch an einer grundlegenden Tagesstrukturierung oder einer warmen Mahlzeit. Im schlimmsten Fall nimmt häusliche Gewalt zu. Wie sieht die Situation momentan aus und was kann dagegen getan werden?
Darüber sprechen wir mit unseren Expertinnen und laden Sie herzlich ein, sich im Live-Chat zu beteiligen. Bitte melden Sie sich bis Dienstagabend an. Am Morgen des 29.4. erhalten Sie den Link, um sich ins zoom-Meeting einzuloggen (siehe den Datenschutz-Hinweis unten).
Der Livechat wird aufgezeichnet. Ein Zusammenschnitt wird im Anschluss auf www.fes.de/landesbuero-nrw eingestellt.
Alle Informationen erhalten Sie auch auf unserer Webseite.
Hier geht es direkt zur Anmeldung
Hier geht es zum Einladungsflyer