Die berufliche Pflege in NRW ist nicht nur von großer gesellschaftlicher Bedeutung, sondern hat auch wirtschaftliche Relevanz. Der Beschäftigungsanteil im Pflegesektor ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Pflegeberufe sind Schlüssel- und Zukunftsberufe. Gerade im Pflegebereich existieren aber auch besonders dringliche Hand-lungsbedarfe für strukturelle Verbesserungen. So konstatiert der Rat der Arbeitswelt, ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung, in seinem ersten Bericht, dass es zeit- naher Lösungen zur Aufwertung von Pflegeberufen bedarf. Dazu braucht es flächendeckend bessere Löhne, eine Stärkung von Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Schaffung neuer Berufsperspektiven im Pflegebereich.Gemeinsam mit Beschäftigten und Interessenvertreter_innen in der Pflege, mit Sachverständigen aus der Wissenschaft und politischen Akteur_innen möchten wir Antworten auf die drängenden Fragen zur Gestaltung eines zukunftsfähigen Pflegesektors diskutieren:
– Wie gelingt es, dass der stark wachsende Beschäftigungssektor der beruflichen Pflege in NRW nicht nur in seiner sozialen, sondern auch in seiner wirtschaftlichen Bedeutung anerkannt wird?
– Wie können gerechte Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen erreicht werden?
– Und wie kann die digitale Transformation in der Pflege gestaltet werden, damit sie zu einer Verbesserung von Beschäftigungsverhältnissen und Qualität der Pflege beiträgt?
– Was muss sich an der Ausbildung in NRW ändern, damit sie den Veränderungen in der Pflege gerecht wird?
Programm
Impuls
Michaela Evans, Direktorin des Forschungsschwerpunkts Arbeit & Wandel, IAT, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Mitglied im Rat der Arbeitswelt
Alexander Jorde, Autor des Buches „Kranke Pflege: Gemeinsam aus dem Notstand“
Reiner Schmidt, Krankenpfleger und Personalrat, Universitätsklinikum Essen
Katharina Wesenick, ver.di, Landesfachbereichsleiterin Gesundheits- und Sozialwesen
Kommentar
Thomas Kutschaty MdL, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag NRW
anschließend Diskussion
Moderation
Vivien Leue, freie Journalistin