Obwohl die Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen keine neue ist, hat sie in den vergangenen Jahren an Aktualität und Brisanz gewonnen. Vom wirtschaftlichen Aufschwung der 2010er Jahre haben nicht alle Menschen gleichermaßen profitiert, räumliche Unterschiede im Hinblick auf Wohlstand, Beschäftigung Armut oder Gesundheit werden größer. Diese Unterschiede wurden insbesondere in der Corona-Pandemie deutlich sichtbar und wurden von dieser zudem noch verschärft.
Doch wie sieht es konkret aus in Nordrhein-Westfalen? In einer neuen Studie, die ein Team des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) im Auftrag des Landesbüros NRW erstellt hat, werfen die Autor_innen einen genauen Blick auf regionale Disparitäten in NRW. Anhand von repräsentativen Indikatoren in den Bereichen Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Lebens-und Bildungschancen, Wohlstand und Gesundheit, staatliches Handeln und Partizipation sowie Wanderungen zeichnen sie ein hochgradig differenziertes Bild vom bevölkerungsreichsten Bundesland in Deutschland und formulieren konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik.
Mit der Studie möchte das Landesbüro NRW der FES die Diskussion zur Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen in Nordrhein-Westfalen argumentativ bereichern und vorantreiben. Wir laden Sie herzlich zur Vorstellung ein und freuen uns, mit Ihnen in den Austausch über die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zu kommen.