Die Covid-19-Pandemie ist ein globales Problem. In westlichen Ländern werden inzwischen immer mehr Menschen gegen das Virus immunisiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stehen dort allmählich ausreichend Impfstoffe zur Verfügung, um großen Teilen der Bevölkerung ein Impfangebot machen zu können.
Die ärmeren Länder des globalen Südens wiederum stehen aufgrund mangelnder finanzieller Ressourcen vor der großen Herausforderung, ausreichend Impfstoffe zu beschaffen. Die globale Impfinitiative COVAX hat Mühe, minimale Impfstoff-Rationen für ärmere Länder zu organisieren. Die Pandemie kann nicht zeitnah beendet werden, wenn nicht weltweit alle Menschen gleichermaßen vor dem Virus geschützt werden. Je ungleicher die Verteilung der Vakzine und je unterschiedlicher weltweit das Impftempo, desto häufiger kann das Virus mutieren. Auch daher ist der Impfnationalismus wirtschaftlich und politisch unklug.
China und Russland haben dieses Vakuum in der geopolitischen Strategie genutzt und haben ärmeren Ländern ihre eigenen Impfstoffe bereitgestellt. Dies geschah nicht völlig uneigennützig, sondern diente durchaus auch politischen Zwecken.
Die G7 Länder haben im Juni entschieden, bis Ende nächsten Jahres 2,3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder zu verteilen.
Wir wollen mit Ihnen und mit unseren Expert_innen darüber diskutieren, wie der internationale Kampf gegen Corona gemeinsam und solidarisch gestaltet werden kann.
Sind die Aufhebung der Patente und der Technologie-Transfer die Lösung für die Bekämpfung der Impfstoff-Knappheit? Wie können die verfügbaren Impfstoffe weltweit gerecht verteilt werden?
Sie sind herzlich eingeladen an der Debatte teilzunehmen.
18:00 Uhr Begrüßung
Sohel Ahmed
Landesbüro NRW der
Friedrich-Ebert-Stiftung
Diskussion mit:
Anne Jung
Referentin Globale Gesundheit,
medico international
Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB
Han Steutel
Präsident des Verbands der forschenden
Pharma-Unternehmen (vfa)
Maike Voss
Deutsche Allianz Klimawandel und
Gesundheit
Moderation: Kai Kupferschmidt
Wissenschaftsjournalist
19:30 Uhr Ende der Veranstaltung