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Brasilien durchläuft aktuell mehrere simultane Krisen: Politisch setzt der Zuwachs des Rechtsextremismus die demokratischen Institutionen und das demokratische Miteinander immer mehr unter Druck. Wirtschaftlich verfestigt sich die seit 2015 anhaltende Stagnation durch die politische Verharmlosung der Pandemie und die daraus folgende unkontrollierte Verbreitung des Corona-Virus. Ökologisch führen bewusste Lockerungen von Umweltauflagen und die gezielte Schwächung der Umweltschutzinstitutionen zu einer beispiellosen ökologischen Krise.
Die Veranstaltungsreihe Berliner Brasiliendialoge bietet Analysen dieser multiplen Krisen und einen Raum zum Austausch für Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Politiker*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen aus Brasilien und Deutschland sowie für den Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit.
Die gesamte Veranstaltungsreihe findet in zoom mit Portugiesisch-Deutsch-Simultandolmetschung statt, zusätzlich wird ein Livestream im O-Ton der Veranstaltungen gesendet. Wir laden Sie herzlich zur 4. Veranstaltung mit dem Titel "Umwelt: grenzenlose Zerstörung" am 12.01.2021 ein, mehr dazu s. u.
eine Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit Lateinamerika-Institut (LAI) der Freien Universität Berlin (FU Berlin), Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (mecila), Heinrich-Böll-Stiftung (HBS), Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS),Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika/Brasilien Initiative Berlin (FDCL/BIB), katholisches Hilfswerk Misereor (MISEREOR), Lateinamerika-Forum (LAF) und Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln (UzK)
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Valeska Hesse
Leiterin des Referats Lateinamerika und Karibik
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#4 | 12.01.2021 | 18:00-20:00 Uhr | Umwelt: grenzenlose Zerstörung
Seit 2016 werden sukzessive die rechtlichen und faktischen Grenzen aufgehoben, die die Ausdehnung der Kapitalakkumulation auf Gemeingüter (Commons) bisher verhindern konnten. Besonders betroffen sind gemeinschaftliche Umweltressourcen - Ökosysteme, Reservate und Schutzgebiete. Wie verlaufen diese Prozesse und v. a.: Welche humanitären und ökologischen Folgen hat diese „Öffnung“, insbesondere für Brasiliens indigene Völker und Quilombolas? Welche nationalen und internationalen Gegenstrategien sind realistisch?
mit Maureen Santos (Aktivist_in und Expert_in, FASE, Brasilien), Thomas Fatheuer (Aktivist und Experte, KoBra e. V., Brasilien), Eliane Brum (Journalist_in, El País, Brasilien), Joênia Wapichana (Parlamentarier_in, Brasilien)
Moderation: Imme Scholz (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik - DIE)
Ko-Moderation: Julia Ziesche (Heinrich-Böll-Stiftung)
Anmeldung für #4 hier!
Die Veranstaltung wird im Originalton über Mecila’s YouTube übermittelt.