Ziel der 2017 von Deutschland im Rahmen der G20 angestoßenen Compact-Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Investitionen in Afrika zu verbessern und den Weg für mehr Direktinvestitionen (FDI) zu bereiten. Der Compact bringt ausgewählte afrikanische Länder, internationale Organisationen und bilaterale G20-Partner zusammen und setzt auf länderspezifische Reformagenden. Derzeit sind 12 afrikanische Staaten Teil des CwA. Drei von ihnen (Äthiopien, Ghana und Senegal) haben Prof. Robert Kappel und Prof. Helmut Reisen genauer betrachtet und dabei auf Basis der bislang vorliegenden Ergebnisse untersucht, inwiefern der CwA das leistet, was er verspricht, und ob er an den richtigen Stellen ansetzt.
Am 19. November 2019 wird die Bundeskanzlerin die Staats- und Regierungschefs der Compact-Partnerländer in Berlin begrüßen. Mit der nun erscheinenden Studie möchten wir in diesem Zusammenhang vor dem Hintergrund der zu antizipierenden öffentlichen Debatte einen wissenschaftlichen Input mit Blick auf die bisherige Bilanz des CwA leisten und die Stärken und Schwächen des Ansatzes einer evidenzbasierten kritischen Prüfung unterziehen, die über die reine Analyse der CwA-Ländermatritzen hinausgeht. Geprüft worden ist deshalb nicht nur, inwiefern sich verbesserte CwA-Indikatoren auch wirklich in mehr Direktinvestitionen widerspiegeln, sondern auch, ob der CwA-Ansatz in seiner derzeitigen Form geeignet ist, um ein dringend benötigtes inklusives und nachhaltiges Wachstum in den Partnerländern zu fördern. Die Studie schließt mit einer Reihe an Politikempfehlungen.