Solidarität, neue Solidarität, Subkulturen in der Bonner Republik – Eine Spurensuche
Von 1949 bis Ende der 1990er Jahre war Bonn Hauptstadt bzw. Regierungssitz der Bundesrepublik. Das Seminar erkundet die Geschichte dieser Zeit aus einer Perspektive „von unten“: Im Mittelpunkt stehen solidarische Bewegungen, subkulturelle Orte und zivilgesellschaftliches Engagement – jenseits der großen politischen Geschichtserzählungen. Thematisiert werden auch regionales und transkulturelles Erinnern sowie die Bedeutung konkreter Orte der Demokratiegeschichte.
Programm
Samstag, 21.11.2026 | 09.30-17.30 Uhr
Ort: GSI, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn
09.30 Uhr: Seminarbeginn – Ankommen und Einstieg: Was ist eigentlich Protest?
10.00 Uhr: Einführung: Die Bonner Republik „von unten“ – politische Strukturen der Bundesrepublik und Perspektivwechsel von der Regierung zur Gesellschaft. Diskussion: Wer verändert Gesellschaft? Welche Rolle spielen Institutionen und zivilgesellschaftliches Engagement?
13.00 Uhr: Soziale Bewegungen: Frauenbewegung, Gay Rights Movement, Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung, Gewerkschaftsgeschichte, Streiks und Demonstrationen
17.00 Uhr: Reflexion
17.30 Uhr: Ende des ersten Seminartags
Sonntag, 22.11.2026 | 10.00–16.00 Uhr
Ort: Köln-Ehrenfeld
Exkursion in Köln: Mit Fahrrädern und zu Fuß geht es zu zentralen Ereignisorten der Demokratiegeschichte der Bonner Republik. Geplant sind Führungen, spielerische Aufgaben, Lesungen von Texten und Diskussionen zur Bewertung historischer Ereignisse.
Referent:innen:
Jasmin Grande: Promovierte Literatur- und Kulturwissenschaftlerin; forscht seit 2016 zur Geschichte der Bonner Republik.
Angelika Gwóźdź: Doktorandin in der Kunstgeschichte; forscht zu Aktivismus und Punk in der Videokunst
Simon Roth: Grafikdesigner und stellvertretender Vorsitzender des Vereins Froh! e. V.