Impuls | Altersarmut im Kultursektor

 
 
 
 
In Mintfarben gehaltener Ausschnitt von Carl Spitzwegs Gemälde „Der arme Poet“ von 1839; ein Schriftsteller in seiner ärmlichen Dachkammer
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die Künstlerin, Komponistin und Performerin Laurie Anderson, eine der prägenden Stimmen der amerikanischen Avantgarde, bringt es nüchtern auf den Punkt: „Künstlerin zu sein bedeutet, ohne Sicherheitsnetz zu leben.“ Was lange als individuelle Lebensform oder als Preis kreativer Freiheit galt, zeigt sich im Alter als strukturelles Risiko. Denn für viele Kulturschaffende bleibt eine auskömmliche Altersvorsorge trotz hoher Qualifikation und kontinuierlicher Arbeit unerreichbar. Altersarmut im Kultur- und Kreativsektor ist kein Randphänomen und kein individuelles Versäumnis. 

Mit dem Impulspapier „Altersarmut im Kultursektor. Strukturelle Risiken, Vorsorgelücken, Handlungsbedarfe“ liefert Dr. habil. Alexandra Manske eine aktuelle Bestandsaufnahme zur alterspolitischen Lage von Kulturschaffenden in Deutschland. Der Beitrag macht deutlich, dass Altersarmut im Kulturbereich kein Ausnahme sondern ein strukturimmanentes Risiko ist und zeigt auf, wo politische und institutionelle Handlungsbedarfe liegen.

Der Impuls verdeutlicht insbesondere:

  • Warum Altersarmut im Kultursektor vor allem aus eingeschränkter Vorsorgefähigkeit resultiert.
  • Wie prekäre Erwerbsformen, hybride Biografien und Geschlechterungleichheiten die Altersabsicherung systematisch untergraben.
  • Welche Rolle die Künstlersozialkasse spielt – und wo ihre strukturellen Grenzen liegen.

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit den Perspektiven dieses Impulspapiers auseinanderzusetzen und die Debatte über Altersarmut und soziale Sicherung im Kultur- und Kreativsektor weiterzuführen. 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johannes Crückeberg und Iva Figenwald

 

 

 

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