Am 1. September 1948 versammelte sich im Lichthof des Museums Koenig in Bonn der Parlamentarische Rat zu seiner konstituierenden Sitzung, um nach den Menscheitsverbrechen der Nationalsozialisten für die westdeutschen Besatzungszonen eine neue Verfassung zu erarbeiten.
Im Ergebnis wurde nicht einmal ein Jahr später das Grundgesetz verabschiedet, eine Verfassung, die ursprünglich nicht auf ewig angelegt und bewusst schlank gehalten wurde, die aber auch – zum ersten Mal in der deutschen Verfassungsgeschichte – Grundrechte in den Mittelpunkt, an den Anfang, setzte. Im Rückblick war die Verfassung eine gute Grundlage für die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens und keineswegs eine „Schönwetterverfassung“ wie damals befürchtet wurde.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wollen wir einen Blick auf das Grundgesetz in der aktuellen Krise werfen. Wie stark ist die Verfassung angesichts der Herausforderung von Krieg, Klimakrise, demografischen Wandel und einer „Gesellschaft der Singularitäten“ (Andreas Reckwitz)? Finden sich alle Bürger_innen in der Verfassung wieder? Welche Rolle können der Gesetzgeber oder das Bundesverfassungsgericht bei der Weiterentwicklung spielen?
Programm des Abends:
18.30 Uhr | MUSKALISCHER EINSTIEG | Kwartett Latäng Köln
18.35 Uhr | BEGRÜSSUNG | Severin Schmidt
Leiter des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung
18.40 Uhr | FESTREDE | Martin Schulz
Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung
19.05 Uhr | POETRY SLAM | Ella Anschein
19.00 Uhr | GESPRÄCH MIT | Martin Schulz
Prof. Dr. Anika Klafki
Richterin am Verfassungsgerichtshof Thüringen,
Juniorprofessorin an der Universität Jena und
ehemalige FES-Stipendiatin
Sheila Mysorekar
Neue deutsche Organisationen e.V.
20.10 Uhr | MUSIKALISCHER AUSKLANG | Kwartett Latäng Köln
20.20 Uhr | KLEINER EMPFANG
Moderation: Florian Bauer
Journalist, TV-Moderator Phoenix, Coach