Mehr als ein Jahr nach der Wahl Joe Bidens zum Präsidenten der USA ist klar geworden: Biden steht für einen neuen Ton in den transatlantischen Beziehungen, aber steht er auch für eine neue Politik?
War das Verhältnis Donald Trumps zu EU und NATO, freundlich ausgedrückt, als gespannt wahrgenommen worden, wird die Präsidentschaft Bidens nach wie vor mit hohen Erwartungen verbunden.
Aber kann und will Biden zurück zur klassischen Ordnungsmachtrolle der USA? Wie verändert der Krieg in der Ukraine das außen- und sicherheitspolitische Denken in den USA und das Verhältnis zu den NATO-Partnern? Werden die USA, als Konsequenz aus dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, weiter als Garant europäischer Sicherheit bereitstehen?
Ist dies in der gegenwärtigen politischen Situation in den USA überhaupt durchsetzbar und wäre es nicht notwendig, dass die EU endlich beginnt eine eigenständige Außen- und Sicherheitspolitik zu begründen?
Wir wollen diese Fragen in unserem Seminar entlang einiger Konfliktlinien (z. B.: Balkan, Ukraine, Weißrussland, Afghanistan) und entlang politischer Strukturen und Ideologien diskutieren.
Referent & Seminarleitung: Siebo M. H. Janssen, Politikwissenschaftler/Historiker